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Motherless Brooklyn.
 
 
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Motherless Brooklyn. [Gebundene Ausgabe]

Jonathan Lethem
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 370 Seiten
  • Verlag: Tropen Verlag Michael Zöllner (Oktober 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3932170482
  • ISBN-13: 978-3932170485
  • Größe und/oder Gewicht: 21,7 x 14,9 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 890.808 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jonathan Lethem
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Waisenhaus St. Vincent in Brooklyn, frühe siebziger Jahre. Für Lionel Essrog, der am Tourette-Syndrom leidet, ist Frank Minna so etwas wie ein Erlöser. Der im ganzen Viertel beliebte Ganove taucht eines Tages auf und nimmt Lionel und drei weitere Waisen mit auf seine mysteriösen Streifzüge quer durch Brooklyn.
Aus den vier Jungen werden so die Minna Men, die von Detektei- bis Fahrdiensten alles anbieten. Ihre Tage und Nächte drehen sich um Frank, den Prinzen von Brooklyn, der mit großer Klappe durchs Leben eilt. Dann kommt die Nacht, in der Frank niedergestochen aufgefunden wird und Lionel selbst den Fall übernehmen muss...

Messerscharfe Dialoge, durchtriebener Sprachwitz und die Komplexität der Geschichte stehen in Motherless Brooklyn Seite an Seite mit der Charakterisierung Brooklyns. Und so wird dieser Stadtteil mit seiner ureigenen Sprache und Lebensart, seiner Mischung aus aggressiver Pose und Sentimentalität, selbst zu einer der Hauptfiguren des Romans.

"Wenn Lethem die Starkstromkabel populärer Genres kurzschließt und dann den Funkenschlag beschreibt, schlägt sein Witz voll durch."
The Voice Literary Supplement

Klappentext

"Lethems Roman ist eine geniale Mischung aus Spannung, Intelligenz und Kunstfertigkeit. Es ist eine Hymne auf Brooklyn, eine Liebesgeschichte ohne Happy End und ein sprachliches Feuerwerk. Außerdem ein Krimi, der seiner Gattung alle Ehre macht. Das reinste Vergnügen."
Die Zeit

"Dieser Roman zieht die Paradoxa aus seinen Selbstverständlichkeiten wie ein Zauberer Kaninchen aus dem Hut: 'Motherless Brooklyn' ist der Familienroman eines Waisenjungen, das Sprachkunstwerk eines Sprachgestörten und ein harter Krimi, der dennoch in der Tradition klassisch modernen Erzählens steht."
FAZ

"Lionel Tics sind Motor einer Geschichte voller Sprachwunder, die eine seltsam gewordene Welt auffangen. 'Motherless Brooklyn' gerät nie zur müßigen Vorführung sprachlicher Virtuosität - dafür sind die Figuren zu eigenartig, der Krimi zu spannend, und die Bilder, die die Dinge so liebevoll berühren wie Lionels Finger die Kragen seiner Mitmenschen, viel zu beseelt."
taz -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Freakshow 7. August 2006
Von Explosivo
Format:Gebundene Ausgabe
Motherless Brooklyn ist die Geschichte des in einem brooklyner Waisenhaus aufgewachsenen Lionel Essrog. Der Tourettkranke Lionel und eine Gruppe anderer Waisen werden vom Kleinganoven Frank Minna angeheuert, einige zwielichtige Transportgeschäfte abzuwickeln, woraus sich eine dauerhafte Geschäftsbeziehung entwickelt. Der symphatische Kleinkriminelle wird zu einer art Vaterfigur, zu der der Junge, elternlose Lionel aufsieht. Als Frank Minna erstochen wird, stellt sich dem inzwischen erwachsenen Essrog die Aufgabe, den Mörder ausfindig zu machen - was bei diesem grandiosen Buch aber eher eine Begleiterscheinung ist. Vielmehr brennt Lethem ein sprachliches Feuerwerk ab, bei dem der äußerst symphatische Protagonist, seine Zwangsneurosen und Brooklyn im Vordergrund stehen. Ein Spitzenbuch!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tourette von innen 25. Juni 2005
Von basssopran TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Motherless Brooklyn ist die Familiengeschichte eines Waisenjungen, das Sprachkunstwerk eines Sprachgestörten und ein harter Krimi", schreibt die FAZ auf der Titelseite der Ausgabe. Mit den ersten beiden Aussagen stimme ich voll und ganz überein, die dritte halte ich für stark übertrieben. Lionel Essrog wächst in einem Waisenhaus in Brooklyn auf. Er ist von Anfang an ein Außenseiter, denn er leidet am Tourette-Syndrom - eine neuropsychiatrische Erkrankung des Gehirns, die sich in multiplen Tics und Zwanghaftigkeiten äußert. So muß Lionel zwanghaft zählen, Dinge wiederholen, Personen berühren und fluchen. Seine Sprachfunktionen sind gestört und gleichzeitig überentwickelt, so daß er Worte und Satzteile verändert wiederholt und ähnlich klingende Wörter erfindet. Das kann sehr komisch sein. Es quält ihn und seine Mitmenschen aber offensichtlich sehr, zumal die wenigsten etwas mit seinen manchmal beleidigenden Verbalanfällen anfangen können.

Lionel arbeitet mit anderen Jungs aus dem Waisenhaus für einen Kleinkriminellen namens Frank Minna. Allerdings glaubt er eher, für eine Detektei und ein Fuhrunternehmen zu arbeiten. Eines Tages wird sein Chef ermordet, und Lionel will den Mörder finden. Diese Geschichte ist allerdings eher zweitrangig, ein Vehikel für Lionels rührend naiven, gleichzeitig aber auch hellwachen Charakter, und vor allem für sein Syndrom. Tolle Innenansichten, gut gezeichnete Charaktere und ein straff erzählter Kriminalfall, vor allem aber die ungewöhnliche Perspektive des Tourette-Kranken machen ein Leseerlebnis der besonderen Art aus.

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tics 16. September 2004
Format:Taschenbuch
Absolute Meisterwerke sind bereits Lethems Romanen „Als sie über den Tisch kletterte" und „Der kurze Schlaf". Auch „Motherless Brooklyn", 1999 im Original in New York erschienen, ist solch ein Geniestreich. Lethem nimmt ein medizinisches Syndrom, entlang dessen Symptomen er einen großartigen Krimi entwickelt. Der Held Lionel Essrog leidet am „Tourette-Syndrom", einem Zwangsverhalten, dass zu unkontrollierbarem Berühren, Zählen, unsinnigen Wortverdrehungen und Beschimpfungen führt. Diese Tics lassen ihn im Waisenhaus als Außenseiter aufwachsen, bis er zusammen mit drei anderen von einem Kleinkriminellen aus Brooklyn zu einer Gang rekrutiert wird. Alles fein, bis der Ganove ermordet wird und Lionel eigene Ermittlungen beginnt. Alle scheinen ein Doppelleben geführt zu haben. Aber neben der hervorragenden Krimihandlung machen vor allem die Tics, als Metaebene, die bis zum Romankonzept reicht, ebenso aber eine doppeldeutige Handlungsebene darstellt, den ungeheuren Reiz dieses Romans aus!
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