Kurzbeschreibung
60s-Pop zwischen Melancholie und Euphorie: Debüt des Münchner Beatniks.
Jeder weiß, was geschieht, wenn Aladin an seiner Wunderlampe reibt. Plötzlich steht ein Geist im Raum. Dizzy Errols Debütalbum beginnt mit einer Zauberspieluhr im Zeitraffertempo und springt uns mit einem nachtschwarz-rumpelnden Riff an. Der Geist ist da und steht auf großer Bühne. "We are nervy little dogs and we re barking so loud - cause we need to be proud" - Der in Australien geborene Münchner türkischer Herkunft reduziert sich selbst aufs Triebhafte und fährt erstmal nackt durch die Geisterbahn. Ganz klar: Dieser Geist verkündet mit großer Geste nüchterne Betrachtungen und innere Zustände, schonungslos, aber fabelhaft. Es folgen Songs voller Melancholie und Euphorie, minimalistisch und streng in der Struktur, bunt gescheckt im Farbverlauf. Dieser Mann schwärmte von der Musik von Carl Orff und De La Soul, Syd Barrett und Robert Fripp, David Byrne und David Bowie. Mit seiner Band Kamerakino spielte Errol schon als Vorband für Franz Ferdinand, die Liebe zum 60s-Pop erbte der "einzige türkische Beatnik Deutschlands" (Federico Sánchez) übrigens von seiner türkischen Tante.