Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
musikalisch-bunte Spiel- und Stilwiese, 18. Juli 2006
Kubbs Debütalbum "Mother" ist der Inbegriff der musikalisch-bunten Spiel- und Stilwiese mit ästhetischem Anspruch. Die Jungs blicken ganz sicher einem fantastischen Sommer mit stetig wachsender Fangemeinde entgegen. Eigentümlichkeiten, die Kubb bald jedem Munde zugänglich machen sollten, beginnen bereits mit Bandnamen und Titel des Albums.
Bereits im vergangenen November wurde "Mother" auf der britischen Heimatinsel veröffentlicht. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Youth (The Verve, Embrace). Es kursieren kuriose Geschichten über musikalische Einflüsse, die Kubbs Frontmann Harry Collier prägten. So ist zum Beispiel die Rede von einem sechsten Sinn, der wohl erstmalig während Colliers Musikunterricht mit einer ihm vorgestellten Akustikversion von "Heroin" der Velvet Underground angesprochen wurde. Er sei jetzt auf der Suche nach DER Wahrheit, schöpferisch verstanden. Zudem lebte Collier einige Zeit im karibischen Tobago, der Heimatstadt seiner Mutter.
Die Entdeckung des Stimmwunders geht angeblich auf einen von ihm interpretierten "Happy Birthday"-Song zurück, den er Faithless' Rollo in einem Bio-Restaurant in London vortragen durfte. Er arbeitete dort als Kellner. Es gibt Geschichten über den Gebrauch von Ephedrinen, die jetzt endgültig der Vergangenheit angehören sollen, unglückliche Beziehungen und gebrochene Herzen... Rote Fäden und sanfte Fußspuren, die sich in den elf wunderschönen Tracks des Albums autobiographisch verarbeitet wieder finden. Mit Bestimmtheit kann man sagen, dass Collier eine Menge "Radio" gehört und ansprechende Parts kunstvoll in seine eigenen Arrangements eingebastelt hat.
Kubbs Rest-Bandmitglieder Dominic Greensmith (Schlagzeug, ehemals Reef), John Tilly (Keyboard, über eine Anzeige im NME rekrutiert) und Adj (Gitarre) verschwinden leider hinter der medienpräsenten, charismatischen Sängergestalt. In diesem Zusammenhang nervt das Plattencover, auf dem sich Collier in Modelpose feiern lässt. Er mag sagen: "Ich bin die Band, und meine Musik ist ebenso attraktiv wie ich." Doch das sind Äußerlichkeiten.
Äußerlichkeiten, die man seltsam überrascht schnell vergisst und zudem wiederum durch den sexy Inhalt der Plastikhülle gerechtfertigt findet. Und tatsächlich komponiert Collier seine Songs mit bandexternen Personen. Der eingängige Gitarren-Pop-Opener "Remain" zieht sofort in Bann, und erinnert sowohl musikalisch als auch stimmtechnisch an eine wirkungsvolle Kreuzung von Keane, Muse, Radiohead und Coldplay. Soweit zur Spielwiese. Also nicht sehr innovativ, doch irgendwie anders. Exaltiert, entrückt. Man möchte mehr.
Mit "I Don't Mind" bewegen sich Kubb in den traumhaft-sanft dahinplätschernden Gefilden der frühen Charlatans. Zum Mitsingen und -tanzen lädt das abwechslungsreiche und gehaltvolle "Wicked Soul" ein, welches sich, fein gearbeitet, zu einer infektiösen Rocksingle entwickelt. Soulig und gospelchorig wird's mit dem vom Piano geleiteten "Grow", zu dem das London Session Orchestra den formvollendeten Hintergrund liefert und Colliers Stimme spielerisch in eine unwirkliche Schwerelosigkeit entführt. Das alles erinnert sehr an Queen. Die gefühlvollen Stücke "Alcatraz" und "Chemical" sollten ohne Kommentar bleiben - außer vielleicht: "Mensch, das ist so lieblich und reizend!"
Positiv-Stimmung und ganz viel Sonne zieht sich durch "Sun". Und dieser Eindruck beschränkt sich nicht auf die Lyrics. Das sanfte Piano-Intro kann einen an nichts anderes als den Standardspruch der Optimisten - "Alles wird gut" - glauben lassen. Und mit diesem gerade aufgestockten, optimistischen Elan wird man zu "Without You" weitergetrieben, welches Begeisterung in Euphorie wandelt. Bildschön.
Wenn doch nicht ohnmächtig, möchte man zumindest kraftlos ganz, ganz herzlich zu diesem Erstling gratulieren.
Kubb ist übrigens ein Outdoor-Gesellschaftsspiel, bei dem als Spielziel die gegnerischen Holzklötze mit Wurfhölzern umgeworfen werden. Was das mit Musikmachen zu tun hat? Keine Ahnung. Frontmann Harry Collier äußerte Befürchtungen, dass sich der Plattentitel "Mother" prätentios anhören könnte. Tut er, weil man verwundert sofort an die hauseigene Mutter denkt. Aber vielleicht sind Religionskontext und Naturnähe, auf die sich Collier - neben der femininen Seite eines jeden männlichen Individuums - tiefsinnig bezieht, zu abstrakt gehalten. Sei's drum. Man verliert zumindest ein paar Worte drüber.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Kuschelrock, 4. Januar 2007
Habe mich leider von Wicked Soul täuschen lassen, ist der einzige gute Song auf dieser CD. Ansonsten schwülstiger Kuschelrock gegen den selbst Coldplay wie hardrocker erscheinen. Die 2 Sterne also nur für Wicked Soul!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
schließe mich meinem vorredner an, 2. Juli 2006
eine einzigartige neue band, die einfach den perfekten sound auf den punkt bringt. mein favorit: wicked soul.
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