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Schon als Junge hatte Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) bei seinem Lehrer Carl Friedrich Zelter die Regeln der mehrstimmigen Vokalkunst kennen gelernt; auch später sollten sich kompositorische Techniken wie Kontrapunkt in Mendelssohns eigener Klangsprache wiederfinden.
Für Mendelssohn, der als bekennender Protestant mit biblischen Themen bestens vertraut war, war es vollkommen natürlich, auch Themen wie Tod und Vergänglichkeit zu vertonen. "Mitten wir im Leben sind, mit dem Tod umfangen" heißt es in der Choralmotette op. 23, die während einer Italienreise anno 1830 entstanden ist. Aus seinem Todesjahr, 1847, stammen die "Motetten op. 69": wundervoll ausgereifte Kompositionen, in denen Mendelssohn den Dialog zwischen Chor und Solisten zelebriert.
Der RIAS-Kammerchor, gegründet 1948, ist ein Ensemble aus Topsängern mit einer bemerkenswerten Bandbreite an Repertoirestücken alter wie auch neuer Meister. Seit 1987 hat Marcus Creed das Amt des künstlerischen Leiters inne. Der Engländer legt ein besonderes Ohrenmerk auf Klarheit und Homogenität; kompakt und transparent zugleich ist der A-cappella-Klang des Berliner Ensembles. So selbstverständlich wie die Musik bei den Psalmworten "Sende dein Licht und deine Wahrheit" strömt, so möchte man auch bei "Zorn" oder "verstößest Du mich" mehr Expressivität in der Sprache hören. Immerhin geht es hier um tief empfundene Emotion! --Beatrix Gillmann
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MOTETS/PSAUME 100/MISSA BREVE