Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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63 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Motor läuft weiter und weiter..., 2. August 2008
Wo gibt es denn heutzutage noch so etwas? Eine Band, die 30 Jahre besteht und nach dieser langen Zeit immer noch gute und erfolgreiche Alben veröffentlicht. Da fallen mir auf Anhieb nur die Stones und die hier rezensierten Motörhead ein. Mit ihrem 20. regulären Studio-Album (d.h. ohne jegliche Live-Alben bzw. Compilations) namens "Motörizer" erheben Lemmy Kilmister und Co. erneut den Anspruch auf den rotzigen Hard'n'Heavy-Thron.
Und das scheint ihnen mit dieser CD auch gelungen zu sein. Aufgrund meiner Tätigkeit besitze ich bereits eine Promo-Version dieser Platte (also nicht denken, dass ich nur die Band bewerte, ohne die Musik dazu zu kennen) und muss zugeben, dass ich positiv überrascht wurde. Natürlich gewinnen die Herren keinen Preis für Innovation und manche Tracks erinnern stark an frühere Hits, doch so sind Motörhead und so werden sie auch ewig bleiben. Rotziger Blues-Rock trifft auf die raue Stimme Lemmys und daraus ergibt sich eine explosive Mischung, die wunderbar funktioniert. Dieser Sound ist nichts für Weichspüler, denn der gute alte Warzenträger ist ja nicht unbedingt bekannt für seine ultra-eingängigen Songs.
Hier wird gerockt, was das Zeug hält. Der Bass wummert, die Drums fliegen einem um die Ohren, während Lemmy uns seine teils sinnentleerten, teils intelligenten Texte entgegen schreit.
Los geht das Album mit "Runaround man". Der Titel startet mit einem brachialen Riff und geht dann in einen fast gesprochenen Vers über. Der Refrain hat zwar so gut wie keine Melodie, geht aber sofort in Fleisch und Blut über und mann will nur noch mitgröhlen. Einen besseren Opener für diese Platte hätten Motörhead gar nicht wählen können, denn dieser Track zeigt eindeutig, wer hier die wahren Eier trägt. Gleichzeitig ist der "Rundaround man" auch einer der härtesten Songs der gesamten Scheibe.
9/10
"Teach you how to sing the blues" handelt textlich von überheblichen Künstlern, die meinen die Welt erfunden zu haben und denen Lemmy die wahre Kunst der (Blues-)Musik beibringen will. Ein rotziger Titel, bei dem man auch gleich mitsingen will und der von tollen Bassläufen begleitet einen guten Hard Rock-Song abgibt. Vor allem das Solo in der Mitte des Tracks hat es mir persönlich angetan.
8/10
"When the eagle screams" beginnt mit einem etwas komisch anmutenden italienischen Gerede, das aber nach einigen wenigen Sekunden wieder in einen Motörhead-typischen Riff übergeht. Thematisch geht es wohl um unser heutiges politisches Umfeld, mit dem wohl die wenigsten Menschen zufrieden sind. "When the eagle screams we die", schon der Text verrät, dass dieser Song nicht unbedingt gute Laune verbreitet. Gleichzeitig wartet er auch mit einer heavy Melodie auf, was ihn auf Anhieb für den Hörer schwer zugänglich macht. Mit mehrmaligem Hören geht der Song zwar eher ins Blut, doch so richtig überzeugt er mich nicht.
6/10
Der nächste Titel auf "Motörizer" ist "Rock out". Ein schneller, hymnischer Party-Track, der einfach auf jeder Motörhead-Platte steht und auch seine Daseins-Berechtigung hat. Auf den Text muss hier nicht unbedingt geachtet werden, denn hier geht es einfach (wie der Titel schon sagt) um den Rock. Nicht mehr und nicht weniger. Die schnellen Riffs verleihen "Rock out" aber einen gewissen Drive, den man nicht leugnen kann.
7/10
"One short life" ist ein getragener Song, der sich vor allem auf den Main-Riff verlässt und Lemmys raue Stimme so richtig durchklingen lässt. Wirkt nach dem rapiden "Rock out" fast schon etwas langweilig, kann aber relativ gut überzeugen. Auch die angezogene Handbremse steht den alten Rockern ganz gut.
7/10
"Buried alive" steigt dann wieder in die Vollen. Die Handbremse wurde ausgerissen und es wird wieder derbe gerockt. Für mich ist dieser Song einer der besten der Platte, denn der Refrain hat sich mir sofort in den Gehörgängen festgesetzt, obwohl man in keinstem Falle von Eingängigkeit oder Ähnlichem reden kann. Mit Sicherheit nicht. Die Drums pfeifen aus den Boxen und Lemmy klingt genau wie noch vor Jahrzehnten auf "Ace of spades" oder "1916". Guter Song!
9/10
"English rose" beginnt mit Lemmy's "Gesang", gänzlich ohne Instrumentierung. Nach einigen Sekunden setzen auch die Instrumente ein und machen aus diesem Song eine richtige Perle. Um wen es sich bei der besungenen englischen Rose handelt, sei dahingestellt. Auf alle Fälle ist dieser Track meiner Meinung nach der beste der gesamten Platte. Dieser Titel atmet noch den Spirit der alten, noch nicht überproduzierten, Blues-Rock-Platten und erinnert an manchen Stellen auch an die ehrwürdigen AC/DC. Riff-mäßig zumindest. Hier muss man die Lautsprecher einfach auf das Maximum stellen...
10/10
Auch mit "Back on the chain" kann das Niveau von "Motörizer" aufrecht erhalten werden, denn auch Track 8 kann, wie schon zuvor das geile "English rose" richtig überzeugen. "Back on the chain" stellt aber eher einen traditionellen Hard-Rocker dar, der Blues-Faktor wurde hier wieder ein wenig zurückgeschraubt. Trotz allem ein toller Song, dessen Chorus wirklich superb geworden ist!
9/10
Weiter geht es mit "Heroes". Ein guter Song, bei dem vor allem der getragene Mittelteil total zu gefallen weiß. Bei den besungenen Helden handelt es sich natürlich um die vortragenden Motörhead, doch wie sollte man ohne einen gewissen Pegel an Selbstbewusstsein drei Dekaden lang so erfolgreich sein. Der Titel ist gut und erinnert mich sehr an die Anfangszeiten der Rocker zurück.
8/10
Dann wird man leider wieder ein wenig in die Realität zurück geholt. Raus aus der verrauchten Billard-Bude, zurück ins langweilige Wohnzimmer. "Time is right" haut mich nicht gerade vom Hocker. Bleibt mir überhaupt nicht im Gedächtnis und ist für mich ein reiner Skip-Song, auch wenn das Gitarren-Riff im Mittelteil ganz gut geworden ist, handelt es sich für mich hierbei um den schwächsten Song des gesamten Albums. Schade eigentlich, denn bis dato haben Motörhead prinzipiell durchweg recht gutes Material auf diese Platte gepackt, aber "Time is right" ist mir persönlich zu langweilig und vorhersehbar.
4/10
Den Abschluss der Platte und gleichzeitigen Rausschmeißer stellt "The thousand names of god" dar. Ein heavy Track, der von getragenen Riffs geleitet wird. Lemmy gibt noch einmal alles und bietet den Fans mit diesem Titel noch einmal einen etwas anderen Song. Auch wenn sich in textlicher bzw. gesanglicher Hinsicht nichts ändert, klingt die Melodie in der Mitte ein wenig nach Axel Rudi Pell und hat etwas Eingängiges an sich. Der Refrain ist nicht unbedingt der Hammer, da er nach Durchhören der gesamten CD schon ein wenig abgestumpft klingt, doch als Schlussteil der Platte, funktioniert "The thousand names of god" relativ gut. Kein Highlight, aber auch nicht schlecht!
6/10
Tja, und das war es dann auch schon wieder. Das 20. Album der ehrwürdigen Motörhead ist durchgehört und übrig bleibt ein wirklich positives Gesamtbild. Natürlich bieten Lemmy und Co. nichts unbedingt Neues, was ab und an vielleicht doch ganz gut tun würde, doch wenigstens Altbekanntes auf hohem Niveau. Bis auf zwei, drei Titel, die mir persönlich nicht unbedingt so gut gefallen (deswegen aber in keinerlei Hinsicht schlecht sind), bietet "Motörizer" gute alte Rock-Kost, die jedem alt eingesessenen Motörhead-Fan sowieso gefällt, doch auch Liebhaber anderer harter Musikstile könnten positiv von dieser CD überrascht werden.
Ob Motörhead neue Fans dazu gewinnen können, bleibt dahin gestellt. Doch darauf legen es diese Typen auch gar nicht mehr an. Sie spielen, was ihnen Spaß macht. Scheißegal, ob es den Fans gefällt oder nicht. Doch eines kann ich mit Sicherheit sagen: Es wird ihen wieder gefallen.
Bleibt nur zu hoffen, dass der Motor in nächster Zukunft nicht allzu schnell ins Stottern gerät...
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hier gehts lang!, 1. September 2008
Auch 2008 zeigen Motörhead noch, wos langgeht!
Von Anfang an geht die Post ab und wird das Tempo hochgehalten. Zwischendurch darfs auch mal etwas ruhiger, sprich bluesiger werden ("One Sort Life"), doch sonst rocken Lemmy und seine Kameraden wie gewohnt drauflos.
"Back On The Chain", "Time Is Right" und "The Thousand Names Of God" sind typische Motörhead-Abgeh-Nummern und in "Rock Out" ('with you cock out') oder in "Buried Alive" geht die Post voll ab.
Wenn dann nach "1000 names of God" das Ende der CD erreicht ist, stellt man erleichtert fest, dass man sich auf Lemmy, Mikkey und Phil halt immer noch verlassen kann!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DIE Rockscheibe, 17. März 2009
Motörizer war zusammen mit dem Best of Album Essential Noize mein erstes
Album der Motörheads und es hat mich sprichwörtlich vom Stuhl gehauen.
Lemmys rockige Stimme ist etwas, wovon andere Rocksänger nur träumen können.
In diesem Sinne, möchte ich die Songs einer Analyse unterziehen:
1.Runaround Man:
Sehr rockig und wohl der beste Einstiegssong, den Motörhead wählen konnte.
Dieser Song ist auch, wie der Name schon sagt, perfekt zum Joggen oder Sprinten.
2.(Teach you how to) Sing the Blues:
Ein herrlich fieser Song, mit herrlich fiesem Text.
3.When the Eagle screams:
Einer der einzigen Songs, der weder richtig rockt, noch einen
sinnvollen Text bietet.
Außerdem ist er auch nicht gerade langlebig, nach dem ersten Höhren
ist die Luft raus.
4.Rock out:
Ein toller Song, der auf einer Live Tour neben Overkill und co.
auch eine Chance haben könnte und bei vollaufgedrehter Anlage die
Nachbarn zum Ausziehen, oder um 4 Uhr Früh, auch zum Totschlag anregen könnte.
Rock Out, Rock Out....................!!!!!!!!!!!
5.One short Life:
Einer der besten Songs auf diser Platte, der herrlich langsame, dahintreibende Klang regt einen schon einmal zum Mitsingen an.
Er unterstreicht vielleicht auch Lemmys Lebensphilosophie.
6.Buried Alive:
Guter Text, geniale Gitarren und Drums, sowie eine unglaubliche Geschwindigkeit.
7.English Rose:
Der beste Song auf dieser Scheibe, Lemmys Reibeisenstimme rockt.
ACHTUNG: English Rose könnte bei hoher Lautstärke zur Schwerhörigkeit
beitragen!!!!!!!!!
8.Bach on the Chain:
Ein relativ guter Song, der jedoch nicht an die Klasse anderen Songs
herankommt.
Trotzdem hat er eine gewisse Langlebigkeit.
9.Heroes:
GENIALER Song, der wunderbar aus der Masse heraussticht und
mit Motörhead- typischem Text zu überzeugen weiß.
10.Time is Right:
Ein eher mittelmäßiger Song, der jedoch eher vom Text lebt, welcher
zeigt, dass Lemmy keine philanthropische Person ist.
11.The thousand Names of God:
Ausgezeichneter Abschlusssong, der zum Besten gehört, was dieses Album zu bieten hat,
FAZIT: Fans der alten Klassiker der Motörheads sollten zuerst einmal probehöhren.
Leute, die bisher mit den Motörheads nichts anfangen konnten, könnten dieses Album sogar richtig gut finden.
Fans, die mit den Motörheads immer zufrieden waren, können auch bei dieser Scheibe getrost zugreifen.
Was meine eigene Meinung betrifft, Motörhead röcks förever!!!!!!!!!!!!!!!
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