Klassikradio auf CD.
Erstaunlich, dass sich solche Kompilationen absetzen lassen, wo man doch Klassikradio hören kann und wahrscheinlich im Netz jedes dieser Stücke bei irgend einem Anbieter kostenlos bekommt.
Aber wenn man die charts anschaut, steht diese Reihe da unter den Top-Favoriten.
Das grosse Gebiet der Klassik auf diese Weise kennen zu lernen, ist völlig in Ordnung. Es sind durch die Bank eingängige Stücke. Das könnte neugierig machen, so unerträglich ist Klassik ja gar nicht, vielleicht wird der ein oder die andere von dieser wunderbaren Musik angesprochen und angeregt, tiefer in dieses riesig grosse Feld einzutauchen.
Bei solchen Kompilationen lernt man neue ensemble und unbekannte Solisten kennen.
Klar, wenn die Spitzenkräfte mit Spitzenaufnahmen hier versammelt wären, müsste dafür ein anderer Preis gezahlt.
Vereinzelt "verirren" sich auch in solche Zusammenstellungen Künstler wie Alfred Brendel.
Überdies heisst, "unbekannt" keinesfalls automatisch schlecht oder auch nur schlechter. Es machen nicht nur die Besten Karriere. Da können sehr verschiedene Gründe ein Rolle spielen. So viele hervorragende Musiker bleiben unentdeckt,weil sie nicht das Glück hatten, Aufnahmen produzieren zu können.
Natürlich findet man zu den meisten Stücken bessere Interpretationen, aber zum Kennenlernen ist dies völlig in Ordnung. Am Beispiel des Mendelssohn-Konzerts. Natürlich gibt es bessere Aufnahme als diejenige mit Laredo, aber für einen Ersteindruck dieses grossartiges Konzerts ist diese Aufnahme sehr Ordnung.
Sollte sich das Interesse an klassischer Musik mittels solcher Medien steigern lassen, ist dies nur zu begrüssen. Wenn einer/eine erst einmal begonnen, sich von dieser Musik fascinieren zu lassen, wird sich immer die entstandene Neugierde zu befriedigen sein.
Als Einstieg durchaus geeignet.