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Mossflower - In den Fängen der Wildkatze. Die Redwall-Saga 02. [Gebundene Ausgabe]

Brian Jacques
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

1. Februar 1998
In Mossflower herrscht große Not, denn das Land befindet sich in den Krallen der machthungrigen Wildkatze Zarina. Doch Zarina hat nicht mit Martin dem Krieger gerechnet, der sich dem Befreiungskampf der friedliebenden Bewohner Mossflowers anschließt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 463 Seiten
  • Verlag: Thienemann (1. Februar 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522171411
  • ISBN-13: 978-3522171410
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15,4 x 5,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 414.535 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Zeitenthobene Abenteuer

Das immerwährende Genre Fantasy

Von «Robinson Crusoe» über «Die Schatzinsel» bis zu «Der Herr der Ringe» – das Abenteuerliche als literarisches Prinzip ist längst zur Klassik erhoben. Als zeitgenössisches Genre in der Kinder- und Jugendliteratur aber fand sich der spannende Überlebenskampf in fernen Zeiten und Welten immer wieder heftiger Kritik ausgesetzt. In Form von Fantasy hat das Abenteuer diese Stürme am besten überstanden, das zeigen drei aktuelle Beispiele von mehrbändigen Werken.

Die Zeiten sind gut für das Abenteuerbuch. Denn Pädagogen und Eltern sind heute schon froh, wenn Heranwachsende überhaupt noch etwas lesen. Und das gute alte Medium Buch hat etwas nicht verlernt, was die vermeintlich zeitgemässere fiktionale Unterhaltung im Cyber-space vergleichsweise mechanisch und unflexibel erscheinen lässt: das Entführen seines Publikums in Welten, die so gross, real beziehungsweise phantastisch sind, wie es das Vorstellungsvermögen nur zulässt. Allerdings ist es in einer Gesellschaft, die im Hinblick auf politische Korrektheit sensibilisiert ist, gar nicht so einfach, klassische Abenteuergeschichten zu schreiben. So ist die einst blühende Kultur des Indianer- oder Seefahrerbuchs längst von der Realität eingeholt. Was heute im Kinder- und Jugendbereich noch funktioniert, sind historische Abenteuergeschichten, welche sich in schützender Nähe des Sachbuchs ansiedeln, und das wohl älteste Genre der Erzählliteratur, die phantastische Geschichte – in ihrer reinsten Form Fantasy genannt.

Sie ist aus dem Mythos geboren, dessen erstes Streben nach Claude Lévi-Strauss dahin zielt, «auf dem kürzesten Weg zu einem allgemeinen Verständnis des Universums zu gelangen». In Fantasy-Büchern werden Welten konstruiert, die in ihrer Komplexität begreifbar sind, die den Kampf zwischen Gut und Böse nachvollziehbar gestalten und im besten Fall auch die Beschränktheit unseres naturwissenschaftlichen Weltbilds erkennen lassen.

Die drei Werke phantastischen Zuschnitts, die hier einer näheren Betrachtung unterzogen werden, sind nicht nur alle aus britischen Federn geflossen, sondern auch «Mehrbänder» oder zumindest auf Fortsetzung angelegte Geschichten. Bei allen Unterschieden lassen sie Gemeinsamkeiten erkennen, die genretypisch sind. So etwa das kämpferische, vielfach sogar kriegerische Moment, das dem Abenteuerbuch eingeschrieben ist. Es impliziert aus historischen, theologischen und psychologischen Gründen, dass weibliche Figuren nur schwer einen gleichberechtigten Status erreichen – selbst in den imaginären Welten des Phantastischen.

Der einfache Weg

Die einfachste Form, Phantastisches in eine realistische Erzählung einbrechen zu lassen, ist die anthropomorphisierte Tiergeschichte. Wenn Tiere wie Menschen agieren, treten sofort gewisse Bedingungen des Realismus ausser Kraft, und etwaige Fragen im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit des Geschilderten verstummen. Ganz auf diese Schiene setzt der Engländer Brian Jacques mit seinen «Redwall» -Bänden. Die «Saga» spielt in einer mit mittelalterlichen Motiven versehenen Abtei, die von Mäusen bewohnt wird. Diese haben nicht nur regen Kontakt mit den (ebenfalls vermenschlichten) Waldbewohnern der Gegend, sondern sie werden im ersten Band von einer mörderischen Horde widerlichster Ratten unter der Anführerschaft von «Cluny der Geissel» angegriffen und bedroht. Die dem Frieden und der Wohlfahrt verpflichteten Mäuse sind gezwungen, sich mit Waffengewalt zu verteidigen. Das grämt zwar den gerechten Abt, es freut aber den jungen Heisssporn Matthias, der unbedingt die Nachfolge des Klostergründers «Martin des Kriegers» antreten will.

Und so nimmt das Schicksal in Form endloser neuer Abenteuer seinen Lauf. Das Prinzip ist einfach, bricht der Autor doch ein Kapitel immer dann ab, wenn sich Spannendes ankündigt, um seine Erzählung an einem anderen Schauplatz fortzusetzen. So können wir beim Lesen beide Seiten, Gut und Böse, beobachten, wir haben Kenntnis von Plänen und Gefahren, bevor diese von den Antagonisten wahrgenommen werden. Auf der offiziellen Internet-Homepage, die auf Grund des Erfolgs von «Redwall» im angelsächsischen Raum (es sind dort schon mehr als ein Dutzend Bände erschienen) längst existiert, gibt Brian Jacques Auskunft darüber, weshalb er sich für Mäuse als Protagonisten entschieden hat: «Mice are my heroes because, like children, mice are little and have to learn to be courageous and use their wits.» So simpel wie diese Erklärung ist auch die Moral seiner Geschichten. Doch das triviale Schema, welches mit dem Gegensatzpaar Krieg und häusliches Idyll arbeitet, funktioniert, auch wenn es aus aufgeklärter Sicht veraltet und überholt erscheinen mag.

Im Zauber-Internat

Wieviel anregendere Aufregung bietet im Vergleich dazu der Erstling der Schottin Joanne K. Rowling . Innerhalb einer rudimentären, fast comicartigen, aber durchaus realistischen Rahmenhandlung entwickelt sie eine Idee, die im besten Sinne phantastisch ist: «Harry Potter und der Stein der Weisen» ist nämlich in einer Zwischenwelt angesiedelt, einer Art Falte im Universum, wo Zauberer leben, ja eine regelrechte Zauberer-Gesellschaft. Diese besitzt gerade genug Menschliches, um ihre Besonderheiten effektvoll zur Geltung zu bringen.

Harry Potter ist in der Welt der Zauberer ein echter Held, eine Berühmtheit. Als Baby hat er einst das Zauberreich vor seiner Unterwerfung unter die Schwarze Magie gerettet. Davon weiss das drangsalierte Stiefkind Harry, das bei seinen Verwandten lebt, vorerst aber nichts. Bis an seinem elften Geburtstag ein seltsamer Brief eintrifft – und ihn als Auserwählten nach Hogwarts einberuft, in die höhere Zaubererschule nämlich. Diese entpuppt sich schnell als ein strenges Internat klassischen, englischen Zuschnitts, doch für Harry, der jahrelang unter den grössten Schikanen gelebt hat, ist es sein erstes sicheres Zuhause. Zudem wird in Hogwarts – erlaubter- und unerlaubterweise – heftig und lustvoll mit dem Zauberstab gefackelt. Als sich das Zauberreich schliesslich erneut von finsteren Mächten bedroht sieht, gibt das Harry die Möglichkeit zu beweisen, dass er nicht umsonst eine Berühmtheit ist.

In «Harry Potter» versucht die Autorin kein visionäres Gesellschaftsbild, sie nimmt im Gegenteil auch sehr rigide Formen des englischen Schullebens kritiklos in die Zauberwelt hinein. Es ist der pure Spass am Ausdenken einer völlig anderen Welt, der sie antreibt. Und das überträgt sich auch beim Lesen – konservative Grundhaltung hin oder her.

Fantasy ohne festen Boden

Praktisch ohne den festen Boden einer bestehenden Welt- und Gesellschaftsordnung arbeitet der Engländer Philipp Pullman in seiner Fantasy-Trilogie, die im englischen Original den bedrohlichen Übertitel «His dark Materials» trägt. Die beiden bisher in deutscher Übersetzung erschienenen Bände sind zwar mit im angelsächsischen Raum beliebten goldglänzenden Lettern verziert, mit «Der goldene Kompass» und «Das magische Messer» aber setzt der deutsche Verlag mehr auf prosaische Einzeltitel. Gerade im zweiten Band benutzt Pullman Bilder, die an die Welt der neuen Medien erinnern – ohne an deren Formrestriktion zu leiden. Es ist kein Gegenbild zur realen Welt, sondern ein vollkommen neues Universum, in welchem die Frage nach dem Sinn des Lebens anders gestellt wird. Dass der Autor sich dennoch an bestehenden religiösen, sprich mythischen, sowie philosophischen, sprich politischen, Konzeptionen orientiert (auch was das Geschlechterverhältnis betrifft), versteht sich von selbst.

Hauptfigur des ersten Bandes ist das elfjährige Mädchen Lyra, das als Waise im «Jordan College» in Oxford aufwächst. Auf den ersten Blick wirkt ihre Welt wie die unsere im 19. Jahrhundert, doch das erweist sich schon bald als Trugbild: Alle Menschen in Lyras Welt werden nämlich von einem Tier-Dämon begleitet, der so etwas wie ihre materialisierte Seele, ihr Bewusstsein ist, mit dem sie reden können wie mit einem Freund. Dass diese Dämonen bei Kindern ihre Gestalt verändern, also zu jedem beliebigen Tier werden können, ist ein Punkt, der in beiden Bänden zum Zentrum existentieller und wissenschaftlicher Fragen wird. Lyra ist umgeben von seltsamen Wesen, von Hexen, Panzerbären, Geistern usw., die alle in ein grosses Machtspiel um die Vorherrschaft im Universum verwickelt werden. Ob es ein Kampf für das Gute ist, bleibt offen. Ihre naive Unverdorbenheit, gepaart mit einer Art telekinetischer Begabung (die ihr den Gebrauch eines Wahrheitsgerätes ermöglicht), macht Lyra zu einem wichtigen Werkzeug in diesem Kampf der höheren Mächte – der sich im hohen Norden bei Eis und Schnee abspielt.

Fenster zu neuen Welten

Am Ende des ersten Bandes kann Lyra zwar viel Schlimmes verhindern, gegen den Wissens- bzw. Machthunger der Forscher aber nicht wirklich etwas ausrichten. – Das, was im Band «Der goldene Kompass» als Möglichkeit im Raum steht, findet sich in der Fortsetzung verwirklicht: Es werden Übergänge zu anderen Welten geschaffen. Als zweiter Protagonist stösst ein Knabe aus dem England der heutigen Zeit zu Lyra. Der Zufall, d. h. eine Art Vorsehung, hat ihn ein Fenster zu einer anderen Welt finden lassen. Eigentlich sucht er nur seinen Vater, der kurz nach seiner Geburt bei einer Expedition im hohen Norden verschwunden ist. Als der Junge aber – von unsichtbaren Mächten – zum Träger eines magischen Messers erkoren wird, erweist es sich bald, dass er und Lyra eine gemeinsame Mission haben.

Pullman bietet den Leserinnen und Lesern mit seiner Trilogie, was uns die neuen Medien schon so lange Zeit versprechen, ohne es einzulösen: das Wandeln in einem Universum, in dem sich mit einem Schnitt bzw. Klick Fenster zu verschiedensten neuen Welten öffnen lassen, deren kreative Komplexität unser Wissen über die eigene Welt herausfordert. Und das ist doch einiges.

Gerda Wurzenberger

Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Aus dem Englischen von Klaus Fritz. Carlsen, Hamburg 1998. 336 S., Fr 24.–. -- Neue Zürcher Zeitung

Über den Autor

Brian Jacques wuchs im nordenglischen Liverpool auf, wo er auch heute noch lebt. Seine eigene Biografie ist den Geschichten, die er schreibt, gar nicht so unähnlich. Mit fünfzehn ging er zur See, nach seiner Rückkehr arbeitete er als Dockarbeiter, Brummifahrer, Polizist und Animateur. Mit all diesen Erlebnissen im Kopf begann er Kinderbücher zu schreiben, und zwar solche, wie er selbst sie als Kind gern gelesen hätte. Offenbar hat sich da bei heutigen Kindern und Jugendlichen nichts geändert: Über zwei Millionen Exemplare seiner zehnbändigen preisgekrönten REDWALL-Saga sind inzwischen in England, Australien, den USA, den Niederlande, Italien und Dänemark verkauft worden, die Bücher haben Kultstatus erreicht und Brian Jacques kann sich vor Fan-Post kaum retten.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besuch in einer anderen Welt 28. Februar 2003
Von Ein Kunde
Hätte mir jemand erzählt, ich würde meinem Sohn ein Buch über kämpfende Mäuse vorlesen - ich hätte es nicht geglaubt. Der Autor hat eine Welt aufgebaut in der alle Charaktäre vorhanden sind: Die Guten, die Bösen, die Schwachen, die Starken. Jede Tierart steht für so einen Charakterzug. In Mossflower sind es böse Wiesel und Hermeline. Doch verleiht Brian Jacques jedem einzeln Tier eine Persönlichkeit und dadurch kann man sich mit dieser Welt so gut identifizieren. In Mossflower sind die Maulwürfe mit ihrer eigentümlichen Ausprache meine besonderen Lieblinge! Doch mein Sohn kämpft jeden Abend an der Seite von Martin dem Krieger. Aber die kämpferische Eichhörnchendame, oder der König der Diebe Gonff wachsen einem ungewollt ans Herz.
Was mir leider gar nicht gefällt ist, dass die Taschenbuchausgabe die Bücher zerreißt (Mossflower besteht im TB aus 3 Teilen)
so dass man leicht den Überblick verliert. Wir werden sicherlich alle Bücher der Redwall Saga lesen. Das größte Kompliment an diese Bücher ist für mich, dass mein lesefauler Sohn mir das Buch nach dem Vorlesen aus der Hand reißt und sagt:"Das ist sooo spannend, ich lese noch ein Stück alleine."
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das beste 27. Juli 2001
Von Ein Kunde
Eichhörnchen und Otter, Igel und Mäuse, Maulwürfe vom kleinsten Kind bis zum Greise sind heute vereint in fröhlicher Runde an festlicher Tafel zur Mittagsstunde, doch eh nun das Essen und Trinken beginnt, kehrt in euch erkennet wie glücklich wir sind. Die Früchte aus Wald und vom Feld sehn wir hier oh, Frühling wir danken dir herzlich dafür. (Tischgebet von Gonff, dem König der Mäusediebe)

Ich kenne dieses Buch schon auswendig (Ich hab's ja erst dreiunzwanzig mal gelesen) aber lesen tu ich's immer wieder gerne. Brian Jacques stellt sich übrigens selbst mit dem liebenswerten, balladensingenden, netten König der Mäusediebe, Gonff, dar.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es hat meiner ganzen Familie gefallen. 31. Mai 2000
Von Ein Kunde
Ich finde dieses Buch sehr gut. Es würde sicher auch erwachsenen gut gefallen weil es sehr spannend und fesselnd ist. Das beste an diesem Buch ist wie die kleinen (schwachen) sich gegen die großen Truppen der Königin Zarina wehren wie sie immer wieder flüchten und wie sie immer wieder ein teil der feindlichen Truppen eliminieren. Meine Mutter, meine Lehrerin,mein Lehrer und meine Tante hat das Buch genau so gut gefallen wie mir.Und deshalb kann ich das Buch nur weiter Entfehlen.
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