Das sehr selten im TV gezeigte und in den deutschen Kinos unverständlicherweise nach wenigen Wochen abgesetzte Meisterwerk des australischen Kultregisseurs Peter Weir (Der einzige Zeuge, Truman Show). Harrison Ford dominiert in diesem Film als pathetisch ökophilosophisch träumender Aussteiger und durchgeknallter, aber liebevoller Familienvater Handlung und Geschehen. Die Inhaltsangabe liest sich auf entsprechenden cineastischen Links besser und umfangreicher.
Großartig und ergreifend sind aber vor allem die darstellerischen Leistungen des 15-jährigen River Phoenix (1970-1993), der in seiner Filmrolle als ältester Sohn und zugleich Bindeglied der wankenden elterlichen Ehe fungiert. Diese Rolle umfasst unzählige gegensätzlichen Gefühlsinterpretationen, teils verzweifelte Regungen und Ängste, die sich nur in Blicken, Gesten und körperlicher Darstellung erzeugen lassen. Sensationell überzeugend und auf untypisch hohem Niveau für einen 15-jährigen gespielt.
River Phoenix hat in diesem Film zum ersten Mal, und damit wegbereitend für die weitere Karriere sein überdurchschnittliches Schauspiel-Talent und seine begnadete Begabung, Rollen zu leben, bewiesen.
Man fragt sich mit Wehmut was aus diesem jungen Darsteller hätte werden können......