Mit "Moskau meine Liebe" (btb 72850 - Erstauflage 1989) wurde ein älterer Bella Block-Roman wieder aufgelegt. Bella Block, Hamburger Detektivin, fährt in den letzten Tagen des Sowjetimperiums nach Moskau, um auf den Spuren ihres Großvaters zu wandeln. Doch bei diesem Ausflug wird eine junge Russin in einer Bar - offenbar mit Gift - ermordet. Ganz Detektivin bringt sie die Handtasche der Toten an sich und benetzt ihren Schal mit dem Rest der Getränkes, das die Tote zu sich genommen hatte. Bald trafen drei Milizionäre ein, zwei in Uniform, einer in Zivil. Dieser war so schön, daß Bella Block die Knie weich wurden, da er ganz ihrem vom Aussehen ihres Großvaters geprägten Ideal eines Russen entsprach. Die Miliz zeigte sich an einer Aufklärung des Mordes völlig desinteressiert, doch Bella Block war nichtsdestoweniger von Alexander, so hieß er, fasziniert. Doch die Miliz war nicht nur an der Aufklärung dieses Mordes nicht interessiert, sondern auch an einer ganzen Reihe ähnlicher Fälle. Zwei Monate später kehrt sie nach Moskau zurück - wissend wer die Tote war und an was sie gestorben ist. Ist ihr Motiv, Alexander zu sehen, oder zur Aufklärung der Mordserie beizutragen? Jedenfalls lernt sie bei diesem Trip die Schattenseiten eines untergehenden Regimes kennen. In der Folge lernt sie die wahre Natur Alexanders kennen und wie der Fall/die Fälle zu einem Ende (?) kommen. Alles in allem mehr ein etwas eigenartiger Liebes- und weniger ein traditioneller Kriminalroman. Jedenfalls ganz anders als Bella Block in ihrer Fernsehserie auftritt.