Eine gute Karte ist das A und O einer gelungenen Fahrradtour. Sie sollte sehr kompakt und vor allem richtungsgleich in einzelne Abschnitte unterteilt sein. Das ist wichtig, um nicht auf jeder Seite neu überlegen zu müssen, ob nun von links oben nach rechts unten oder von rechts oben nach links unten gefahren werden muss. Außerdem zeichnet sie sich durch einen sinnvollen Maßstab aus, der Streckenabschnitte überschaubar und übersichtlich darstellt und die Geländegegebenheiten deutlich hervorhebt.
In der Karte sind eindeutig und vorrangig Strecken gekennzeichnet, die sich ideal für das Fahrradfahren eignen, also flach, verkehrsarm und landschaftlich reizvoll sind. Besonderheiten wie attraktive Rastorte, Sehenswürdigkeiten, Verpflegungsstationen und Übernachtungsplätze sollten klar erkennbar hervorgehoben sein.
Daneben braucht es auch Angaben verschiedener Streckenführungen oder alternativer Fahrmöglichkeiten. Besonders wichtig ist auch die klar erkennbare Anschlussorientierung einzelner Kartenabschnitte, damit man stets auf einen Blick erkennt, wo ein begonnener Weg auf einer neuen Seite weitergeführt wird und in welche Richtung eine Route sich fortsetzt.
Wenn dann noch ein paar informative Zeilen zu den am Weg liegenden Ortschaften, Städten, Sehenswürdigkeiten und weiteren Freizeitmöglichkeiten abgedruckt, ein paar Hinweise zu Unterkünften, Reparaturwerkstätten oder Touristikgeschäftsstellen angegeben sind, kann man mit so einer Karte schon sehr zufrieden sein.
Ist dieses Orientierungsmittel schließlich noch stabil, wasserresistent, knickfähig und -fest, ist das Optimum letztlich erreicht. Bei den quadratischen „Spiralos" - in diesem Fall die Ausgabe „Mosel-Radweg" - der Bielefelder Verlagsanstalt ist genau diese „eierlegende Wollmilchsau" geglückt. Wer sich damit verfährt, ist selbst verfahren ...! © 6/2004 Uli Geißler, Freier Journalist und leidenschaftlicher Radtourer, Fürth/Bay.