Da ist Keith Emerson, glaube ich, ein Stück Virtuosität abhanden gekommen. Sicher - er beherrscht die Tasten, egal ob Synthi, E-Piano oder anderem elektronischen Gerät. Aber man muss sich einhören - das ist nur zeitweise der Sound von ELP. Und soll es das überhaupt sein? Ich finde den Auftritt etwas zu aggressiv. Stellt man diese Art der ELP-Stücke dem wesentlich feinfühligeren Interpretationen von Greg Lake gegenüber, ist es einfach nur heavy. Aber die Stücke sind unvergleichlich. Gibt es irgendwo eine Band, die nur halbwegs solche Kompositionen und die entsprechenden Interpretationen auf die Beine stellen kann? NEIN. Daher: Ich werde die CD immer wieder hören - und dann irgendwann das Besondere entdecken, Keith emerson eben.