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Moscoviada: Roman Gebundene Ausgabe – 14. August 2006


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 222 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (14. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518418262
  • ISBN-13: 978-3518418260
  • Originaltitel: Moskoviada
  • Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 2,5 x 20,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 304.887 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Dantes Inferno lässt grüßen! Was der 46-jährige ukrainische Lyrikdebütant Juri Andruchowytsch hier veranstaltet, ist nichts weniger als der ungeheuer poesievolle und delirierend LSD-mäßige Versuch eines Schwanengesangs auf das dahinsiechende Sowjetreich. Inmitten von Moskau, diesem „fauligen Herzen des halbtoten Imperiums“, liegt das Studentenwohnheim des renommierten Gorki-Literaturinstituts, eisgraues Herzstück und trübe Heimstatt in Andruchowytschs furioser Groteske der toten Seelen.

Im Jahre des Herrn 1991 beherbergt diese sperma-, blut- und wodkatriefende Plattenbauwohnhölle eine regelrechte Armada an aufstrebenden jungen Dichtern aus sämtlichen russischen Provinzen. Dichterwracks wäre der angemessenere Ausdruck, werden die meisten doch lediglich von Suff und Sex mit Kommilitoninnen in den Duschräumen halbwegs am Leben gehalten, wie der Vorortbericht des ukrainischen Literaturstipendiaten Otto von F. drastisch bezeugt! WARNUNG: Wer nach dieser Einleitung lediglich eine traurig triefende Sowjet-Untergangselegie erwartet, verpasst ein kleines Meisterwerk, wie Stanislaw Lem schon anmerkte. Otto von F’s nächtlicher Abstieg ins stinkende Gedärm der Stadt kommt als orgiastisch grelle Burleske daher. Poe, Gogol & Co., Russenpop und Fantasy sind in Andruchowytschs literarischem Reisegepäck stets präsent.

Das Otto’sche Schleudertrauma in die Katakomben des ehemaligen kommunistischen Gespensterreichs aus Geheimdiensten, Verschwörung und Konspiration, erschien erstmalig im Jahr 1993 und ist von beinahe erschreckender Aktualität. Auf seiner schlingernden Identitätssuche im bröckelnden Sowjetreich durchwatet der Literaturstudent eine desillusionierte Moskauer Unterwelt im Dauerdelirium, gesäumt von Dichterbirnen, deren von gepanschtem Wodka oder Arzneispiritus vernebelte Hirnwindungen nur noch Gaga-Lyrik produzieren.

Ein postkommunistisches Absurdistan als Hort der Selbstverlorenheit, in dem sich auch die Sorge des Autors herauslesen lässt, in Zeiten moralischer Verwilderung und Desorientierung könne der Ruf nach dem einst so starken, alles einenden Moskau wieder übermächtig werden. Ein wilder und wortmächtiger Nach- und Weckruf! -- und ein dickes Extralob der kongenialen Übersetzung aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr. --Ravi Unger

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, dem früheren galizischen Stanislau, studierte Journalistik und begann als Lyriker. Exotische Vögel und Pflanzen (1991; mit einem Zusatz "Indien" 1997). Dt. u.d.T. Spurensuche im Juli. Reichelsheim 1995. Übersetzungen aus dem Russischen, Polnischen, Englischen und Deutschen. 1985 Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu (Burlesk-Balagan-Buffonada). Mit seinen drei Romanen Rekreacij (1992), Moskoviada (1993), Perverzija (1999), die ins Polnische und Russische übersetzte wurden, ist er unfreiwillig zum Klassiker der ukrainischen Gegenwartsliteratur geworden. 2000 erschien in Polen Mein Europa (mit Andrzej Stasiuk), Ergebnis einer gemeinsamen Reise durch den unbekannten europäischen Osten. Die deutsche Übersetzung erschien im Mai 2004 in der edition suhrkamp.

Andruchowytsch wurde mit dem Sonderpreis des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises 2005 der Stadt Osnabrück ausgezeichnet. Der Schriftsteller vermittle mit seinen brillanten Essays einen wichtigen Beitrag zur Entdeckung einer nahezu unbekannten Region im erweiterten Europa, hieß es in der Begründung.

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Völkerverständigung 2006  wurde Juri Andruchowytsch im März 2006 anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse verliehen.

Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, dem früheren galizischen Stanislau, studierte Journalistik und begann als Lyriker. Exotische Vögel und Pflanzen (1991; mit einem Zusatz "Indien" 1997). Dt. u.d.T. Spurensuche im Juli. Reichelsheim 1995. Übersetzungen aus dem Russischen, Polnischen, Englischen und Deutschen. 1985 Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu (Burlesk-Balagan-Buffonada). Mit seinen drei Romanen Rekreacij (1992), Moskoviada (1993), Perverzija (1999), die ins Polnische und Russische übersetzte wurden, ist er unfreiwillig zum Klassiker der ukrainischen Gegenwartsliteratur geworden. 2000 erschien in Polen Mein Europa (mit Andrzej Stasiuk), Ergebnis einer gemeinsamen Reise durch den unbekannten europäischen Osten. Die deutsche Übersetzung erschien im Mai 2004 in der edition suhrkamp.

Andruchowytsch wurde mit dem Sonderpreis des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises 2005 der Stadt Osnabrück ausgezeichnet. Der Schriftsteller vermittle mit seinen brillanten Essays einen wichtigen Beitrag zur Entdeckung einer nahezu unbekannten Region im erweiterten Europa, hieß es in der Begründung.

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Völkerverständigung 2006  wurde Juri Andruchowytsch im März 2006 anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse verliehen.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von shadowsix am 30. November 2006
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
"Der Untergang des sowjetischen Imperiums und seine Folgen für alkoholkranke Literaturstudenten". Es gibt Schriftsteller, die zu einem eigentlich langweiligem Thema einen bunten bebilderten Strauß eigener Erfahrung in Form eines ätzenden Konzentrats abliefern können. Einen wundervoll surrealen Reigen des Untergangs. Erstaunte halbgebildete Westeurpäer nehmen in dem Buch eine weitgehend vergessene Tatsache zur Kenntnis. Die ehemalige Sowjetunion war ein Vielvölkerstaat mit reichlich Reibungsfläche.Anfangs noch recht handfest und nachvollziehbar, driftet das Buch zur Mitte in einen dunklen, ebenso lächerlichen wie bedrohlichen russischen Höllenkreis ab, den ein Burroughs auf Chrystal nicht fetter und kränker hätte beschreiben können. Es gibt recht früh im Buch einen Punkt, wo man die Handlung einfach als gottgegeben annimmt und keine Anstrengungen mehr unternimmt zu unterscheiden, was nun die Realität ist und was nicht.Die Handlung eskaliert in einer feinen Mischung aus slwaschischer Melancholie, bitterbösem Zynismus und höllischen Halluzinationen und Flashbacks. Ich kenne das Buch zwar nicht im Original, habe aber den Verdacht die Übersetzung ist sehr gut gelungen und der Genuß des Buches auch einen guten Teil auf das sensible und sprachbegabte Händchen der Übersetzerin zurückzuführen. Ein tolles Buch, ein kreatives Buch und ein Muß für jeden der sich mit Sprache auseinandersetzt.
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