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Mort. Der Scheibenwelt-Comic [Gebundene Ausgabe]

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 96 Seiten
  • Verlag: Goldmann (1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442545234
  • ISBN-13: 978-3442545230
  • Größe und/oder Gewicht: 28,7 x 21,5 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.030.500 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Terry Pratchett, geboren 1948, verkaufte seine erste Geschichte im zarten Alter von dreizehn Jahren und ist heute einer der erfolgreichsten Autoren überhaupt. Neben Douglas Adams und Tom Sharpe gilt er als Großbritanniens scharfsinnigster und pointensicherster Komik-Spezialist. Er lebt mit seiner Frau Lyn und seiner Tochter Rhianna in Wiltshire.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lieblos? 12. Juni 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Um eines gleich vorauszuschicken- man muss das Originalbuch gut kennen, um diesen Comic zu verstehen. Die Texte sind praktisch minimalst, und teils notwendige Erklärungen oder Überleitungen gibt es nicht. Die Bilder sind bstimmt für Comicfans ansprechend, aber dem Buch werden sie meiner Ansicht nach nicht gerecht, die Charaktere werden nicht so gezeichnet, wie man sie sich nach PTerrys Beschreibung vorstellt, eher wie ein Manga (wobei ich von diesem Thema nicht viel Ahnung habe, eben viele zusammengebissene Zähne und close- ups auf die Gesichter).
Tod sieht immer stinksauer und böse aus, und alle Fans wissen, dass das nicht hinkommt. Mort erinnert irgendwie an Prinz Eisenherz, warum auch immer. Und sogar Binky erinnert mehr an ein Höllenross als an Tod's treuen, irdischen (und doch unirdischen) Gefährten.
Der Comic mag sich ja irgendwie an die Buchvorlage halten, aber es wirkt, als habe der Illustrator Graham Higgins jene nicht verstanden.
Alles in allem finde ich diesen Comic wirklich wenig empfehlenswert und allerhöchstens sinnvoll zur Komplettierung einer Sammlung- das Lesen kann man sich eigentlich klemmen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Detailverliebte Huldigung 7. Januar 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Graham Higgins hat das ständige Auf und Ab der Stimmungen in Pratchetts Text gekonnt eingefangen. Eine kalte Nacht an der Seite einer nicht recht toten Prinzessin, ein warmer Snack im Gewimmel von Ankh-Morpork, ein Flug unter den Sternen auf Binkys Rücken... Bereits beim ersten Durchsehen besticht der Comic durch seine Farben: den Kontrast zwischen Morts braun-oranger Herkunft und der schwarz-weissen Umgebung in seinem neuem Zuhause; die giftgrünen Amüsierversuche seines Lehrherrn; dunkelgelbe Zaubermäntel; hellgelb und pink für die mit ewigem Teenagerdasein geschlagene Ysabell.

Wie bei jeder Comic-Bearbeitung notwendig, ist der Text zusammengekürzt worden - erzählt wird parallel in den Bildern. Aber wie!

Was diesen Comic besonders empfehlenswert macht, ist der Sinn des Zeichners für Details. Wer entdeckt den Barbaren, der mit abgespreiztem kleinen Finger trinkt? Was verbirgt sich in den süßen Äpfeln am Stiel? Wo ist der Zauberer mit Knoten im Bart? Worin sammelt man im Hause des Todes die benötigten Stundengläser ein? Was gibt es im Schlafgemach einer Prinzessin für ein Pferd zu naschen? Welchem Aasfresser gleicht Alberts Schatten?

Mort, den der Tod genau wie im Roman zu seinem Leidwesen stets "Junge" nennt, verwandelt sich allmählich vom struppigen Jüngelchen in einen Mann - mit einer auffallend knochigen Übergangsphase, in der er die Arbeit wohl zu ernst nimmt. Dass er durch seinen ersten Job unwiderruflich gezeichnet ist, verrät auch die Wahl seiner Kleidung auf den letzten Seiten.

Noch ein letzer Hinweis für diejenigen, die wie ich diese Comicfassung langsam und wiederholt genießen möchten:
Das Skelett-Motiv hat Higgins längst nicht nur dort eingesetzt, wo es offensichtlich hin gehört - in der Figur des Todes mit seinem ausdrucksvollen Minenspiel und in seiner persönlichen Innenarchitektur. Wer genau hinsieht, entdeckt seinen allgegenwärtigen melancholischen Schädel auch am Himmel zwischen Morts heimatlichen Bergen, in der Zentralperspektive seiner Gartenanlage, im Schriftzug eines sich entzündenden Streichholzes und über den Bänken einer erwartungsvollen Hochzeitsgesellschaft.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr schräg - und eindeutig Geschmacksache! 9. April 2010
Von Stefan Erlemann HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In gewaltigen Regalen stehen Tausende Sanduhren. In ihnen rinnt das Leben der Scheibenweltbewohner dem persönlichen Ende entgegen. Nur TOD weiß, wann er mit welchem Glas auf die Reise gehen muss, um eine Seele auf ihrem letzten Weg zu geleiten.
Derweil macht sich der Vater von Mort Gedanken über die Zukunft seines Sohnes. Er scheint zu nichts zu gebrauchen zu sein. Also geht er mit ihm zum Gewerbemarkt. Dort werden Lehrlinge gesucht. Hier wird auch Mort eine anständige Ausbildung bekommen, hofft sein Vater. Doch niemand will Mort. Alle bekommen an diesem Tag eine Arbeit angeboten, nur Mort nicht. Doch beim letzten Glockenschlag, der den Gewerbemarkt beendet, erscheint TOD und nimmt Mort mit. Der Junge soll sein Lehrling sein.
TOD nimmt Urlaub und lässt Mort seinen Job erledigen. TOD will endlich Spaß haben und nimmt einen Job in einer miesen Kantine an.
Mort hat leider keine Erfahrung mit dem Heimführen der Seelen Verstorbener, aber alles ergibt sich wie von selbst. Die Todgeweihten scheinen nur auf ihn gewartet zu haben. Doch dann soll er eine junge hübsche Prinzessin "mitnehmen". Aus "Versehen" nimmt er aber dem Attentäter das Leben - wenn das keinen Ärger gibt. Er hat die Geschichte der Scheibenwelt verändert, doch traut er sich nicht, TOD etwas davon zu sagen. Das Unheil nimmt seinen Lauf.
Die Prinzessin erlebt derweil Seltsames: Niemand scheint sie zu sehen. Sie ist Luft für die anderen.
Ein einziger Sterblicher wurde von Mort verschont und alle Dinge beginnen sich unaufhaltsam zu verändern.
Die Zauberer müssen TOD beschwören, denn nur er kann noch helfen. Das wird brenzlig für Mort! Einzig die Tochter von TOD (adoptiert natürlich) kann Mort retten.

Nach vielen Romanen und zwei Computerspielen wagte sich Terry Pratchett 1994 an ein neues Genre: den Comic. Seine gewohnt ironisch bis sarkastischen Texte werden von Graham Higgins illustriert.
Entsprechend dem Thema sind die Bilder bisweilen düster und unheildräuend. Der Humor des Textes findet sich in den Bildern selten. Sie vermitteln eher eine morbide und endzeitliche Stimmung.
Diese vermeintliche Diskrepanz ist das Interessante an diesem Comic. Zweifellos geplant und geschickt umgesetzt ist es eine Metapher für die Gegensätze, die diesen Comic zu charakterisieren versucht: den Tod und das Leben, das Sterben und die Liebe, den ätzenden Sarkasmus von TOD und den menschlichen Humor von Mort.

Doch mit den Romanen Pratchetts sollte man diesen Comic nicht vergleichen. Sie haben wenig gemein, sind auf ihr jeweiliges Klientel zugeschnitten. Der langsame und ruhige Aufbau eines Buches ist hier den hektischen, stakkatohaften Akzenten eines Comics gewichen.

Doch leider bleibt ein Hauptkritikpunkt bestehen: die Bilder sind recht hässlich. Die Personen sind irgendwie perspektivisch nicht korrekt dargestellt, Landschaften, Einzelheiten und Gesichtszüge sind meist leicht verfremdet. Schade, denn ein wenig mehr Liebe zum Detail und ein kleines bisschen mehr Charme hätte den Bildern und der Geschichte gut getan. Das kostet den vierten Wertungspunkt. Eine Empfehlung ist dieser Comic dennoch wert - er ist schräg und originell!

Stefan Erlemann
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