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Morgenwelt. Roman.
 
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Morgenwelt. Roman. [Gebundene Ausgabe]

John Brunner
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 857 Seiten
  • Verlag: Heyne (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453161823
  • ISBN-13: 978-3453161825
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 12,4 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 681.001 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Stand on Zanzibar heißt dieser Roman im Original, und spielt damit auf die Anzahl der Menschen an, die auf den wenigen Quadratmeilen der kleinen Insel Sansibar stehen könnten, würde man sie dicht gedrängt nebeneinander packen. Am Anfang des Buches passt noch die gesamte Menschheit darauf, in der Mitte stehen die ersten Menschen bereits bis zu den Knöcheln im Wasser, am Schluss immerhin bis über die Knie.

Damit ist eines der Hauptthemen von Morgenwelt vorweggenommen: der scheinbar unaufhaltsame Wachstum der Menschheit, gemeinhin auch "Überbevölkerung" genannt. Doch Brunner verortet seine bedrohlichen Menschenmasse nicht in Afrika oder Asien, sondern im heimatlichen Nordamerika, wo das Leben -- beispielsweise unter dem künstlichen Himmel von Manhatten -- unerträglich geworden ist. Nur noch ein kleine Elite kann es sich erlauben, die Segnungen der modernen Technik zu genießen. Der Rest konsumiert Werbung und drittklassige Produkte aus der Retorte; und hofft darauf, die genetischen Voraussetzungen zu besitzen, um zumindest ein Kind zeugen zu dürfen.

Nicht nur Brunners Weltsicht ist radikal, auch seine Erzählweise ist mehr als ungewöhnlich. Neben den ineinander verschachtelten Handlungssträngen stehen Werbeeinblendungen, Zitate aus Zeitungen und Momentaufnahmen zufällig herausgegriffener Personen. Was im ersten Augenblick fast ohne Zusammenhang scheint, wächst Seite um Seite zu einer Gesamtschau der Menschheit im 21. Jahrhundert. Dabei bleibt die Handlung mit all ihren Details durchgehend spannend.

Den Begriff "Meisterwerk" sollte man sparsam verwenden. Morgenwelt aus dem Jahr 1968 hat diese Bezeichnung sicher verdient und gehört zusammen mit dem Roman Schafe blicken auf, den Brunner vier Jahre später geschrieben hat, zu den beeindruckendsten Büchern, die die Gattung Science Fiction hervorgebracht hat -- zeitlos und seiner Zeit voraus. --Felix Darwin

Kurzbeschreibung

Das Porträt unserer Welt im 21. Jahrhundert. Facettenartig spiegelt dieser Roman die Zukunft wieder.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Mit diesem Buch hat sich Brunner seine wachsenden Sorgen angesichts der globalen Verhältnisse und vor allem auch der Bevölkerungsentwicklung, wie sie sich ihm Mitte der sechziger Jahre darboten, von der Seele geschrieben. Der Roman ist unverkennbar ein Kind der New Wave, die sich damals nicht nur thematisch, sondern auch stilistisch neue Bereiche erschloss. Fragmentierung und Zersplitterung des Textes durch Nebenhandlungen, Einsprengsel und Kurzkapitel zeichnen ein detailfreudiges Bild einer hektischen, ungemütlichen Welt mit ihren "rassenhygienischen" Gesetzen.
„Stand On Zanzibar" wirkt wie die gelungene Generalprobe für das später erscheinende „The Sheep Look Up". Was hier noch skeptisch und düster ist, ist vier Jahre später bereits hoffnungslos und pechschwarz, der warnend erhobene Zeigefinger ist zum gesenkten Daumen geworden. Diese beiden Romane stellen nicht nur einen Höhepunkt in Brunners literarischem Werk dar, sondern bilden auch einzigartige dystopische Glanzpunkte am SF-Himmel, Klassiker mit "Anspruch".
Ein Wort zur Übersetzung: Außer dem einfallslosen deutschen Titel fällt auf, dass Horst Pukallus weniger mit der englischen Sprache seine Mühe hatte, als damit, diese in gutes und flüssiges Deutsch zu übertragen. So merkt man dem Buch leider allzu oft an, dass man eine Übersetzung liest.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die etwas andere SF 9. Oktober 2005
So genau weiss ich garnicht, was ich schreiben soll, über ein Buch, bei dem ich auf der zweiten Seite schon dachte, ich sollte es einfach weglegen und mir ein anderes nehmen. Doch ich habe bei dem hochgelobten Science-Fiction-Klassiker von John Brunner nicht aufgegeben, durchgehalten und mit immer mehr Begeisterung die Geschichte bis zum Ende verfolgt.

Was mir mit diesem Buch Probleme bereitet hat, ist die Tatsache, dass John Brunner nach recht kurzen Kapiteln immer wieder zwischen verschiedenen Schauplätzen hin und her springt, die, wenn überhaupt, nur entfernt miteinander zu tun haben. Hier und da spinnt er mal einen roten Faden ein, doch weit kommt der unbedarfte Leser anfangs nicht damit.

In vielen verschiedenen Handlungssträngen versucht Brunner uns die Welt von Morgen näherzubringen. Das, was er - 1968 - glaubte, wie es heute bei uns aussehen müsste. Nun ehrlich, ein großer Teil davon ist heute noch Fiktion, doch einige der Punkte sind erschreckend realistisch und der Rest dürfte in den nächsten Jahrzehnten automatisch auf uns zukommen.

Nebenbei betreibt Brunner bei seinen Protagonisten, von denen es nicht nur wie üblich einen oder zwei gibt, sondern jede Menge, eine Charakterentwicklung, die die Personen lebensecht erscheinen lässt. Eine Entwicklung, die viele andere Autoren vermissen lassen.

All seine Zukunftsvisionen finden am Ende des Buches dann doch in eine gemeinsame Linie, verflechten sich immer weiter miteinander. Und genau das macht das Buch um so spannender.

Eine klare Empfehlung für dieses Buch kann ich einfach so nicht aussprechen. Es ist keine leichte Kost, wie so viele Science-Fiction. Es ist anspruchsvoll. Wer Raumschlachten und Venusbabes mag, sollte die Finger davon lassen. Wem der Sinn nach Characterbuilding vom Feinsten und Utopie mit wenig Action steht, der ist hier genau richtig.

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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geniale Zukunftsvisionen 15. November 2000
Dieses Buch ist ist eigentlich kein Science Fiction, sondern eine zum Teil bedrohliche Schilderung der Welt in vielleicht 20 bis 30 Jahren. Bemerkenswerterweise hat Brunner schon sehr früh Themen einbezogen, welche erst in jüngster Zeit wirklich ernstgenommen werden. Zusammengefasst: - Seherische Qualitäten - Perfekte politische und gesellschaftliche Kenntnisse - Philosophische Einschübe - Nette bzw. interessante Charaktere - nicht leicht zu lesen/ verstehen - nicht ohne Optimismus
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