Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung
Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung - vorausgesetzt, Gaylord schläft noch, denn mit dieser Idylle ist schlagartig Schluß, sobald der siebenjährige Gaylord Pentecost aufsteht und seine übrigen Familienmitglieder aus ihrem Sonntagsschlaf reißt, denn im Gegensatz zu ihm sind diese eher Langschläfer und Morgenmuffel noch dazu... Aber das stört ihn nicht weiter, ist er doch hart im Nehmen und seine Familie notgedrungen auch, bürdet er ihnen doch auch einiges auf, dieser Lausbub par Excellence... Langweilig ist es mit ihm nie, und das, obwohl oder gerade weil Gaylord immer die besten Absichten hat und eigentlich alles nur gut meint. Bösartig ist er keinesfalls und auch nicht ungezogen, sondern ein immer liebenswürdiges Kerlchen, was wohl auch der Grund ist, weshalb man ihm nie böse sein kann und bei seinem Charme einfach nur dahinschmilzt - diese Erfahrungen machen neben dem Leser auch seine Eltern, sein Großvater, diverse Onkel und Tanten und seine Lehrerin. Für den Leser sind die Verwicklungen in die Gaylord gerät einfach nur zum Totlachen und man ist allzeit bereit, ihn in Schutz zu nehmen, sei es, wenn er, voller Unschuld, verrät, daß der Liebhaber der einen Tante gerade mit der anderen im Heu verschwunden ist, sei es, wenn er in Diebstahlsverdacht gerät, sei es daß er gerade einem romantischen Heiratsantrag mit seiner Anwesenheit "den letzten Schliff verleiht" oder einfach nur familiäre Diskretionen ganz indiskret und, wie könnte es anders sein, völlig ohne böse Absicht, ausplaudert. Man gewinnt ihn schnell lieb und läßt sich von ihm gerne die Zeit vertreiben - gut, daß nach dem Endes dieses ersten Bandes noch die Freude auf die nächsten bleibt.... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)