Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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91 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ungewöhnliche Liebe fernab vom Mainstream, 13. November 2008
Zur allererst muss ich mal etwas loswerden: Ich bin froh, das Buch gekauft und gelesen zu haben, trotz der schlechten Bewertungen, die mir hier und anderswo widerfahren sind. Ich hätte sonst womöglich eine wirklich tolle und spannende Geschichte verpasst. Denn genau das ist "Morgenrot" für mich. Eine untypische Liebesgeschichte, keine stereotypischen Protagonisten, eine ungewöhnliche Handlung, ein skurriler Schreibstil der Autorin und eine Handlung, die mich auch über 480 Seiten hinweg unterhalten konnte...
Das Cover ist wirklich toll gemacht, aber wie der Klapptext führt dies leider zu einigen Missverständnissen und Fehlkäufen beim Leser. Denn es handelt sich nicht um die Vampirgeschichte, die man eigentlich erwartet. Adam ist kein Vampir, sondern ein unsterblicher Mensch, der sich sein Inneres mit einem Dämon teilen muss und deswegen einige Privilegien geniest, hingegen aber auch, was sein Seelenheil betrifft, Abstriche machen muss. Er trinkt Blut, ist unsterblich und wunderschön. Eigentlich kennzeichnend für einen Vampir; trotzdem ist er keiner. Und da kann man jetzt auch der Autorin keinen Vorwurf machen, wenn der Verlag etwas anderes suggerieren will, mit einem Spruch a la "Kann man einen Vampir lieben?" Denn was Adam und einen Vampir unterscheiden, wird schnell klar, wenn man die ersten 100 Seiten liest. Es geht hier nicht um Bluttrinken, sondern dem ständigen Wünschen des Dämons nachzukommen. Im Fall von Adam und Lea geht es darum, dass sein Dämon auch gern in ihren Körper ansässig werden will. Und ein Großteil des Buches setzt sich mit diesem ständigen Konflikt auseinander. Erschwerend kommt hinzu, dass Lea sich Hals über Kopf in ihn verliebt.
Ganz ehrlich, ich kann verstehen, wenn einem das Buch nicht gefällt. Es gibt wirklich viele Rezensenten hier, die mit der Erwartung daran gehen, in "Morgenrot" eine zweite Twilight-Reihe zu finden. Und dabei werden viele natürlich enttäuscht. Denn es ist doch was ganz anderes. Eine Liebesgeschichte ist es zwar, aber stellenweise keine schöne. Während sie rumschmachtet, schaltet er auf gleichgültig und unnahbar, kann aber doch irgendwie nicht von ihr lassen und hängt ständig bei ihr rum, was sie natürlich verletzt, weil es stellenweise sehr einseitig herüberkommt. Manchmal bricht es dann aber doch aus ihm heraus und plötzlich wird es wieder richtig prickelnd, um sich im nächsten Absatz wieder eiskalt zu präsentieren. Und bis dann mal wirklich was passiert (und ich rede hier nicht von Intimitäten), vergehen mal locker 300 Seiten, die schon die einen oder anderen Längen aufzeigen. Im Mittelteil dümpelt das ganze dann auch vor sich hin und man fragt sich als Leser dann schon mal, wo das ganze noch hinführt. Irgendwann hat Heitmann aber wieder die Kurve bekommen und das Ende fand ich wieder sehr gelungen. Spannend und wenn einem das der Klapptext nicht schon verraten hätte, eine Fortsetzung versprechend.
Positiv anzumerken ist für mich noch der Schreibstil. Viele fanden den ja etwas bizarr und ausschmückend, aber gerade dieser ausfallende Stil mit den vielen umschreibenden Adjektiven und dem wenigen Sprechanteil sollte dem Leser alles veranschaulichen, Leas Gedanken- und Gefühlswelt. Mich hat es angesprochen. Mitunter war es nämlich nicht nur einleuchtender, sondern auch erheiternd.
Obwohl gerade der ausführliche Schreibstil Licht ins Dunkel gebracht hat, sind doch viele, ganz alltäglich Dinge im Dunkeln geblieben. Wie alt ist die Protagonistin? Wo lebt sie und wo war sie im Ausland? Hatte sie schon mal einen Freund? So etwas fragt man sich zwangsläufig doch, oder bin ich da die einzige? Für das nächste Buch wünsche ich mir auch etwas mehr Auskünfte bezüglich der Dämonensache, denn da blieb ja vieles obskur.
Zusammenfassend gebe ich dem Buch 4 Sterne. Das soll aber von mir keine Garantie sein, dass "Morgenrot" auch jedem gefallen wird. Wie gesagt, ich kann auch Leute verstehen, die es sterbenslangweilig fanden. Für mich ist dieses Werk für die breite Masse ungeeignet, da zu speziell. Und Vergleiche mit irgendwelchen anderen Besteller-Vampir-Reihen finde ich auch doof, aber da ist der Verlag selbst Schuld, wenn die damit anfangen. Alle, die sich nicht abgeschreckt fühlen, können es ja mal mit Tanja Heitmanns Debüt versuchen :)
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mitreißende Geschichte, 20. Februar 2009
Normalerweise lese ich lieber Rezensionen, als selbst welche zu schreiben. In diesem Fall hatte ich aber Lust, meinen eigenen Eindruck aufzuschreiben, weil ich Morgenrot für etwas Besonderes halte und den hier immer wiederholten Vorwurf, das sei bloß eine Kopie, nicht nachvollziehen kann. Es gibt viele gute Vampir-Geschichten und Morgenrot gehört eindeutig dazu, auch wenn das Wort Vampir nicht vorkommt. Es fehlt auch nicht, sondern macht es spannender und zeigt gleichzeitig, dass man dem guten, alten Vampir doch noch neue Fassetten abgewinnen kann.
Trotzdem steht die (Liebes-)Beziehung zwischen Lea und dem von einem Dämon heimgesuchten Adam im Mittelpunkt. Zwischen den beiden herrscht ein ständiges hin und her: Lea verliebt sich sofort in Adam, für sie ist er wie ein geheimes Wort, das nur ihr gehört (meine Lieblingsstelle). Adam hingegen ringt mit seinem Dämon, der Lea ebenfalls in Besitz nehmen will, und verhält sich deshalb äußerst distanziert. Als Lea jedoch das erste Mal sieht, was für ein aggressives Wesen in Adam steckt, flieht sie. Erst Jahre später treffen sich die beiden wieder. Zunächst treibt Adam ein gemeines Spiel mit ihr, getrieben von Rachedurst, weil ihretwegen sein bester Freund gestorben ist. Sie sieht keine andere Möglichkeit, als sich darauf einzulassen, weil sie ihn fürchtet, sich aber auch zu ihm hingezogen fühlt. Nur an einigen Stellen, die Adams Sicht beschreiben, wird klar, dass auch er Lea liebt. Es dauert aber, bis er sich draufeinlassen kann.
Für mich lag in dieser komplizierten Beziehung der größte Reiz, auch wenn Morgenrot noch viel mehr zu bieten hat, z.B. ein ziemlich mitreißendes Ende, mit dem man wirklich nicht rechnet. Was die Schreibweise angeht, über die sich hier ja viele abfällig ausgelassen haben, muss ich sagen, das sie einfach anspruchsvoll ist. Man braucht ein paar Seiten, um sich reinzulesen, aber so ist das halt bei Büchern, die nicht 0815 sind. Ich würde es jedem weiterempfehlen und zwar nicht nur Vampir-Fans.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Kann man einen VAMPIR lieben?Tja, welchen "Vampir" denn??, 31. Oktober 2008
Der Klappentext versprach sehr viel: große Emotionen,einen dunklen Kampf und einen fatalen Kuss und -natürlich-ewige,harmonische Liebe....
Nix da,wer auf einen Vampirroman mit einer fesselnden Geschichte gehofft hatte, wird bitter enttäuscht:
Der Anfang ist wirklich gut- eine dunkle,kalte Stadt im ewigen Eis des Winters gefangen,die von unwirklichen,fast übernatürlich wirkenden Personen bewohnt wird,eine Fachuniversität mit einem "Vampir"als Professor,und mitten drin die leicht dusslige Studentin Lea,die auf die Liebe ihres Lebens stößt.
Verspricht viel,aber:
Adam ist ein gefühloser,kalter Klotz von einem Adonis-wie ein Hündchen ist er hinter Lea her,mit wedeldem Schwanz und sabbernder Zunge,doch ohne charmante Worte und Emotionen,die den Leser berühren.Er weiß,er liebt Lea,kann -oder darf-dies aber nicht zugeben,denn er möchte nicht, dass sein innerer Dämon ihn überwältigt.
Zum Stichwort Dämon: Adam ist KEIN Vampir,sondern von einem Dämon besessen,der nach der Wandlung Adams Körper mit seiner Seele teilt.Der Dämon hat Lea als seine "Geliebte"erkannt und möchte sie ebenfalls wandeln- durch den Kuss- aber Adam will das nicht.Deshalb bleibt er bei Lea auf Distanz,was wirklich schade ist,denn man erwartet eigentlich eine Liebesgeschichte.
Nach einem Kampf,bei dem angeblich Leas Professor und Adams enger Freund, um Leben-Dasein,was auch immer-gekommen ist,gelingt Lea die Flucht vor den Feinden und auch Adam,der sich in eine furchterregende,mordende Bestie verwandelt hat.
Lea sieht Adam lange Zeit nicht wieder und wird während dieser Zeit zu einer kontrollsüchtigen,herrischen Bürofrau ohne Durchsetzungsvermögen.In einer Bar trifft sie dann plötzlich Adam wieder,der mittlerweile ein hohes Ansehen und einen guten Posten bekleidet.Dieser zwingt sie praktisch dazu, Zeit mit ihm zu verbringen und ihn auf wichtige Partys zu begleiten,die seine Karriere fördern. Aber sie macht das natürlich suuuuper gern,da sie trotz seiner dominanten,unhöflichen,egoistischen Art, Gefühle für ihn entwickelt.
Jetzt denkt der Leser natürlich hurra,endlich ein Ansatz der versprochenen Liebe,doch-eine absolut trockene Schilderung der Emotionen,die jegliche aufkommenden Gefühle und Sympathie auf Eis legt.
Adam ist ein kalter herzloser Stein und Lea hat einfach keinen Charakter,der durch besondere Züge fesselt und dadurch kann man sich schlecht in ihre Lage versetzen.
Die gesamte Geschichte zieht sich ins Unendliche:Hier eine Entführung,da eine Schießerei und ach noch mal eine Entführung,dazwischen eine Flucht,auf der die Liebe und traute Zweisamkeit wie ein Urknall auftauchen....
Man hofft auf ein schnelles einfaches Happy End und Schluss,Aus Vorbei.
Das einzige was das Buch retten kann,ist der trockene Humor,der zum Schreibstil der Autorin passt.
Zusammenfassend kann man sagen, man erwartet mehr,denn was der Klappentext verspricht,lässt einen enttäuscht zurück.Die Story fesselt einfach nicht den Leser: kein spannender Komplott,keine großen überkochenden Emotionen und keine brodenlnde Leidenschaft.Wer ein Vampirroman im großen "Bella & Edward-Stil" erwartet,wird an diesem Buch keine Freude haben.
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