Kurzbeschreibung
Kommissar Petzold geht die Sache routinemäßig an - bis ein Bekennerschreiben auftaucht, in dem mit weiteren Anschlägen gedroht wird. Eine zweite Bombe verursacht einen verheerenden Auffahrunfall mit mehreren Todesopfern. Nicht nur Petzold, auch die Bevölkerung ist alarmiert, als die Zeitung ein zweites Bekennerschreiben veröffentlicht. Die Stadt steht Kopf. Eine fieberhafte Suche beginnt.
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Das Debüt des Karlsruher Autors Wolfgang Burger ist ein ganz normaler, wenn auch ungewöhnlich spannender Krimi, süffig, aber voller Klischees. Den Computerfreak kennt man aus dem Fernsehen: Er trägt einen graumelierten Vollbart, eine Nickelbrille und ein Holzfällerhemd, ist groß, dick und raucht natürlich. Doch Wolfgang Burger nimmt seine Klischees nicht gerade ernst, immer ist ein Augenzwinkern dabei: "Die große, hübsche Bedienung mit blonder Löwenmähne quittierte die Bestellung mit einem vielversprechenden Lächeln."
Petzold, dessen Beziehung während der Ermittlungen auch noch in die Brüche geht, und seine Kollegen tun ihr Bestes: Sie sichten Akten, verlegen diese, blättern im Leserbrief-Archiv der Tageszeitung, leiten eine Rasterfahndung ein, erstellen ein Täterprofil und überprüfen harmlose Mitbürger. Auch der Computerfreak kommt nicht weiter, weil der mutmaßlich alleinstehende Täter noch verheiratet ist, also durchs Computerraster fällt.
Wolfgang Burger ist erst seit 1996 schriftstellerisch aktiv. Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Elektrotechnik an der Karlsruher Uni schrieb seinen Krimi klammheimlich nach Feierabend und erregte damit in Karlsruhe einiges Aufsehen. Zu Recht, denn wer die Örtlichkeiten und Straßenverhältnisse kennt, verspürt beim Lesen gelegentlich einen Schauer der Beklemmung.
Übrigens ist es wie so oft: Kommissar Zufall hilft den armen Polizisten auf die Sprünge. Eine alte Dame, alles andere als eine graue Maus, nämlich eine pensionierte Prostituierte, beobachtet zufällig den Täter, den Petzold und seine Kollegen eigentlich ganz einfach zur Strecke bringen müßten. --Matthias Kehle