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Mordskind: Roman
 
 
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Mordskind: Roman [Taschenbuch]

Susanne Mischke
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 360 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 7., Aufl. (Juli 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492226310
  • ISBN-13: 978-3492226318
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 12,1 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 468.775 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Susanne Mischke
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Max ist der Inbegriff eines bösen, destruktiven Kindes, er ist ein beängstigendes Monster. Als Max eines Tages verschwindet, gerät die bayerische Kleinstadt in Panik, weil das der zweite Fall in kurzer Zeit ist; wer Max allerdings kannte, atmet auf. Max' Mutter Doris hat es der Sohn ihrer besten Freundin Paula angetan: Sie wickelt Simon ein und manövriert die beruflich engagierte Paula allmählich aus ihrer Mutterrolle heraus, er wird zu ihrem Ersatzkind. Dabei entwickelt sie eine bemerkenswerte Fantasie und bringt Paula immer mehr in Bedrängnis. Nicht genug, dass ihr die anderen Kindergartenmütter auf die Pelle rücken, weil Paula einen in ihren Augen verdächtigen Ausländer als Gärtner beschäftigt, Doris schafft es sogar, Paula einen Mord unterzuschieben. Im Dorf beginnt eine Hexenjagd jeder gegen jeden. Die Kindergartenmütter zünden die Hütte an, in welcher der Gärtner lebt, der Kommissar hält Doris für die Mörderin ihres Sohnes, eine alte Jungfer vom Jugendamt verdächtigt Paula, Simon zu vernachlässigen und ertappt sie am hellichten Tag mit einer leeren Schnapsflasche in der Hand, schließlich wird die Dame vom Jugendamt ebenfalls ermordet. Der Leser wird in einen atemberaubenden Strudel von Abgründen und Intrigen hineingerissen und kann genausowenig Atem schöpfen wie Paula, die immer verzweifelter wird. Paulas alte Tante Lilli, eine resolute und wohlhabende Schauspielerin, greift immer wieder in das Geschehen ein und rettet Paula schließlich vor den Hausfrauen, dem Jugendamt und sogar vor einem Mordversuch von Doris.

Die 1960 geborene Autorin Susanne Mischke skizziert beiläufig und mit viel Ironie das Leben in einer typischen süddeutschen Kleinstadt, in welcher die Mütter morgens in knallbunten Jogginganzügen aus ihren idyllischen Häuschen treten und die Journalistin Paula tyrannisieren, die statt eine biedere Hausfrau zu sein das heimische Kulturleben im Lokalblatt verreißt. Dass Mischke sich dabei gelegentlich zu Klischees hinreißen lässt, etwa in der Beschreibung der Mütter oder dem Gärtner als Mörder, der obendrein seine Arbeitgeberin Paula verführt, stört nur wenig. Mordskind ist ein beklemmender Psychokrimi, den man am besten mit viel Zeit in einem Sessel sitzend verschlingt. --Matthias Kehle

Kurzbeschreibung

Doris weint ihrem fünfjährigen Sohn Max, einem wahren Satansbraten, keine Träne nach, als der plötzlich verschwindet, obwohl dies innerhalb kurzer Zeit schon der zweite Fall in ihrer spießigen Kleinstadt ist. Sie sucht sich Simon als Ersatzkind und spinnt ein teuflisches Intrigennezt um ihre Freundin Paula und eine wahre Hexenjagd beginnt!

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen So sollten Krimis sein, 15. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mordskind (Taschenbuch)
Endlich wieder einmal ein Buch, das man in einem Ritt verschlingen, als auch immer wieder lesen kann. Was so in leichtem Ton erzaehlt scheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Gesellschaftskritik. Eine gewitzte Erzaehlerin schafft es, uns immer wieder ueber's Ohr zu hauen. Sobald man denkt, man hat den Taeter, deuten neue Hinweise schon wieder auf einen Anderen mit einem voellig neuen Motiv. Es ist beklemmend, wie gut manche Personen dargestellt sind. Sicher kann jeder Leser einige Leute aus seinem Bekanntenkreis wiedererkennen. Trotzdem gelingt es der Autorin, auch wenn es mit einem stark satirischen Unterton geschieht, die Personen darzustellen, ohne sie zu verurteilen. Die zwei Krimis haben mich ueberzeugt: so muss Unterhaltung sein: spannend, lustig (zum Auflachen), ueberraschend und - aufzeigend, wie ausgekocht Frauen sein koennen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Mordsmäßig gut!, 7. Januar 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mordskind: Roman (Taschenbuch)
"Mordskind" ist mit Abstand das beste Buch, das Susanne Mischke bisher veröffentlicht hat.
Die Spannung, die sich von Zeile zu Zeile aufbaut und nie abreißt, erschöpft sich aus dem Bekannten: Nichts Übernatürliches, nichts Unbekanntes lässt die Leser/Innen wohlig erschauern, sondern eine Kleinstadtszenerie mit Protagonisten, die die Nachbarn von uns allen sein könnnten! Dazu ein Teufel von einem Kind und sein Pendant, eine Übermutter und eine Mutter, die ein wenig gegen den Strom des Kleinstadtmuffs anschwimmt. Den Kommissar nicht zu vergessen.
Das Buch ist das Beste, was einem an einem verregneten Nachmittag passieren kann (man wird auch nicht länger als einen Nachmittag brauchen, um es genüsslich wegzulesen), wenn auch das Ende ein klein bisschen überspitzt zu sein scheint.
Gut geschrieben, Dankeschön!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Mordskind - mordsgut!, 7. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Mordskind: Roman (Taschenbuch)
Doris und Paula sind Nachbarinnen, Freundinnen - und doch ganz verschieden. Während Doris (anscheinend) glücklich verheiratet ist, sich mit ganzer Hingabe ihrem fünfjährigen Sohn Max und dem Haushalt widmet, Brot backt und in ihrer Freizeit pädagogisch wertvolle Kinderbücher schreibt, ist Paula geschieden, lebt mit ihrem vierjährigen Sohn Simon allein und arbeitet als Redakteurin bei der örtlichen Lokalzeitung. Im Ort ist Paula ziemlich verschrien, weil sie ihr Kind ganztags in den Kindergarten schickt, Motorrad fährt und einen russischen Aussiedler als Gärtner beschäftigt, der in dem Ruf steht, gerne mal auf Spielplätzen zu spannern. Merkwürdigerweise hat sich Doris umhegtes Wunschkind zu einem aggressiven, sadistischen Satansbraten entwickelt, während der kleine Simon ein wahrer Prachtjunge ist. Als Max eines Tages verschwindet, gerät die Kleinstadt in Aufruhr, weil dies der zweite Fall innerhalb von kurzer Zeit ist. Allerdings trauert niemand um Max, nicht einmal seine Mutter, die sich Simon als "Ersatzkind" sucht und ein teuflisches Intrigennetz um ihre "Freundin" Paula zu spinnen pflegt...

Der Krimi bietet einen raffinierten Spannungsbogen plus Milieustudie. Die alleinerziehende Karrierefrau, die ein böses Schicksal in eine Reihenhaussiedlung zwischen jogginganzug-tragende Super-Muttis verschlagen hat und die irgendwie versucht, "authentisch" zu bleiben, wächst einem schnell ans Herz. Man kann das Buch wunderbar an einem gemütlichen Wochenende lesen. Ich bin sonst kein Fan von Susanne Mischke, aber das "Mordskind" ist ihr mordsmäßig gut gelungen.
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