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Mordshunger: Wer profitiert vom Elend der armen Länder?
 
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Mordshunger: Wer profitiert vom Elend der armen Länder? [Gebundene Ausgabe]

Jean Feyder , Michael Bayer , Enrico Heinemann
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 24,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Mordshunger: Wer profitiert vom Elend der armen Länder? + Die Mitleidsindustrie: Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen + Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann: Mit einem Vorwort von Rupert Neudeck
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Westend (September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938060530
  • ISBN-13: 978-3938060537
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 39.237 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Feyder rechnet mit Weltbank und Währungsfonds ab." --Frankfurter Rundschau, 11.10.2010

"Ungewöhnlich genug, dass ein Diplomat selbst zur Feder greift, kommt das Buch alles andere als "diplomatisch" daher." --Weltwirtschaft & Entwicklung 10/2010

"ein brennend wichtiges Thema" --Neues Deutschland, 14.10.2010

"Lesenswert" --Der Standard, 22.11.2010

Ich habe bisher kein Buch gelesen, dass das Thema so umfangreich, so detailliert und so gründlich aufbereitet hat. --Johannes Kaiser, DeutschlandRadio Kultur, 23.11.2010

Keine Frage: Das beste Sachbuch zum Thema bislang. --DeutschlandRadio Kultur, 23.11.2010

"Die Lektüre dieses Buches schlägt schwer auf den Magen, schmerzhafter als jeder mörderische Krimi." --Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.12.2010

"Die Schärfe und Ausführlichkeit, mit der Feyder berichtet und seine Argumente darlegt, bewegt das Gewissen und macht das Elend von Millionen Menschen spürbar. Er zeigt, wie komplex die Problematik um Hunger und Armut sein kann, wie sehr sie mit Marktwirtschaft, Finanzpolitik und internationalem Handel verstrickt ist. [...] Feyder seziert das System und entdeckt dabei faule Strukturen." --Süddeutsche Zeitung, 24.12.2010

"Feyder beantwortet mit beißender Nüchternheit die Frage, wer "vom Elend der armen Länder profitiert". Sein Buch, das profund auch viele andere Dimensionen des Hugners ergründet, ist unter den zahlreichen Neuerscheinungen zu diesem Thema das provozierendste." --Die Zeit, Nr. 12, März 2011

Kurzbeschreibung

Die Welternährungskrise breitet sich aus. Das 1996 erklärte Ziel, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren, ist in weite Ferne gerückt. Jean Feyder enthüllt die tieferen Ursachen dieses Hungerskandals und ein System, das in der Hauptsache den Finanz- und Wirtschaftsinteressen des Nordens zuspielt, nicht den Menschen im Süden. Er fordert einen radikalen Umbau des gesamten Ernährungssystems, denn sonst können die neun Milliarden Menschen von morgen nicht ernährt werden, ohne dass es zum ökologischen und sozialen Kollaps kommt. Gefordert sind wir alle – die westliche Welt wie die aufsteigenden Länder, die Zivilgesellschaft wie die Konzerne. Ein Globalisierungsbuch, das diesen Namen wirklich verdient!


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Happyx TOP 50 REZENSENT
Die Weltgemeinschaft hatte 2000 der Armut den Kampf angesagt. Tatsächlich aber hat sich heute alles verschlimmert. Einer von 6 Menschen weltweit, das sind 1 Milliarde Menschen, erleiden Hunger und Armut, jeden Tag, während die europäische und amerikanische Welt langsam aber sicher verfettet. Jean-Claude Juncker, der luxemburgische Regierungschef, formuliert im Vorwort: "Wir müssen endlich zu einer einheitlichen und ganzheitlichen Politik gegenüber den Entwicklungsländern kommen und aus der perversen Logik ausbrechen, in welcher Entwicklungszusammenarbeit eigentlich nur die Scherben unserer eigenen Wirschafts- und Handelspolitik zusammenkittet. Entwicklungspolitik ist Friedenspoltik."

Schöne Worte, die man immer hört, aber niemand erhört. Dieses Buch setzt ein informatives Zeichen dagegen und listet die Verbrechen an der Welt des Hungers konkret auf. Von 1 Milliarde Menschen hungern ca. 400 Mio in der Subsahara und in 600 Mio in Asien (vor allem Indien). Während es China mit einer Bodenreform gelang, den Hunger weitgehend zu besiegen, ist Indien bei vorhandenem Hunger gleichzeitig ein wichtiger Reis- und Weizenexporteur. Die ab 1990 durchgeführte Liberalisierung dort führte zu einer steigenden Verarmung der Landbevölkerung.

Die Kräfte der Globalisierung, multinational tätige Unternehmen sowie staatliche Rahmenbedingungen machen es den armen Bauern zunehmend unmöglich, zu überleben. 1996 wurden in den USA die landwirtschaftlichen Preisstützungssysteme abgeschafft, mit der Konsequenz eines weltweiten Verfalls der Agrarpreise. Man zwang in der Folge die ärmsten Länder zur Öffnung für amerikanische Produkte. Diese Niedrigstspreisstrategie führte in diesen Ländern zu Hunger und Armut.

Der Autor benennt die wesentlichen Ursachen für den Hunger und listet in der Folge mit 9 Lehren/Regeln einen Fahrplan zur Umkehr auf. Daraus möchte ich die nach meinem Empfinden entscheidenden vier kurz auflisten:

1
Märkte können sich nicht selbst regulieren, der Staat muss eine aktive, leitende Rolle spielen.
2
Jedes Land muss in der Lage sein, seine eigenen Grundbedürfnisse bzw. notwendigen Dienstleisgungen selbst herstellen zu können.
3
Bei den ärmsten Ländern muss die Landwirtschaft als erste Priorität behandelt werden.
5
Die ärmsten Länder müssen ihre Märkte schützen können.

Ein sehr informatives, grundlegendes Buch, das wie viele andere zu dem Schluss kommt, dass Politik wieder führen und Wirtschaft weltweit ethischen Dimensionen genügen muss. Politik und Wirtschaft müssen in diesem Kontext ihre ureigene Aufgabe, dass niemand verhungern darf, endlich erfüllen.

"Die gegenwärtigen Krisen stellen nun die Herrschaft des Markts in Frage. Dieser hat gezeigt, dass er unfähig ist, sich selbst zu regulieren." Jeand Feyder sieht die Welt jetzt an der Schwelle zur wirklichen Verantwortung, deren Maßnahmen für jeden klar in diesem Buch aufgelistet werden. In Richtung EU formuliert er: "Lange, viel zu lange war die EU mit ihren eigenen, vor allem institutionellen Problemen beschäftigt. Jetzt sollte sie endlich mehr mit ihren Beziehungen zu anderen Kontinenten einschließlich Afrika befassen."
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stefan L.
Wir sind eine Gruppe von Studenten der Agrarwissenschaften der TU München und haben im Rahmen eines Leseseminars gemeinsam das Buch "Mordshunger" gelesen und diskutiert. Dabei sind wir zu folgender Einschätzung gekommen:

Jean Feyder befasst sich in seinem Buch 'Mordshunger' mit den Ursachen und Folgen der Ernährungskrise in den Entwicklungsländern im Jahr 2007/2008. Er versucht dem Leser darzustellen, welche politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen zur Krise führten, wer die Verantwortlichen und Betroffenen waren - und immer noch sind - und welche Lehren und Lösungen sich daraus ableiten lassen.
Feyder gelingt es, in seinem Buch die Vielschichtigkeit und Komplexität der Entwicklungen auf den Agrarmärkten darzustellen und dem Leser leicht verständlich zu skizzieren. Allerdings schafft er es nicht, seine Argumentationen objektiv aufzubauen, da bereits auf den ersten Seiten klar wird, welche politische Haltung Feyder vertritt. Oft zitiert er Zeitungsartikel und Bücher von offensichtlich globalisierungskritischen Autoren, die empirische Belege ihrer Thesen vermissen lassen. Zwar schildert Feyder die Entwicklung der Ernährungskrise sehr detailliert und historisch fundiert, allerdings gehen seine Analysen nicht tief genug. So geht er nicht auf die kulturellen Unterschiede zwischen Afrika und Asien und deren Einfluss auf die Krise ein. Darüberhinaus hinterfragt er die Politik des IWF und der Weltbank nicht unter Wohlfahrtsgesichtspunkten der neoklassischen Wirtschaftstheorie oder weist auf die Rolle der Eliten in Afrika hin, sondern geht ausschließlich auf die unerwünschten Folgen der Strukturanpassungsprogramme ein.
Oft scheint die Argumentation Feyders schlüssig, doch bei genauerer Recherche der Quellen stellt sich heraus, dass wichtige Ergebnisse in seinen Ausführungen nicht erwähnt werden. So zeigt Feyder beispielsweise auf, dass die Millennium Goals der United Nations insgesamt nicht erreicht wurden ohne dabei jedoch auf wichtige Teilerfolge hinzuweisen, die laut eines Berichts der FAO erzielt wurden. Auch die Auswirkungen von Lebensmittelhilfe auf den Erzeugerpreis von Nahrungsmitteln in Afrika stellt Feyder nicht ökonomisch begründet dar. In seiner Argumentation vernachlässigt er die Kopplung der Binnenpreise an den Weltmarktpreis. Aus diesem Grund zieht Feyder andere Schlüsse als es ökonomisch sinnvoll wäre.
Beim Lesen des Buchs stellt man schnell fest, dass Feyders Kernkompetenz im politischen und diplomatischen Bereich liegt. Hier argumentiert er schlüssig und nachvollziehbar. Leider trifft dies nicht auf das Thema Biotechnologie zu. Hier gibt er lediglich die populistische Meinung einiger gentechnikfeindlicher Autoren wieder. Gerade in einem Bereich wie der Biotechnologie - der öffentlich sehr kontrovers diskutiert wird - sollte sich jegliche Argumentation auf empirische Studien stützen, um dem Leser ein objektives Bild zu vermitteln. Feyder versäumt dies nicht nur, sondern macht in seinem Buch sogar grundsätzliche Fehler. So gibt er in Quellverweis 171 an, dass 'Bt-Mais' für 'biotechnologisch hergestellt' stünde. Allerdings ist 'Bt' die offizielle Abkürzung für 'Bacillus thuringiensis' und weißt auf ein für Fraßinsekten giftiges Protein hin, dass dem Mais künstlich eingesetzt wurde.
Das Buch Mordshunger gibt wichtige Denkanstöße, die zur weiteren Recherche ermuntern. Ferner muss man die Intention des Autors loben, auf die verheerende Situation in den Entwicklungsländern aufmerksam zu machen. Feyder verschafft dem Leser, der sich noch nicht im Detail mit der Hungerproblematik in Teilen der Welt vertraut gemacht hat, einen ersten Eindruck über die Dimensionen. Allerdings gehen seine Analysen meist in dieselbe Richtung.
Leser, die Feyders politische Orientierung teilen, finden in diesem Buch ihre Meinung bestätigt. Dagegen werden Leser, die eine 'Enthüllung der tieferen Ursachen dieses Hungerskandals' erwarten ' so wie es der Klappentext des Buchs verspricht ' sich mit einer, an einigen Stellen unzureichend recherchierten Version dieses Versprechens, zufrieden geben müssen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die globale Hungerkrise 12. Januar 2011
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Als Ständiger Vertreter Luxemburgs bei der WTO ist Jean Feyder Vorsitzender des Komitees für die am wenigsten entwickelten Länder der Welt (einer Gruppe von etwa 50 Ländern die nicht umsonst auch als Vierte Welt deklariert werden), auch weil er einst Direktor für Entwicklungszusammenarbeit im luxemburgischen Außenministerium war. Wie Jean Claude Juncker im Vorwort bereits betont gehört Luxemburg zu jenen sehr wenigen Ländern die mit ihren Investitionen in Entwicklungszusammenarbeit weit über dem europäischen Durchschnitt liegen und nicht zuletzt auch wegen Feyders Engagement in dieser Angelegenheit. Das Vorwort Junckers mag zwar vor allem Luxemburgs Führungsrolle in Sachen Entwicklungshilfe herausstreichen, doch erweist sich das im weiteren Verlauf des Buchs genauso wenig als störender Faktor wie Jean Feyders diplomatischer Hintergrund. Im Gegenteil Feyder nimmt die Industriestaaten in die Pflicht und nimmt Luxemburg dabei nicht aus, auch wenn er es nicht explizit erwähnt, muss er auch nicht, denn seine Perspektive ist erheblich breiter und sogar nicht bloß europäisch sondern global gefasst.

Feyders Perspektive ist es wohl auch die es ihm erlaubt derart "schonungslos" an den Themenblock Ernährungskrise heranzugehen und dabei nicht dem Zwang zu erliegen, wie etwa manch aufklärerische Politiker nichts weiter als sich oder zumindest ihr Parteiprogramm zu empfehlen. Mordshunger ist vor allem eines, eine Kritik am verheerenden und durch die Finanzkrise wohl noch weiter zementierten Ist-Zustand der globalen Entwicklungspolitik, die sich in eine Richtung entwickelt hat, die sie die 2000 für das Jahr 2015 gesetzten Milleniumsziele nicht nur katastrophal verfehlen lässt, sondern zu einem drastischen Anstieg der globalen Armut geführt hat. Allerdings Feyders Ausführungen sind vor allem überblicksartig, er schafft es die Komplexität der Lage dadurch zwar anschaulich darzustellen und eine Menge Fakten unterzubringen, muss sich aber auch bei der konkreten Darstellung von Beispielfällen einschränken.

MORDSHUNGER beginnt zunächst mit einer Untersuchung der Gründe für einen Anstieg der weltweiten Zahl chronisch Unterernährter. Dafür macht Feyder allerdings nicht einzelne Firmen und Regierungen hauptverantwortlich, sondern das bestehende Dogma vom unfehlbaren Markt. Denn die von Weltbank und WTO in der Vergangenheit vorangetriebenen Marktliberalisierungsmaßnahmen in der Dritten Welt haben die dortigen Wirtschaften massiv erschüttert, wenn nicht zerstört. Durch die Subvention von Agrarexporten aus Europa oder den USA wurden die Kleinbauern zudem oft ihrer Existenzgrundlage beraubt, so dass es nicht verwundert wenn in Haiti Hungeraufstände ausbrechen, hat das Land seine Einfurhzölle auf Reis immerhin auf nur noch 3% abgesenkt. Dass der Abstieg der Kleinbauern mehrheitlich Frauen betrifft erwähnt Feyder noch nebenbei. Die globale Ungerechtigkeit hat also weiter reichende Folgen als den meisten zunächst bewusst ist, denn Hunger frisst Chancen, vor allem wenn Haushalte in der Dritten oder Vierten Welt über 80% ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben müssen. Landflucht und Migration sind nur letzte Konsequenzen dessen.

Doch das sehr vielschichtige Beispiel Haiti ist nur eines von vielen, Feyder untersucht in seiner Kritik selbst Staaten wie China, Indien und Brasilien. Es ist vor allem der zweite große Abschnitt des Buchs indem Feyder für ein Überdenken der derzeitigen Entwicklungspolitik eintritt. Gerade unterentwickelte Staaten sollten ihre Märkte schützen dürfen, schließlich habe genau solche Protektion einst auch den Industrieländern zu jener wirtschaftlichen Stabilität verholfen, die sie nun auch auf möglichst freien Märkten konkurrenzfähig bleiben lässt. Marktliberalisierungen seien nach Feyder in der Vergangenheit einfach zu früh durchgeführt worden. Ebenso gilt es die Souveränität der Entwicklungsländer in ihrer Prioritätssetzung in Hinsicht auf ihre Industriepolitik zu respektieren und der Landwirtschaft in Zeiten von Klimawandel, Wasserknappheit und Überfischung der Meere ihren Platz als für viele Länder wichtigsten Wirtschaftsfaktor wieder zuzugestehen. Das funktioniert wohl aber nur wenn ein Umdenken in den tragenden Institutionen einsetzt, um den Kleinbauern wieder eine Chance zu geben.

In einem dritten großen Abschnitt seines Buchs beschäftigt sich Feyder schließlich mit den wichtigsten Akteuren in der Entwicklungspolitik, wie die USA, die EU, China, Indien, Brasilien oder auch der Agrarindustrie und den Agrartreibstoffen. Gerade für die EU hat Feyder auch Empfehlungen formuliert wie ein sinnvoller Kurswechsel in der Entwicklungspolitik aussehen kann, im Gegensatz zur USA wo er sich verständlicherweise nur auf eine Untersuchung der Trends beschränkt. Am Beispiel der BIC-Staaten untersucht Feyder hingegen nationale Besonderheiten (chinesische Wanderarbeiter oder die Verschuldung der indischen Kleinbauern) und ihre mögliche Vorbildwirkung (Chinas Afrika-Beziehungen oder Brasiliens Erfolge auf dem Weg zur Erfüllung der Milleniumsziele). Dazu gesellt sich eine durchaus an den Film "We feed the World" erinnernde Kritik am Agieren transnationaler Unternehmen, in diesem Fall explizit des Gen-Saatgut-Herstellers Monsanto, aber auch welche Konsequenzen eine intensivere Nutzung von Agrartreibstoffen haben kann (Preisschwankung, zerstörerische Pflanzenkulturen).

- Resümee -
Trotz einer Vielzahl an Daten und Fakten schafft es Jean Feyder dem Leser den Überblick behalten zu lassen, da er sich auf einen möglichst prägnanten und damit sehr eindringlichen Stil verlassen kann. Doch der schiere Umfang des Themas und die Notwendigkeit den Text in manchen Bereichen auf das notwendigste zu beschränken (wie im abschließenden Kapitel über die Akteure) lassen erkennen dass Mordshunger doch nur ein Abriss ist.

Fazit:
Um sich einen Überblick zu verschaffen lohnenswerte Lektüre, die jedoch aufgrund der Größe des Themas, der Vielzahl seiner Facetten und des Bemühens um eine prägnante Darstellung oft nicht in die Tiefe gehen kann.
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