Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Für Krimi-Liebhaber unzweifelhaft unterhaltsam , 20. November 2006
Wer den "Schwarm" gelesen hat, würde kaum glauben, dass "Mordshunger" aus der Feder des gleichen Autors stammt. Alles ist anders. Nicht nur das Thema, die (regionale) Tonalität, nein, das ganze "Genre" ist völlig unterschiedlich. Ist der "Schwarm" ein Roman aus dem Bereich "Science Fiction" (oder vornehmer "Wissenschaftsroman") handelt es sich bei "Mordshunger" um einen ganz klassischen "Krimi".
Und genau darin scheiden sich die Geister. Wenn man sich nur auf den Vergleich mit anderen Werken Schätzings einlässt, fällt dieses Buch in der Tat allein schon dadurch deshalb durchs Raster, weil es zur populären Massengattung der Krimis zählt. Historische Romane und Wissenschaftsromane werden immer höher eingestuft. Nimmt man aber dieses (eigentlich später erschienene) Erstlingswerk Schätzings nur für sich als Krimi, so kann das Urteil ehrlicherweise nur positiv ausfallen: Sauber und spannend geschrieben, Charaktere gut herausgearbeitet und ein Plot ("Who done it?"), der bis zum Ende hält.
Als Kriminalroman hat dieses Buch zudem die Unterscheidungsmerkmale, dass es "unüberlesbar" im rheinischen Köln spielt und eine für Ortskundige sicher interessante Stadttour durch die besten Restaurants der Szene macht. Die umfangreiche Aufzählung eben dieser wurde mit der neuen Auflage aktualisiert (die Lebensdauer in der Gastronomie ist ähnlich kurz wie die der Opfer im Krimi), gepaart mit den Rezepten der im Buch erwähnten Speisen - ein inzwischen beobachtbarer interessanter Ansatz bei der Vermarktung von Büchern.
Mein Fazit: Ein kurzweiliges und amüsantes Krimivergnügen.
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162 von 177 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Doch nur ein 2-Sterne-Menü, 22. Oktober 2006
Als der stets hungrige Kommissar Romanus Cüpper von seiner Freundin verlassen wird, ist alles was ihm bleibt seine heiß geliebte Küche. Kurz darauf wird er bereits zu seinem nächsten Fall gerufen, dem seine gesamte Aufmerksamkeit widmen kann. Die Millionärin Inka von Barnek wurde von einem Nachbar mit durchschnittener Kehle in ihrer Wohnung aufgefunden. Zusammen mit seinem Assistenten Rabenhorst versucht Cüpper den Kreis der Verdächtigen einzugrenzen, doch das scheint gar nicht so leicht zu sein, denn Inka von Barnek hat sich zeit ihres Lebens viele Feinde gemacht. Die erste Verdächtige ist gleich Inkas eigene Tochter, Marion Ried, die schon lange kein gutes Wort mehr für ihre Mutter übrig hatte. Daraufhin trifft Cüpper auf die Agenturchefin Astrid Hasling, welche mit Inka eine Agentur aufgebaut hat, doch seit Inka vor kurzem versuchte Hasling zu ruinieren, waren erbitterte Feinde. Mit ihrem Tod wurde Agentur gerettet - ein Motiv? Dann ist da noch Inkas entfremdeter Ehemann, der Makler Fritz von Barnek, der in zwielichtige Geschäfte verwickelt ist. Oder könnte es von Barneks Privatsekretärin sein, die in Attraktivität auch mit Inka konkurrieren konnte. Doch von Barnek hat auch einen Doppelgänger, welcher es ihm ermöglicht manchmal an zwei Orten gleichzeitig zu sein und sich so nie in allzu Gefahr zu begeben. Der wahre Mörder versteckt sich jedoch hinter einem geschickt aufgebauten Lügenkonstrukt...
Eigentlich war Mordshunger ja sein erstes Buch, wie Frank Schätzing im Vorwort gesteht, doch sein glanzvolles Debüt Tod und Teufel (eigentlich bereits sein zweites Buch) wurde dann doch vor dem Erstling veröffentlicht. Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet, war das genau die richtige Entscheidung, denn während Tod und Teufel hoch geschätzt mehrere Auszeichnungen abräumte, ist Mordshunger schließlich doch sang und klanglos verschwunden, zumindest bis heute. Nach dem internationalen Erfolg von der Schwarm, wurde zunächst der Politthriller Lautlos vom Goldmann-Verlag neu aufgelegt, da dieser sich anscheinend ebenfalls recht gut verkauft haben dürfte, wurde nun auch Mordshunger überarbeitet und zurück in die Buchläden gebracht. Eine Neuveröffentlichung von die dunkle Seite ist ferner bereits für nächstes Jahr angesetzt. Hoffentlich wird es dessen ungeachtet auch bald ein wirklich neues Buch aus Schätzings Feder geben.
Bereits in Schätzings erstem Werk werden jene Elemente deutlich, die auch in seinen anderen Büchern ausschlaggebend für seinen typischen Stil sein werden, so die meist relativ exzentrischen Hauptcharaktere und die selbstironischen Passagen, in welchen er die eigenen Charaktere und das jeweilige Genre auf die Schippe nimmt (z.B. der homosexuell veranlagte Pathologe mit dem Spitznamen Königin von Saba). Leider ist dieser Stil in Schätzings Erstling noch nicht so ausgereift und lässt den Leser daher manchmal bitter aufstoßen. Auch mit der Handlung hapert es noch ein bisschen, weil das Ende doch ein bisschen zu sehr vorhersehbar ist und der Plot nicht mitreißt. Kurz gesagt, es fehlt dem ganzen Buch an Substanz, so dass man ganze Kapitel überspringen kann, ohne etwas zu versäumen.
Fazit:
Wer Frank Schätzings Bücher noch nicht kennt, sollte lieber zu einem seiner besseren Werke greifen (zB der Schwarm oder Tod und Teufel) und sich nicht mit Mordshunger den Appetit auf andere Kreationen des Bestsellerautors verderben.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Kurzweiliges für den Strand oder die Zugfahrt, 21. April 2007
Einer reichen und charakterlich fragwürdigen Geschäftsfrau wird die Kehle durchgeschnitten, keiner trauert, außer Kommissar Cüpper, jener jedoch nur um sich selbst, weil ihn seine Freundin verlassen hat. "Mordshunger" reitet so ziemlich jedes Krimiklischee, das man reiten kann, aber die Art und Weise, wie Cüpper mit seinem eseligen Adlatus Rabenhorst auflösenderweise durch den Fall galoppiert, hat was Unterhaltsames, auch Komisches zuweilen. Auf den letzten Seiten versucht sich Schätzing an einem screwball-ähnlichen Ende, alle stürzen irgendwie gleichzeitig auf die Bühne, großes Durcheinander, höchste Not - und dann (wie erwartet): Ende gut, alles gut.
Wer was Leichtes, Unterhaltsames für den Urlaub am Strand sucht oder eine längere Zugfahrt ist mit "Mordshunger" bestens bedient und gut unterhalten.
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