Kellerman schreibt packende Krimis, doch dieser Plot hat mich enttäuscht, auch wenn das bewährte Duo Alex Delaware und der Kripoleutnant Milo die Aufklärung blutiger Mordtaten betreibt. Nach vielen ins Leere führenden Spuren bedeutet der Schluss der Geschichte eher einen Rückschritt als einen Höhepunkt.
Zudem lässt Kellerman im Dunkeln, was denn der Grund für die Freundschaft des Heteros Delaware mit dem schwulen Polizeidetektiv Milo ist. Milo hat einen Partner, der so gut wie nie auftritt. Warum braucht denn der Autor einen schwulen Polizisten, wenn dieser Zustand für den Fortgang der Handlung unerheblich ist? Weil die Handlung in Los Angeles und im liberalen Californien spielt? Einige Sprünge der Handlung finde ich ziemlich verkrampft. "Blutgier" gehört meiner Meinung nach zu den schwächeren des Autors , der sicherlich ein fantasievoller Erzähler ist.