Die "Mordfall für ..."-Serie von George Baxt ist ein literarischer Knüller. Gerade die zwei Romane über Dorothy Parker und Greta Garbo lassen einen nicht mehr los! Der über Hitchkock fand ich etwas langweilig. Das Besondere an seinen Romanen ist die Tatsache, daß er die handelnden Personen selbst kannte und auch das Milieu der Theater-, Film- und Buchwelt aus eigener Erfahrung beschreiben kann. Einzig allein der Mordfall an sich ist erfunden, die Personen und ihre Eigenheiten hingegen - so beteuert Baxt im Nachwort - seien so gewesen, wie er sie beschreibt. Und das glaubt man ihm aufs Wort. Besonders die Charakterisierung der exzentrischen, teilweise unverschämten "Dottie" Parker und ihres lasterhaften Kreises (u.a. Lillian Hellman, Dashill Hammett) ist mitreißend und faszinierend beschrieben. Der bissige und doch liebevolle Umgangston besonders unter den Frauen ist so hinreißend getroffen, daß man glaubt, Baxt habe alles von heimlich aufgezeichnteten Tonbändern niedergeschrieben. Baxts witzige Sprache und sein Gespür für komische Situationen machen seine Romane zu einem kurzweiligen Vergnügen! Die gelungene Mischung aus Witz und spannender Krimiunterhaltung ist das unverwechselbare Kennzeichen von Baxts Romanen. Besonders die zeitgeschichtlichen Hintergründe sind fein ausgearbeitet und stimmen bis ins Detail. Als LeserIn merkt man, daß diese Geschichten nicht nur einfach recherchiert sind, sondern daß der Autor wirklich dabei war. Grandios! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)