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Morddeutung: Roman
 
 
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Morddeutung: Roman [Gebundene Ausgabe]

Jed Rubenfeld , Friedrich Mader
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (21. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453265440
  • ISBN-13: 978-3453265448
  • Originaltitel: The Interpretation of Murder
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 427.068 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jed Rubenfeld
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein einzigartiger Roman!« (The New York Times )

»Grandios!« (Kirkus Reviews )

»Ein großartiger Roman, der die Massen begeistern wird.« (Publishers Weekly )

Kurzbeschreibung

Manche Verbrechen entziehen sich jeder Analyse
Als Sigmund Freud 1909 in New York zu einer Vorlesungsreise eintrifft, treibt in der Stadt ein diabolischer Killer sein Unwesen. Eine junge Frau überlebt, doch die schrecklichen Erlebnisse haben sie sprachlos gemacht. Kann Freud dem Täter mit den Mitteln der Psychoanalyse auf die Spur kommen? Ein hochspannender Thriller aus dem New York der Jahrhundertwende.
Im August 1909 trifft Sigmund Freud in Begleitung von Carl Jung und Sándor Ferenczi mit dem Schiff in New York ein, um an der Clark University eine Vorlesung über Psychoanalyse zu halten. Empfangen werden sie von ihrem amerikanischen Kollegen Stratham Younger. Zur gleichen Zeit geschieht in einem Luxusapartment ein grausamer Mord an einer jungen Frau. Sie hängt an einen Kronleuchter gefesselt, ihr Körper wurde geschändet. Als kurz darauf eine weitere Tochter aus höherem Hause auf ähnliche Weise misshandelt wird und nur knapp mit dem Leben davonkommt, macht sich die Polizei auf die Suche nach dem Serientäter. Da das Opfer nach der Attacke unter Amnesie und Stimmverlust leidet, wird Younger konsultiert, der die junge Frau mit Freuds Hilfe zu analysieren versucht. Schon bald stecken sie mitten in einem komplexen Kriminalfall, der in die höchsten Kreise der New Yorker Gesellschaft führt.


Im Jahr 1909 machte Sigmund Freud in Begleitung seines damaligen Schülers C.G. Jung seine einzige Reise in die USA, um an der Clark University in Worcester, Massachusetts, eine Vorlesungsreihe über Psychoanalyse zu halten. Trotz des großen Erfolgs seiner Reise äußerte sich Freud in späteren Jahren stets so darüber, als hätte er in den Vereinigten Staaten ein großes Trauma erlitten. Er bezeichnete die Amerikaner als »Wilde«, und er machte Amerika für körperliche Beschwerden verantwortlich, die ihn schon lange vor 1909 geplagt hatten. Freuds Biografen haben über dieses Geheimnis gerätselt und spekuliert, ob nicht ein bislang unbekanntes Ereignis in Amerika hinter diesem sonst völlig unerklärlichen Verhalten stecken könnte.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Überbewertet, 18. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Morddeutung" ist ein Kriminalroman, bei dem der (fiktive) Mordfall mit dem (historischen) Aufenthalt Sigmund Freuds in den USA verknüpft ist. Ein (fiktiver) amerikanischer Gefolgsmann Freuds wird als Psychoanalytiker hinzugezogen, um die Überlebende eines Mordanschlags unter Freuds Anleitung zu therapieren - doch die junge Nora ist alles andere als ein naives, unschuldiges Mädchen...

Für Freudianer ist "Morddeutung" ein Fest - jedes Versatzstück ist an Bord, selbst wenn es chronologisch nicht passt (wie etwa die Gegenübertragung, die Freud zu jener Zeit noch nicht verstand); schon der Romantitel ist eine Adaption von Freuds epochalem Werk, "Die Traumdeutung". Nora ist der Dora nachempfungen, der Patientin aus Freuds berühmtester und kontroversester Fallstudie ("Bruchstück einer Hysterie-Analyse"). Dabei bekommen die Versatzstücke auch ein Eigenleben; Nora zum Beispiel lässt ihre Dora-Rolle hinter sich und entpuppt sich als gewieft und mit allen Wassern gewaschen. Ein Fest ist die Rivalität der Freud-Eleven Ferenczi und Jung, und dass Jung als quasi-dement geschildert wird, lässt jedem eingefleischten Freudianer das Herz höher schlagen ;-)

Doch trotz der vielen intertextuellen Freud-Referenzen weist der Roman zahlreiche Schwächen auf. Mich hat schon die Hauptmotivation für den Roman nicht überzeugt; ohne einen nachvollziehbaren Grund kam Freud durch seinen USA-Besuch zum Schluss, dass die USA ein verdorbenes und unrettbar verlorenes Land seien - man vermutet eine nicht überlieferte, traumatische Erfahrung Freuds in den USA. Jed Rubenfeld möchte hierfür in seinem Roman eine Erklärung liefern; meines Erachtens scheitert er darin, denn nichts an der Handlung ist traumatisch für den im ganzen Buch stets als ausgeglichen geschilderten Freud.

Die Kriminalhandlung selbst ist überkonstruiert, da sie sowohl die Dora-Konstellation sowie eine radikale Gegen-den-Strich-Interpretation derselben integrieren muss. Dass am Ende seitenweise die Protagonisten dem Leser erklären müssen, weshalb was wie passiert ist, zeigt schon, dass die Konstruktion des Krimis nicht geglückt ist. Das dämliche Liebes-Happy-End passt dazu wie die Faust aufs Auge.

Und in der Tat, der Autor, ein Jurist, beherrscht sein neues Handwerk noch nicht so ganz: Die Wechsel in der Erzählperspektive nerven - Ich-Erzählung wechselt mit dritter Person, und das zeugt nicht vom Können des Autors. Seine Figuren sind auch nur teilweise rund; beim Charakter des Coroner lügt der Autor den Leser erst mal ganz ordentlich an (mehr soll hier nicht verraten werden), und das sollte einem guten Autor nicht passieren.

Dass dieser Roman so hoch gelobt wird, ist mir unverständlich - das kann nur mit den vielen gelehrten Freud-Referenzen zu tun haben, bei denen die Kritiker anscheinend vor Ehrfurcht erstarren. Eigentlich 2 Sterne, aber wegen der sehr guten Darstellung der dekadenten, neureichen High Society ist ein dritter Stern noch gerechtfertigt.

PS: Wer einen wirklich guten Krimi mit klugen psychoanalytischen Ansätzen in derselben Zeit in New York lesen will, der sollte lieber zu dem düsteren und doch brillanten Roman "Die Einkreisung" von Caleb Carr greifen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Shakespeare im neu interpretiertem Gewande ..., 29. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich stimme ich mit der Bewertung von "Mietzekatze" völlig überein und enthalte mich deswegen einer diesbezüglichen Stellungnahme.

Zwei Aspekte möchte ich aber doch ergänzen: 1) der spannende Aufbau - man kann das doch recht umfangreiche Werk nicht aus den Händen legen ... und 2) die meiner Meinung nach sehr interessante Interpretation von Hamlet und dem umgekehrten Ödipuskomplex. Da hat Jed Rubenfeld mich wirklich überzeugt....
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen ein sehr ungewöhnlicher Krimi, 28. Februar 2007
Von 
M. Wolf (Stechlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Morddeutung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Historischer Hintergrund: Sigmund Freud, C.G. Jung und Ferenczi besuchen die USA im Jahre 1909. Sie werden in die Ermittlungen zu einem Mordfall einbezogen. Ein junger amerikanischer Psychoanalytiker und Freud-Verehrer wird mit der Behandlung eines überlebenden Opfers eines sadistischen Mörders beauftragt. Er ist zugleich Betreuer für Freud und die anderen während des USA Aufenthaltes. Das ganze spielt in der New Yorker High Society, das Leben der Oberklasse, aber auch die Kehrseite, die einfachen Arbeiter und deren Leben werden gut geschildert. Debütantenbälle und der Dreck der Hochhaus- und Brückenbauten, Appartements und billige Absteigen - alles steht nebeneinander in dieser irren Stadt, die in dieser Zeit wuchert und sich zum Macht- und Finanzzentrum der Welt entwickelt.

Die Ablehnung der klassischen" Neurologen und der (amerikanischen, puritanischen) Gesellschaft überhaupt gegen die sexuellen Deutungen Freuds, Freuds Konzepte überhaupt, der Streit zwischen Freud und Jung, der letztlich zur Trennung der beiden führt, ihre unterschiedlichen Ansätze - alles das ist Thema des Krimis und wird sehr gut geschildert. Immer wieder wird dieses Wissen in Gesprächsform eingestreut und so vermittelt, dass man es (a) versteht und (b) nicht als aufgesetzt oder belehrend empfindet. Das ist genial gemacht. Zumal der Krimi spannend bis zum Schluss bleibt (nur die Auflösung des ganzen Falls hat mich dann enttäuscht).

Tip: Man sollte zum Lesen Shakespeares Hamlet und eine kurze Freud-Biografie bereithalten.

Für Krimi-Fans ein Stern Abzug wegen des Endes... das ist wirklich zu sehr gekünstelt, schade. Der Leser wird die ganze Zeit beschäftigt mit allen möglichen Deutungen und dann kommt ein Griff in eine stereotype Mottenkiste mit Geheimgängen und doch nicht so guten... (Nun, ich will das Ende nicht verraten)...
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