Viele Autoren und Autorinnen aus verschiedenen Ländern machen dieses Buch recht facettenreich. Die Geschichten tragen sich an verschiedenen Schauplätzen zu, so daß man als Leser quer durch die Welt reist. Der Schreibstil der Geschichten ist so unterschiedlich, wie deren Verfasser selbst. Die meisten Kurzkrimis fand ich gut, weil spannend und recht originell. Hin und wieder mischt sich aber auch der ein oder andere langweilige und einfallslose mit hinein. Das bleibt aber wohl nicht aus bei so einem Sammelwerk. Letztendlich ist es ja auch der persönliche Geschmack des Lesers, der hier über Gefallen oder Nichtgefallen entscheidet.
Schon vom Titel des Buches her ist erkennbar, daß in den Kurzkrimis kulinarische Genüssen beim Morden eine Rolle spielen. Nur selten sind sie Beiwerk. Hauptsächlich hat man es natürlich mit Giftmorden zu tun, was sich gerade bei Speisen und Getränken regelrecht anbietet. Es gibt jedoch auch eingebackenes Tatwerkzeug, ohne welches der Täter nicht überführt werden kann.
Giftmorde werden laut Statistik den Frauen zugeschrieben. Kein Wunder also, daß sich in diesem Buch fast ausschließlich Frauen von fremdgehenden Ehemännern, von nicht sterben wollenden Schwiegermüttern oder anderen im Wege stehenden Subjekten trennen. Raffiniert, hinterlistig und oft mit einer Prise Rache gespickt, werden die Morde geplant und inszeniert. Obwohl dies recht makaber ist, lassen sich die Geschichten gut lesen und unterhalten einen recht amüsant. Schauderhaft und gruselig ist kein einziger dieser Krimis.
Die bunte Mischung der ausgewählten Krimis macht den Charme dieses Buches aus, welches man entweder hintereinanderweg lesen oder aber auch je nach Lust und Laune immer mal wieder zur Hand nehmen kann. Eine empfehlenswerte Sommerlektüre, da es auch zur Unterhaltung am Strand dient.