Wie von Michael Böckler schon gewohnt, verbindet dieses Buch eine Krimigeschichte mit dem Thema "Gut Essen und Trinken", indem er die Handlung in der Sterne-Gastronomie Deutschlands ansiedelt, und auch viel darüber erzählt. Dazu gehört auch guter Wein: dieses Buch hat hier bereits den Tag "Weinkrimi"; dem kann ich gerade noch zustimmen, denn die Informationen über Wein gehen über "welcher Wein zu welchem Essen" durchaus hinaus, sind aber nicht so gut, wie in den Weinkrimis von zum Beispiel Paul Grote.
Die Krimigeschichte ist nachvollziehbar und spannend: Es wird zwar über einen Mörder von Anfang an ausführlich berichtet, aber: Gibt es einen zweiten Mörder und er ist es? Beim ersten Mörder bleibt auch lange die spannende Frage offen, inwieweit er es schafft, seine Pläne umzusetzen.
Hinzufügen möchte ich noch, dass ich nur raten kann, die Serie der Hippolyt-Hermanus-Krimis in der richtigen chronologischen Reihenfolge zu lesen, also beginnend mit "Sterben wie Gott in Frankreich", dann "Vino Criminale", gefolgt von "Tödlicher Tartufo" (auch wenn der fälschlicherweise im Untertitel "Der 2. Fall ..." heißt) und dieses Buch als viertes.