Ein spannender Kultkrimi mit Stefan Wilkening als Hercule Poirot.
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Eigentlich wollte Poirot nur seine Reise im berühmten Luxuszug genießen, als er von Monsieur Bouc, dem Direktor der Schlafwagengesellschaft, gebeten wird, die Ermittlungen in einem ominösen Mordfall zu übernehmen. Ratchett, ein reicher Amerikaner um die sechzig, wurde durch 12 Messerstiche getötet in seinem Abteil aufgefunden. Auf seine unverkennbare Art beginnt der kleine, immer tadellos gekleidete Belgier mit der Arbeit. Unterstützt von Dr. Constantine, einem Griechen, und von Monsieur Bouc, dem alten Freund, befragt er die zwölf Reisenden. Er tut dies mit Logik und Rationalität, den bedeutendsten Merkmalen seines kriminalistischen Talents. Nachdem er die wahre Identität des Ermordeten relativ schnell aufgedeckt hat, führen ihn seine Befragungen unaufhaltsam in eine gemeinsame Vergangenheit aller Reisenden zurück.
Im Jahre 1928 reiste Agatha Christie mit dem Orient-Express nach Bagdad. Vor diesem Hintergrund entstand der Krimi, der 1934 veröffentlicht wurde. Zusammen mit Miss Marple schuf Agatha Christie (1890 bis 1976) mit dem genialen belgischen Detektiv Krimi-Kult-Figuren. Die Meisterin des Krimis und Bestsellerautorin schrieb rund 70 Kriminalromane, sie verfasste Kurzgeschichten und Theaterstücke. Für ihre Arbeit wurde die unübertroffene Queen of crime mehrfach ausgezeichnet. 1950 wurde sie in die Londoner Akademie der Wissenschaften aufgenommen, 1956 erhielt sie den Order of the British Empire und 1972 wurde sie in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett aufgenommen.
Spannend und abwechslungsreich liest Stefan Wilkening den legendären Krimistoff. Der Schauspieler hatte u.a. Engagements bei den Münchner Kammerspielen und bereits in zahlreichen Hörfunk- und Filmproduktionen mitgewirkt. Er ist festes Ensemblemitglied beim Bayerischen Staatsschauspiel in München. Beeindruckend ist die Wandlungsfähigkeit, mit der er die einzelnen Figuren samt ihrer sehr ausgeprägten Idiome spricht. Egal ob Poirot, Greta Ohlsson, die Schwedin, Graf Andrenyi oder Mary Debenham er schafft es, jeder Figur ihren eigenen, unverkennbaren Auftritt zu geben. Virtuos hält er die permanenten Wechsel in den Befragungen durch. Toll! Lesung, Spieldauer: ca. 216 Minuten, 2 MCs. -- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Das Buch glänzt für mich in seiner Beschreibung der 30er Jahre, der Charaktere und die Gedanken der Charaktere übereinander. Auch werden Klischees benutzt, jedoch nicht bezüglich der Aufbau der Geschichte, sondern im vermutlichen Verhalten der verschiedenen Landsleute.
Die Form, in der sich die Geschichte entwickelt wirkt keineswegs langatmig. Es passiert immer etwas im richtigen Moment.
Ob man allerdings mit dem Ende des Buchs zufrieden ist, muss jeder für sich selbst wissen. Ich fand es in Ordnung, aber nicht herausragend. Das ist aber bei den meisten Büchern so.
Ein großes, dickes Plus bekommt dieses Hörbuch auch für seinen Sprecher, Martin Maria Schwarz, unter anderem auch Moderator des hr2. Wie er es schafft, den Charakteren Leben einzuhauchen und sie mit einer einzigen Stimme dermaßen unterschiedlich und besonders mit akzentgetränktem Deutsch darzustellen lässt ihn mich mit Rufus Becks Lesequalität vergleichen.
Mit Freude habe ich durch eine kleine Recherche heraus gefunden, dass der Verlag für Hörbuch-Produktionen in letzter Zeit mehrere Poirot-Geschichten mit Hilfe des Sprechers Martin Maria Schwarz veröffentlicht hat.
Auf diese freue ich mich sehr!
Fazit: Den Kaufpreis ist es auf jeden Fall wert!
|
|
|