Kommissarin Irmgard Mangold hat eine Erscheinung, der Zeitsoldat Peter Fichtel, welcher in ihrer Dienststelle Garmisch auftaucht sieht genauso aus wie die im nahen Wald aufgefundene Leiche eines unbekannten Mannes - teilweise zerstückelt. Der Fall im bayrischen Lokalkolorit gesprochen, kommt mit Witz und Gemütlichkeit daher und versucht damit den Anschluss zu finden zu der überaus erfolgreichen Serie Kommissar Kluftinger.
Am Anfang habe ich fast geglaubt die Sprecherin Johanna Bittenbinder wolle mich einschläfern, doch im Verlauf der Geschichte drehte sie auf und als sie sich teilweise sogar in Rage redete war es ungemein spannend zuzuhören. Ich mag auch gerne zugeben, dass ich als Preuße wahrscheinlich immer etwas Gewöhnungszeit benötige mich auf das Bayrische einzustellen.
Ich denke, dass die Sprecherin Johanna Bittenbinder durchaus Qualitäten hat, wenn sie im bayrischen Lokalkolorit die Stimme erhebt und eine waschechte Kommissarin aus Garmisch gibt, teils gemütlich, doch bestimmt und durchsetzungsstark, wenn es um die Sache geht.
Worum geht es in der Geschichte? Eine Leiche und jede Menge Verdächtige, Freunde, Verwandte, Bekannte, Feinde gibt es auch den der Tote hatte sich bei Bauern und anderen unbeliebt gemacht.
In alle Richtungen wird ermittelt und jedes Mal wenn man als Zuhörer glaubt, der Schuldige sei gefunden, entpuppt sich die Person als der Falsche.
Die Angehörigen der Bundeswehr kommen im Übrigen leider denkbar schlecht weg, doch die Rolle eines Obersts und eine Gefreiten sind jedoch nur kurz, ihre fast schon preußische Art und Weise war befremdlich anzuhören.
Man sieht also, so ganz simpel ist der Fall MORD IM BERGWALD von Nicola Förg nicht gestrickt, spannend bleibt er bis zum Ende der drei CDs.
Wer auf der Suche nach Alpenkrimis ist, wird mit diesem Hörbuch gut bedient sein und sich freuen, dass die Lösung des Falles gar nicht so einfach ist und es erst innerhalb der letzten Tracks klar wird wer Pius Fichtel ermordet hat und wo das Tätermotiv lag.
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