Aus der Amazon.deRedaktion
Die klassische Frage vieler Krimiklassiker: Wie gelangt der Mörder nach der Tat aus einem Raum heraus, der hernach von innen verschlossen vorgefunden wird? Eine erfolgreiche Krimiautorin und ein pensionierter Polizist rücken in Gilbert Adairs grandioser Krimiparodie
Mord auf ffolkes Manor dem Problem zu Leibe.
Colonel Roger ffolkes (ja -- kleingeschrieben und mit ff am Anfang) und seine Weihnachtsgäste werden zu früher Morgenstunde von einem Schuss und einem Schrei auf den Plan gerufen. Der Colonel und Donald Duckworth, der Freund seiner Tochter Selina, eilen hinauf zur Dachkammer, aus der das Getöse zu vernehmen war. Sie finden die Tür verschlossen, Blut sickert durch den Türspalt. Nachdem sie mit vereinten Kräften die Tür aufgebrochen haben, finden sie ffolks ungeliebten Gast Raymond Gentry erschossen auf dem Boden vor. Eine Tatwaffe ist nicht auffindbar, das Zimmer leer. Wie kann der Mörder das Zimmer verlassen haben? Unglücklicherweise hat ein Schneesturm die Gesellschaft von der Außenwelt abgeschlossen, unglücklicherweise verfügt jeder der Anwesenden über ein Motiv, Gentry zu ermorden und unglücklicherweise ergibt die Befragung aller durch den pensionierten Scotland-Yard-Inspektor Trubshawe, dass Gastgeber und Gäste Dreck am Stecken haben, wovon der Ermordete nur zu gute Kenntnis hatte. Trubshawe ermittelt mit enervierender Langsamkeit, erhält jedoch Unterstützung durch die erfolgreiche Krimiautorin Evadne Mount, die sich unter den Gästen befindet. Gemeinsam rücken sie dem schier unlösbaren Problem auf den Pelz. Und ein klassisches ermittlerisches Meisterstück von Mount sorgt für den logischen und trotzdem genial verblüffenden Schluss.
Ob nun erfrischende Krimiparodie oder veritabler Kriminalroman -- Gilbert Adair sorgt mit seinen Anspielungen und Zitaten aus der klassischen Kriminalliteratur, seinem erfrischenden Humor und seiner erzählerischen Intelligenz in Mord auf ffolkes Manor für eines der originellsten Krimi-Leseerlebnisse dieses Jahres! Ulrich Deurer
England, im Dezember 1935. Im Herrenhaus des ehrwürdigen Colonel Roger ffolkes feiert eine illustre Gesellschaft den Weihnachtsabend und wird durch plötzlichen Schneefall von der Außenwelt abgeschnitten. Als am nächsten Morgen die Leiche des Klatschreporters Raymond Gentry in der Dachkammer des Hauses gefunden wird, ist klar: Der Mörder muss einer der Anwesenden sein. Ein pensionierter Scotland-Yard-Ermittler wird zur Lösung des Falls herbeigeholt, denn er wohnt zufällig im einzigen benachbarten Haus. Mit erloschener Pfeife im Mundwinkel, seinen alten Jagdhund bei Fuß, verhört er die Gäste des Hauses - und fördert dunkle Geheimnisse zu Tage. Gilbert Adairs Roman ist eine gelungene Hommage an die britische Kriminalliteratur der 30er und 40er. Nicht nur Schauplatz und Figuren könnten eins zu eins einem Agatha-Christie-Roman entsprungen sein, sondern auch der langatmige, sich in überflüssigen Details verlierende Erzählstil Adairs. Bei einem so gelungenen Duplikat ist selbst die Auflösung des Falls nicht wirklich überraschend. Wer kann die Tat klassischerweise begangen haben? Ein Tipp: Der Gärtner war's nicht. (jul)
Kurzbeschreibung
Es ist Weihnachten 1935. Ein verschneites Herrenhaus am Rande von Dartmoor. Ein weihnachtliches Abendessen bei Colonel Roger ffolkes mit Freunden des Hauses und oben, im Dachgeschoss, die Leiche von Raymond Gentry, einem Klatschkolumnisten und Erpresser, mit einem Einschussloch im Herzen. Aber die Tür zum Dachzimmer war von innen verschlossen, das einzige Fenster ist mit dicken Eisenstangen vergittert, und natürlich findet sich keine Spur vom Mörder oder seiner Waffe. Glücklicherweise (für den Mörder leider weniger) ist einer der Gäste an diesem Abend die fabelhafte Evadne Mount, die erfolgreiche Bestsellerautorin zahlloser klassischer Krimis. Und wäre sie nicht in dieser Sache die geforderte Spürnase, "Mord auf ffolkes Manor" könnte geradezu von ihr selbst verfasst worden sein.
Klappentext
"Perfekt."
Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Eine rasante Mordgeschichte in bester Agatha-Christie-Manier."
Felicitas von Lovenberg
"Dieser Roman ersetzt eine ganze Krimibibliothek."
Focus
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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Über den Autor
Gilbert Adair, geboren 1944, Schriftsteller und Kolumnist (The Independent on Sunday), lebt in London.Jochen Schimmang, geboren 1948 in Northeim im südöstlichen Niedersachsen, aufgewachsen in Leer (Ostfriesland), lebte von 1969 bis 1999 nacheinander in Berlin, Köln und Paris und kehrte im Sommer 1999 nach Leer zurück.