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Mord auf der Leviathan: Fandorin ermittelt. Roman
 
 

Mord auf der Leviathan: Fandorin ermittelt. Roman [Kindle Edition]

Boris Akunin
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Als "James Bond des 19. Jahrhunderts" hat Detektiv Fandorin Kultstatus erlangt.Sein neuester Fall führt ihn auf das Luxusschiff "Leviathan", das 1878 auf Jungfernfahrt nach Kalkutta ist. Dort begegnet er dem französischen Kommissar Coche, der ein Jahrhundertverbrechen aufklären will: In Paris wurden Lord Littleby, ein Sammler orientalischer Kostbarkeiten, sieben seiner Bediensteten und zwei Kinder ermordet. Coche hat alle Tatverdächtigen an seinen Tisch geladen - auch den geheimnisvollen Russen Fandorin. Mit ungewöhnlichen Methoden schaltet dieser sich in die Ermittlungen ein."Boris Akunin setzt auf Tempo und feine Ironie. Empfehlenswert."Westdeutsche Allgemeine Zeitung"Ein absolut kultverdächtiger Historienheld."Brigitte "Akunin erzählt in bester russischer Tradition, grotesk wie Gogol, dunkel wie Dostojewski, unterhaltsam bis zuletzt." Die Woche

Über den Autor

Boris Akunin ist das Pseudonym des Moskauer Philologen, Kritikers, Essayisten und Übersetzers aus dem Japanischen Grigori Tschchartischwili (geb. 1956). 1998 veröffentlichte er seine ersten Kriminalromane, die ihn in kürzester Zeit zu einem der meistgelesenen Autoren in Rußland machten. Heute schreibt er gleichzeitig an drei verschiedenen Serien und genießt in Rußland geradezu legendäre Popularität. "Fandorin" war sein erster großer Erfolg. "Ich spiele leidenschaftlich gern. Früher habe ich Karten gespielt, dann strategische Computerspiele. Schließlich stellte sich heraus, daß Krimis schreiben noch viel spannender ist als Computerspiele. Meine ersten drei Krimis habe ich zur Entspannung geschrieben ..."

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Intermezzo 4. Januar 2003
Format:Taschenbuch
„Mord auf der Leviathan", Fandorins dritter Fall, ist ein Intermezzo.

In seinem letzten Abenteuer („Türkisches Gambit") hatte Fandorin angekündigt, von Konstantinopel nach Port Said fahren zu wollen und von da aus weiter mit dem Schiff nach Japan. Die Versetzung dorthin an die Botschaft in Tokio war Fandorins Wunsch: „Daß man mich zum Dienst ans E-ende [Fandorin stottert!] der Welt schickt...".

Fandorin besteigt also in Port Said den Luxusliner „Leviathan", der ihn über Aden und Bombay seinem Ziel näher bringen soll. Sie ahnen schon, dass auf dieser Reise etwas passieren muss, a la „Tod auf dem Nil" etc., und genauso ist es: Fandorin schaltet sich in die Ermittlungen des französischen Kommissars Gustave Coche ein. Dieser hat ein überaus brutales Verbrechen aufzuklären („Zehn Leben für eine goldene Gottesfigur!"), und aus Gründen, die hier natürlich nicht verraten werden dürfen, kann er sicher sein, den (oder die) Täter auf der „Leviathan" zu finden.

Fandorin bleibt dabei eher im Hintergrund - warum, dürfte den Lesern der ersten beiden Bände klar sein: zu tief hat ihn der Verlust seiner frisch angetrauten Ehefrau getroffen, als dass er als munterer Salonlöwe auftreten könnte; das würde zu seinem Naturell auch gar nicht passen. Die Passivität, die abwartende Haltung Fandorins tut aber der Spannung keinen Abbruch; im Gegenteil ist der von Akunin gewählte Weg, den gesamten Verlauf der Geschichte immer abwechselnd aus Sicht der anderen Hauptakteure zu erzählen (z. T. in Form von Briefen und Tagebucheintragungen), abwechslungsreich und durchaus geeignet, die Lösung lange im Dunklen zu halten.

Am Ende wird der Fall selbstverständlich doch von Fandorin und wie immer glänzend gelöst - voilà, ein Intermezzo eben, das völlig ohne Einfluss auf die weitere Entwicklung unseres Titelhelden ist. Das ist auch nicht weiter schlimm, die Geschichte ist durchaus abwechslungsreich und nimmt zahlreiche wenn nicht überraschende, so doch unerwartete Wendungen. Dass sie von Akunin wie immer meisterlich und mit liebevollen Details aus der Frühzeit der Kriminalistik (hätten Sie etwa gewusst, was eine „Bertillonage" ist?) erzählt wird, versteht sich von selbst; auch in diesem Buch trifft er genau den Ton, wie er unter gebildeten Mitteleuropäern am Ende des neunzehnten Jahrhunderts geherrscht haben mag.

Fazit: Das alles ist gehobene Unterhaltung. Fandorin-Fans werden das Buch ohnehin verschlingen; Neueinsteigern sei die Lektüre in chronologischer Folge empfohlen.

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Karolyi TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dieser dritte Roman aus der "Fandorin"-Serie entspricht vom Aufbau her vielleicht am ehesten von den ersten drei einem klassischen Kriminalroman, denn hier gibt es nicht viel Historie "drumherum"; der ganze Roman dreht sich um die vom Pariser Kommissar Coche aufzuklärenden bestialischen Morde. Coche freilich ist nicht unbedingt der begnadetste Ermittler (immerhin war allerdings seine Prämisse richtig, dass der Mörder auf dem Schiff "Leviathan" zu finden ist, mit dem zufällig auch Fandorin fährt) und lässt sich gern von rassistischen, sexistischen, snobistischen und anderen Vorurteilen leiten. Kein Wunder, dass der rein an der Logik orientierte Fandorin ihm schließlich entschieden entgegentritt und den Fall zu Ende führt, auch wenn er weitere Morde und einen höchst dramatischen Showdown am Schluss nicht verhindern kann.
Sehr interessant ist die gewählte Erzählperspektive, die kapitelweise zwischen den verschiedenen Verdächtigen hin und her schwenkt. Meisterlich erscheinen hier die am Ende eines Kapitels lässig hingeworfenen ein oder zwei Sätze, die den Verdacht auf den Erzählenden hinlenken - für jeden Einzelnen gibt es schließlich Indizien, die ihn eindeutig als den Mörder erscheinen lassen, und die fast sämtlich später wieder ebenso logisch entkräftet werden. Dieser Krimi ist nach der alten Schule aufgebaut und trägt natürlich dennoch Akunins individuelle Handschrift.Fandorin wirkt hier nicht so blass und phantomhaft wie im "türkischen Gambit".
Um diesen Krimi mit Höchstgenuss zu lesen, sollte man am besten zuvor die ersten beiden, zumindest aber den ersten Band gelesen haben. Denn nur darin findet sich die Erklärung für die düstere, geheimnisumwitterte Gestalt des Erast Fandorin.
Insgesamt ist die Stimmung im "Leviathan" trotz der allgegenwärtigen Spannung heller und leichter, ein paar Mal musste ich angesichts mit trockenem Humor dargestellter drolliger Szenen sogar, ungewohnt für "Fandorin", lachen.
Fazit: Sehr lesenswert, Schwerpunkt Krimi, nicht Geschichte, meisterlich geschrieben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein kühler cocktail 19. Juli 2006
Format:Taschenbuch
Spannend und geistreich bis zur letzten Seite. Viele Überraschungen. Viele interessante Dialoge. Herr Akunin hat aus seinen Talenten - Historiker, Japanologe und Journalist - einen wahrlich grossartigen Cocktail gemischt. Für mich ist Monsieur Fandorine definitiv der Retter dieses Sommers. Wie gut, dass es noch viele Bücher von ihm gibt. Unbedingt zu empfehlen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Macht schnell und stark süchtig!
Ich gebe zu, ich habe die Warnungen nicht beachtet (und als ich mitten im ersten band der Serie war, wähnte ich sie noch völlig unberechtigt) B. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Beatrice Berger veröffentlicht
Amüsant, witzig und intelligent - Fandorin ist wieder der...
Fandorin muss zum diplomatischen Dienst nach Japan - natürlich mit dem Schiff, der Leviathan. Während der Fahrt setzen sich die grausigen Ereignisse fort, die schon vor... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. November 2009 von FrankS
Genial und vergnüglich ...
Nach längerer Zeit habe ich mal wieder einen Fandorin gelesen, und das mit dem größten Vergnügen! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. August 2007 von Petra B.
Weder Fisch noch Fleisch
Weder ein "007" noch ein "Poirot". Die von mir in diesen Roman gesetzten Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Lesen Sie weiter...
Am 7. Oktober 2002 veröffentlicht
Weder Fisch noch Fleisch
Weder ein "007" noch ein "Poirot". Die von mir in diesen Roman gesetzten Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Lesen Sie weiter...
Am 7. Oktober 2002 veröffentlicht
Wieder sehr gelungen
Boris Akunin versteht es bestens, alle seine Bücher etwas, wenn auch nur eine Kleinigkeit, anders zu gestalten. So auch "Mord auf der Leviathan". Lesen Sie weiter...
Am 20. Juni 2002 veröffentlicht
Endlich ist der dritte Fandorin da!
Für alle die diese äußert lesenswerte russische Krimireihe schon kennengelernt haben, ein absolutes Muss! Lesen Sie weiter...
Am 6. Juni 2002 veröffentlicht
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