Als Hercule Poirot und sein Partner Captain Hastings den französischen Landsitz Villa Geneviève erreichen, ist ihr Auftragsgeber, der schwerreiche Millionär Paul Renauld, bereits tot. Er wurde hinterrücks erstochen in einer Grube seines neuen Golfplatzes gefunden. Der belgische Detektiv und sein langjähriger Freund versuchen, Licht in das Dunkel zu bringen...
Man sollte sich von dem etwas nichtssagenden und auch etwas in die Irre führenden Titel (der Golfplatz spielt höchstens marginal eine Rolle) nicht täuschen lassen: "Mord auf dem Golfplatz" ist ein herrlicher Krimispaß mit doppeltem Boden, der auch den Leser bis zum Schluß im Dunkeln tappen lässt. Dabei wird weder mit dutzenden falschen Fährten noch mit einer gewaltigen Portion britischen Humors und Situationskomik gegeizt, so dass man nicht nur atemlos der Aufklärung des äußerst komplexen Falles folgt, sondern sich auch mehrmals dabei ertappt, ins Schmunzeln zu geraten und lauthals zu lachen. Dies liegt nicht nur an dem unnachahmlichen Ermittlergespann aus Hercule Poirot, dem belgischen, unnachahmlichen Meisterdetektiv mit all seinen liebenswürdigen Macken und dem stets zweifelnden Captain Hastings, der sich dieses Mal sogar verlieben darf, sondern auch an Poirots "Gegenspieler", dem französischen Detektiv Giraud, der sich selbst für den Größten hält, den aber selbst Poirot für eine Witzfigur hält und nur auf die Schippe nehmen kann.
Wenn "Mord auf dem Golfplatz" teilweise auch etwas arg abstrus gerät, so ist es dennoch ein rundum gelungenes Krimipuzzle, das viele Haken schlägt und den Leser von Anfang bis Ende fesselt und begeistert. Ein Mustread, nicht nur für alle Fans der Queen of Crime und ihrem legendären Meisterdetektiv Hercule Poirot, sondern auch für alle, die auf der Suche nach einem Schmöker sind, der sowohl verdammt spannend als auch herrlich witzig und überraschend ist. LESEN!