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Mord im Zeichen des Zen: Kriminalroman<br /> Der erste Fall für Louise Bonì Taschenbuch – 12. Dezember 2005


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 13 (12. Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596165458
  • ISBN-13: 978-3596165452
  • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3 x 18,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 101.969 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Oliver Bottini, 1965 in Nürnberg geboren, in München aufgewachsen, familiärer Hintergrund mathematisch/pastoral. Nach dem Abitur Zivildienst, anschließend sechs Monate Neuseeland und Australien als Wanderer, Aprikosenpflücker und lästiger Tür-zu-Tür-Verkäufer von großformatigen Air-Brush-Gemälden. Zurück in München Jobs als Hotelrezeptionist und Hausmeister im Mädchenpensionat, parallel dazu Studium der Neueren deutschen Literatur, Italianistik und Markt- und Werbepsychologie sowie, schweißtreibender, von Kung Fu und Qi Gong. Seit 1995 Autor und freier Lektor. Berufsbegleitend von 2001 bis 2003 Ausbildung zum Familien- und Wirtschaftsmediator. Mehrere Kriminalromane, Sachbücher, Kurzgeschichten. 2008 den Weg nach Berlin gefunden, hängengeblieben, aber der Süden ... ruft ...

Produktbeschreibungen

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Die Freiburger Hauptkommissarin Louise Bonì ist 42 Jahre alt, geschieden und hat eine schwere psychische Krise durchzustehen. Denn seit den traumatischen Ereignissen während der Verfolgung eines Kinderschänders zerfleischt sie sich mit Selbstvorwürfen. Die eigenwillige Polizistin, die sich vor allem durch ihre Gefühle und Intuition leiten lässt, droht dabei in eine schwere Alkoholabhängigkeit abzurutschen.

In dieser Situation, in der ihr Kollegen bereits zu einer Zwangsbeurlaubung raten, gerät sie an einem grauen und nebligen Winterwochenende an einen merkwürdigen Fall: Ein offensichtlich verwirrter japanischer Mönch stapft durch die Schneelandschaft östlich von Freiburg, nur bekleidet mit Sandalen und Kutte. Ratlos folgt sie der seltsamen Gestalt durch den Schnee. Der Mönch, der sich nicht aufhalten lässt, ist offenbar verletzt und scheint auf der Flucht zu sein. Louise spürt, dass sich hinter dem Verhalten des Mönchs ein schreckliches Geheimnis verbergen muss ...

Mit Mord im Zeichen des Zen ist Oliver Bottini ein beachtliches Krimidebüt gelungen. Der Autor, der bisher durch Schriften zum Zen-Buddhismus bekannt geworden ist, baut seine Erzählung behutsam und hintergründig auf. Seine Kommissarin Louise Bonì ist beileibe keine Heldin nach dem Baukastenprinzip! Der kundige und kraftvolle Erzähler Bottini scheint außerdem genau zu wissen, weshalb er seine Geschichten in einem Kriminalroman verpackt. Sein harter Realismus und die gebrochene Figur seiner Heldin heben sich deutlich und wohltuend von der gängigen deutschen Krimiproduktion ab.

So sind Bottini und seine Kommissarin Louise Bonì Namen, die man sich merken muss. Trotz einiger kleiner Ungereimtheiten schafft es sein “Zen-Thriller”, den Leser mit subtiler Spannung bis zuletzt zu packen. Eine eindeutige Empfehlung. --Christian Koch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Karin am 10. Juli 2008
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Dieser Erstling hat noch seine Längen und Unzulänglichkeiten, aber ich sehe eine Entwicklung, die dazu führt, daß ich mehr lesen möchte.

Keine actiongeladene, blutspritzende Geschichte ist hier der Hintergrund, sondern es ist ein sich ruhig entwickelnder Krimi in Süddeutschland mit einem großen Geflecht an menschlichen Beziehungen innerhalb der Polizeitruppe.

Am Anfang begleitet man über viele Seiten einen Mönch, der barfuß durch den Schnee wandert und dabei beobachtet wird. Man kann viele Seiten damit interessant füllen ohne das etwas passiert.

Dann werden einem die involvierten Polizeibeamten nähergebracht und die eigentliche Hauptfigur Louise ist und bleibt mit all ihren Macken unsympathisch. Lebenskrise, Kinderschänder im Dienst erschossen, Männerprobleme, Alkoholikerin.

Es ist für mich eine interessante Erfahrung ein Buch gut zu finden, obwohl die Hauptfigur unsympathisch ist und ich glaube auch, daß der Autor nie gewollt hat hier eine Frau darzustellen, die man trotz/wegen ihrer Schwächen liebt.

Ein bißchen mehr Recherche zu dem ein oder anderen Thema (Kinderhandel - der mir zu schnell oder flach abgehandelt wurde und Buddhismus) hätte nicht geschadet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Kempter am 8. Oktober 2008
Format: Taschenbuch
Louise Boni, Hauptkommissarin der Freiburger Kripo, hat es zunächst mit einem asiatischen Mönch zu tun, der durch die schneebedeckte Schwarzwaldlandschaft unweit Freiburgs läuft - offenbar auf der Flucht und ohne jedes Vertrauen in den Nächsten. Aus diesem verwirrenden und verstörenden Prolog, der mit großer Ruhe und mit Bedacht geschrieben ist, entspinnt ein Kriminalfall, der mehr und mehr an Fahrt gewinnt und den Krimi gehöriges Tempo verleiht.
Leider gibt dabei auch die ein oder andere Bremse: Rückblenden zu einem früheren Fall sind leider nicht immer homogen oder motiviert in den Plot eingeflochten, auf das ein oder andere Klischee hätte sicher auch verzichtet werden können.
Schön dagegen (und das ist die Gefahr der sog. Lokalkrimis): Ortskenntnisse oder gar Lokalpatriotismus sind für den Lesegenuss nicht notwendig. Empfehlenswert!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT am 8. Oktober 2004
Format: Gebundene Ausgabe
„Als Johann Georg Hollerer am Samstagmorgen einen ersten Blick aus dem Küchenfenster auf die verschneite Hauptstraße von Liebau warf, hatte er eine Vision. Aus dem dichten Schneetreiben manifestierte sich ein asiatischer Mönch, der nur mit einer dunklen Kutte und Sandalen bekleidet war. Sein fast kahler, feuchter Schädel glänzte im trüben Morgenlicht. Langsam schritt er an Hollerers Küchenfenster vorbei Richtung Kirchplatz."
Ein Zenmönch am Sonntag vormittag in dem kleinen badischen Dorf Liebau. Das hat es noch nicht gegeben, das erregt Aufsehen und ruft den Dorfpolizisten auf den Plan. Der bemerkt, dass der Mönch verletzt ist, aber der Mönch beantwortet die Fragen des Polizisten nicht. Als er einfach weiter hinein in den verschneiten Schwarzwald läuft, nur mit Sandalen und einer dünnen Kutte bekleidet, wird die Kripo in Freiburg alarmiert.
Das versaut der Kommissarin Louise Boni den freien Sonntag, denn ihr Chef, dem sie sowieso ein Dorn im Auge ist, beauftragt sie, der Sache nachzugehen. Eigentlich reine Routine, denken alle. Bis zwei Polizisten erschossen werden. Und damit gerät ein Fall ins Rollen, der nicht nur die Freiburger Kripo, sondern auch ihre Kollegen jenseits der Grenze in Moulhouse beschäftigt.
Bottinis erster Roman beginnt ruhig, wie eine Meditation. Er ist alles andere als ein Action-Thriller, aber spannend bis zur letzten Seite. Die Kommissarin Boni hat nicht nur einen komplizierten Fall am Hals, sie hat außerdem ein Alkoholproblem. Und deshalb wird sie bald von der SoKo, die die Morde aufklären soll, ausgeschlossen. Doch so leicht gibt sie nicht auf ...
Kommissare haben immer persönliche Probleme in neueren Krimis, das scheint eine Anforderung des Genres zu sein.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Karl-Heinz Heidtmann am 24. März 2008
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Genau genommen hat dieser Kriminalroman wenig mit "Zen" zu tun, wie man angesichts des Titels meinen könnte. Zwar spielt die Handlung zum Teil in einem Zen-Kloster, doch hätte dieses ebenso gut ein christliches sein können, für die Handlung hätte dies keinen Unterschied gemacht - nur dass sich "Zen" vermutlich eben besser verkauft. Denn auch wenn ein Zen-Mönch während eines Teils des Buches durch die südbadische Landschaft läuft, haben doch weder er noch sein Kloster letztlich mit der Handlung zu tun. Vermutlich zelebriert Bottini hier nur seine jahrelange im Klappentext vermerkte Ausbildung in Kung Fu.

Es geht in dieser Geschichte vielmehr um Kinderhandel im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz. Unter dem Mantel der Organisation "Asile d'enfants" werden offenbar lukrative illegale Geschäfte mit Kindern aus asiatischen Ländern abgewickelt.

Im Zentrum des Geschehens steht Hauptkommissarin Louise Boni, die offenbar den finalen Todesschuss eines Gewalttäters nicht verkraftet hat und sich in den Alkoholkonsum flüchtet. Und vielleicht liegen die Meriten Bottinis mehr in der Schilderung dieser Person als in der manchmal verwirrenden und in die Länge gezogenen Handlung. Selten ist auch, dass ein männlicher Autor eine weibliche Hauptprotagonistin entwirft. Ein gewiss nicht einfach Unterfangen, sich in die Gefühlswelt und Gedanken einer Frau zu versetzen, die nicht nur den durch sie bewirkten Tod eines Gewalttäters nicht verwindet, sondern deren Ehe auch gerade gescheitert ist.
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