Ich habe vorher "Mörder und Marder" gelesen, den ich einfach wortwitzig und totkomisch fand. Also habe ich ( bei dem günstigen Preis so gar besonders gern) noch einmal zugegriffen. Allerdings hat mich der Anfang des Buches sehr enntäuscht: erstens der Sprache und zweitens des Inhalts wegen. "Mord am Millionenhügel" erschien erstmalig zu Beginn der Achtziger Jahre und wollte offenbar besonders zeitgeistig wirken. Leider ist nichts zu verstaubt wie die In-Sprache von Gestern bzw. Vorgestern. Schade, schade, so wirkt nämlich die sprachliche Munterkeit des Buches ziemlich bemüht. Absolut hanebüchen ist jedoch das inhaltliche Geschehen, das Matzbach und seine Ermittlungen auf den Plan bringt: Matzbach hat eines Morgens anch durchzechter Nacht eine fremde Zahnbürste in seinem Bad gefunden und kann sich partout nicht daran erinnern, wie sie wohl dahin gekommen sein könnte. Ganz ehrlich: wer würde auf solche Nachforschungen Abende(!) verwenden. Und dann kommt's noch dicker: in einer der von Matzbach frequentierten Bonner Altstadtkneipen taucht plötzlich ein Mann im grauen Anzug nicht(!!!) mehr auf und Matzbach wittert aus für den Leser nicht nachvollziehbaren Gründen Dreck am Stecken dieser "grauen Haselmaus". Um diesen Herren ausfindig zu machen, verplempert er nicht nur Tage seiner eigenen Zeit, sondern bringt auch noch Freunde dazu ihm zu helfen... Absurder geht's nimmer! Natürlich stößt Matzbach am Ende dieser Unwahrscheinlichkeiten auf ein Verbrechen, geschehen im Bonner Nobelvorort, dem Millionenhügel eben, und ab da wird dann Ganze dann auch wieder recht vergnüglich. Aber soviel Unsinniges vorweg kostet natürlich reichlich Sterne! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)