Wer hier einen typischen skandinavischen Krimi erwartet, wird überrascht. Die rasante Story dauert nur drei Tage und verbucht vier Tote. Hauptdarsteller ist ein anonymer Journalist, der dem Whisky und dem Beizenleben zuspricht. Zusammen mit einem befreundeten Polizisten macht er sich eigenmächtig an die Aufklärung des Mordes am reichen Kunsthändler Liljencrone. Dieser pflegte Beziehungen zum Gnagstermilieu Kopenhagens. Der Krimi lebt von den inneren Kämpfen des Journalisten und seinen sarkastischen Philosophien. Er will dem allumfassenden menschlichen Zirkus entfliehen, in dem jeder von uns und jeder für sich eine langweilige Runde dreht. Das gelingt ihm denn auch nachdrücklich, indem er im Verlauf seiner unorthodoxen Ermitlungen einen unbeabsichtigten (?) Mord begeht. Da er dies der Polizei verschweigt, wird die Geschichte auch in kriminalistischer Hinsicht spannend. Ein schneller, flüssiger Krimi mit viel unfreiwilligem Humor.