Ich hab die "römischen Bücher" mit der SPQR Reihe von John Maddox
Roberts angefangen. In dieser Reihe löst Decius Caecilius Metellus ein Mitglied einer sehr grossen,einflussreichen Plebejerfamilie
interassante Fälle während er den cursus honorum -die Römische Ämterlaufbahn - in der römischen Republik absolviert.
Die SPQR-Romane begeistert durch flüssigen Stil,atmosphärische Dichte und die herrlich ironischen bis zynischen Anmerkungen des Hauptcharakters.
Mangels SPQR-Stoffs hab ich dann auf Amazonempfehlung 3 Bücher
der Adler-Reihe von Simon Scarrow gekauft und gelesen.
Hier stehen im Mittelpunkt zwei sehr unterschiedliche Soldaten
bei der Eroberung Britanniens,somit also schon in der Kaiserzeit und deren Erlebnisse.
Ebenfalls sehr gut,wenn auch deutlich weniger humorvoll geschrieben.
Falls man mit diesen beiden Reihen schon vorher Kontakt hatte,kann man sich des Eindrucks nicht erwehren,
dass auch Lindsey Davis,die Schöpferin Marcus Didius Falco´s diese Bücher kennt.
Offensich kam ihr in einer extrem kreativen Sekunde noch die wahnsinnig originelle Idee die Melange der Maddox Roberts
und der Scarrow Bücher (-> ergibt einen Detektiv im eroberten Britannien dessen Frau eine gewisse Ähnlichkeit mit Decius´s
Frau Julia hat) noch mit einem grossen Schuss Raymond Chandler ( Philip Marlowe) abzuwürzen.
Ein gewisses Deja-lu(schon-gelesen)-Gefühl steigt einem bei der Lektüre von Mord in Londinium einfach nicht mehr von der Schulter
Ferner hatte ich bei der Arenaschlacht im 18.Kapitel das Gefühl,
dass hier ein Plot bereinigt wird bevor sich die Autorin darin verheddert.
Ansonsten lässt es sich lesen und ist hier und da auch leidlich spannend.
Abschliessen würde ich salopp sagen :"Es zieht mir wahrlich keinen Hering vom Brot !".