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Mord und Brand
 
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Mord und Brand [Taschenbuch]

Gerhard Loibelsberger
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 321 Seiten
  • Verlag: Gmeiner; Auflage: 1., Aufl. (8. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839212170
  • ISBN-13: 978-3839212172
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 50.392 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gerhard Loibelsberger
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Erneut liefert Gerhard Loibelsberger einen historischen Kriminalroman der Extraklasse aus dem Wien der Jugendstilzeit und den letzten Tagen Gustav Mahlers. Spannend, atmosphärisch, fesselnd. Über Inspector Nechybas bisherige Fälle: Gerhard Loibelsberger schafft es, die konkreten historischen Bezüge nahtlos in eine spannende Handlung zu verpacken. DER STANDARD Ihre Eitelkeiten und Alltagssorgen, der Gedanke an die nächste Gaumenfreude oder der nackte Kampf ums Überleben sind es, welche Loibelsbergers Figuren Leben einhauchen und ihnen die Sympathie des Lesers einbringen. Literaturhaus Wien

Kurzbeschreibung

Wien, 27. Juli 1911. Ein Großbrand wütet auf den Holzlagerplätzen am Nordwestbahnhof. Erst nach zwei Tagen kann er unter Einsatz von 167 Mann der Wiener Berufsfeuerwehr gelöscht werden. Inmitten tausender Schaulustiger wird ein Mann brutal zu Tode geprügelt. Frantisek Oprschalek und sein bester Freund Nepomuk Budka, ein mehrfach verurteilter Gewaltverbrecher, ziehen eine blutige Spur von Morden und Brandstiftungen durch Wien. Inspector Nechyba und seine Frau Aurelia geraten in einen Strudel der Gewalt, der sie auch ganz persönlich bedroht

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Daniela Hanisch (Media-Mania) TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Mord und Brand" ist ein Kriminalroman, der ein Sittenbild Wiens im Jahr 1911 zeichnet. Statt auf packende Verfolgungsjagden, rätselhafte Spuren und Verhaftungen setzt Gerhard Lobelsberger lieber auf seine Charaktere. Der Leser kann so sowohl den alltäglichen Geschäften des Inspectors nachgehen als auch alle Pläne der beiden Verbrecher verfolgen. Ein halbes Jahr lang dauert es, bis den beiden das Handwerk gelegt wird, doch in dieser Zeit kann man so tief in die Gesellschaft Wiens eintauchen, dass man das Gefühl hat, mittendrin zu sein. Es ist eine besondere Gabe des Autors, frühere Zeiten zum Leben zu erwecken, als seien diese Dinge immer noch allgegenwärtig. Jedes Detail passt wunderbar in die lebendig gestaltete Atmosphäre, genau wie die agierenden Personen, von denen jede einzelne liebevoll skizziert wird.

Letztendlich gelingt es Nechyba alle Einzelheiten des Mordkomplotts aufzudecken, doch ist dies nicht das Hauptziel des Kriminalromans. Wer packende Momente, wilde Hetzjagden erwartet, der soll sich lieber einen amerikanischen Thriller suchen. Möchte der Leser aber wirklich tief in die Geschichte eintauchen und die einzelnen Charaktere und ihr Leben kennenlernen, so liegt er mit "Mord und Brand" genau richtig. Hier gibt es nicht viel Action, denn das echte Leben kennt sie kaum. Stattdessen gibt es gute und weniger gute Menschen und einige, die Verzweiflung und Hunger zu Dingen treibt, an die sie sonst nie denken würden. Dies macht die Figuren in diesem Buch so menschlich und die Erzählung so glaubhaft, dass sie dem Leser präsent und real vor Augen tritt.

Ein ungewöhnlicher Kriminalroman, der sicher nicht jedem gefällt, der aber seine Liebhaber dafür umso mehr überzeugt.
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Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Beide ersten Bücher vom Autor habe ich wirklich mit Genuss gelesen. Im jeden Sinne. Wien - die pulsierende Metropole mit mehr als zwei Millionnen Einwohner im Jahr 1911. Der alte Kaiser, müde und ohne richtige Nachfolger, das Parlament ein Ort "des Schreckens", die Parteien streiten, die Nationalitäten (auch Slowenen) sind sich nicht einig.
Es kocht über in der Multistadt.
Die Leute sind arm, Fleisch gibt es als Delikatesse (aus Argentinien!), es werden Zimmer für enige Stunden vermittet. Die Hysotikerin dr. B. Hamann hat ein wunderbares Buch gerade um diese Zeit geschrieben (Lehrjahre eines Diktators - Hitlers Wien). Das nur nebenbe für alle, die sich für die Schattenseiten der Zeit interessieren, in denen Inspector Nechyba, seine Frau Aurelia und der Journalist Goldblatt tätig sind.
Es geht um Feuerteufel, dem das Spiel mit dem Feuer Spass macht, dass dabei die Leute sterben, die Lagerhäuser zerstört werden, ist für ihn kein Problem. Es geht auch um ein Auftragsmord, bei dem sich der Mörder ziemlich viele Gedanken macht, die Macht des Geldes ihn aber zur Taten motiviert.
Vieles wird im Buch eher "zufällig" enteckt. Es liegt nicht an Nechyba (oder, besser, der Inspector kann manchmal schwer seine Zeit einteilen). Als aber der Mörder seiner Frau, der liebliche Köchin Aurelia, zu Nahe kommt, erwacht der vollschlanke Inspector zum Leben.
Es wird (fast) alles gelöst.
Wenn man das Buch als Dokument der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg betrachtet, hat es viel an sich. Es gibt auch sehr gute Teile, besonders nett sind die häusslichen Aktivitäten der Familie Nechyba dargestellt.
Aber, die Morde sind doch zu seicht gelöst. Vielleich wollte der Autor auch in dieser Richtung an die allgemenine Passivität der Bevölkerung anknüpfen. Mit leeren Magen, ohne Arbeit und Wohnung ist ein Wiener (oder Zugereiste) nicht gerade begeistert, wenn die Polizei Hilfe braucht.
Trotzdem - ein gutes Buch, Wien ist immer eine Überraschung wert. Meine Grosseltern waren alle noch in der K.u.K Monarchie geboren, sprachen Deutsch oder Steirisch, die slowenische Sprache war zwar da, aber es war bis zum Jr. 1918 mehr für die "niedrigen" Klassen vorbehalten. So war das damals. Eine s.g. EU mit vielen Problemen. Und heute?
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich habe auch die beiden anderen Bücher gelesen und finde Gerhard Loibelsberger steigert sich von Buch zu Buch. Meist ist es leider gegenteilig. Die "Naschmarktmorde" gefallen vor allem durch ihre gute Recherche, den schönen Stil und ihre dichte und glaubhafte historische Atmosphäre. Der kriminalistische Plot hatte aber durchaus Schwächen. Das Nachfolgebuch "Reigen des Todes" war in dieser Hinsicht bereits deutlich besser und auch wirklich spannend. "Mord und Brand" legt nochmal eine Schippe drauf ohne stilistisch und atmosphärisch einzubüssen. Wirklich gut und absolut empfehlenswert, insbesondere wenn man ein k&k Faible hat oder gutes Essen liebt. Ich freue mich schon auf einen Nachfolgeband.
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