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Mord im 31. Stock. [Taschenbuch]

Per Wahlöö , Hubert Deymann
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Broschiert --  
Taschenbuch, 1. Juli 2004 --  
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 191 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: Neuausgabe (1. Juli 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499236826
  • ISBN-13: 978-3499236822
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 738.527 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Per Wahlöö, 1926 im schwedischen Lund geboren, machte nach dem Studium der Geschichte als Journalist Karriere. In den fünfziger Jahren ging er nach Spanien und wurde 1956 vom Franco-Regime ausgewiesen. Nach verschiedenen Reisen um die halbe Welt ließ er sich wieder in Schweden nieder und arbeitete dort als Schriftsteller. Per Wahlöö starb 1975 in seiner Heimatstadt.Per Wahlöö, 1926 im schwedischen Lund geboren, machte nach dem Studium der Geschichte als Journalist Karriere. In den fünfziger Jahren ging er nach Spanien und wurde 1956 vom Franco-Regime ausgewiesen. Nach verschiedenen Reisen um die halbe Welt ließ er sich wieder in Schweden nieder und arbeitete dort als Schriftsteller. Per Wahlöö starb 1975 in seiner Heimatstadt.

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4.0 von 5 Sternen Staatsbürgerliche Lehrstunde 16. Februar 2000
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Die noch relativ junge Staatsform der Demokratie bereitet ihren Anhängern scheinbar in aller Welt oft schlaflose Nächte. Die Angst ist groß, das gute Stück durch Unachtsamkeit der Beteiligten zu verlieren.

Welchen essenziellen Beitrag die Medien zum Gelingen oder Scheitern tragen, wissen wir hier in Deutschland seit Hugenberg.

Per Wahlöö beschreibt in seinem Buch Mord im 31. Stock die Zustände in einem Land, in dem nach und nach alle Pressehäuser zusammengelegt und somit gleichgeschaltet werden. Dann werden in den Zeitungen die Themen inhaltsloser und unkritischer. Wie kleine Arsendosen, die sich nach und nach im Körper ansammeln und erst später ihre Wirkung zeigen, werden die Leser zunehmend kritikunfähig und leicht führbar. Obwohl die politische Katastrophe in diesem Büchlein noch nicht beschrieben wird, mahnt es seinen Leser, wach zu bleiben und auf Bewegungen innerhalb der Medienwirtschaft genau zu achten.

Selbst wenn wir vor zehn Jahren bei der Einführung des privaten Fernsehens mit Argumenten wie Untergang der abendländischen Kultur und sicherer Absturz in die Diktatur etwas über das Ziel hinaus argumentiert haben, was sich aber erst im nachhinein herausstellte, so sollte man auch in Zukunft die großen Medienkonzerne von Springer bis Gruner + Jahr und von Bertelsmann bis Kirch genau bei ihren Aktivitäten beobachten

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungeheure Aktualität 16. September 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein dünnes Buch, das per Wahlöö noch vor seiner Zusammenarbeit mit Maj Sjöwall ("Kommissar Beck"-Reihe) geschrieben hat. Stil und Story erscheinen auf den ersten Blick etwas altbacken: Der einsame Kommissar Jensen führt ein Verhör nach dem anderen, sonst passiert nicht viel. Aber von Gespräch zu Gespräch erfährt man mehr über den fast schon kafkaesken Zeitungsverlag, in dessen Konzerngebäude im geheimnisvoller 31. Etage irgendetwas Mysteriöses vor sich geht. Dieses Rätsel fesselt bis zur letzten Seite. Ohne die Auflösung zu verraten: Angesichts der Fusionswellen auf dem Verlagsmarkt hat das Buch - und seine Auflösung - eine buchstäblich ungeheure Aktualität! Sehr lesenswert und als Lesestoff für kurze Inlandsflüge geeignet!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Uli Geißler TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Eine säuberlich Buchstabe für Buchstabe aufgeklebte Bombendrohung verursacht in einem Verlagsimperium Millionenschäden und eine Menge Arbeit für Kommissar Jensen. Nach Ablauf des in dem anonymen Schreiben vorgegebenen und folgenlos gebliebenen Ultimatums beginnt die akribische Recherche des Kriminalisten.

Geheimnisvoll unscharf bleibt ihm dabei der 31. Stock des eigentlich nur 30 Stockwerk hohen Verlagsgebäudes und was dort - von niemand auch nur geahnt - vor sich geht.

Jensen vermutet schnell, welcher Personenkreis für den Drohbrief verantwortlich sein kann. Das verwendete Papier stieß ihn förmlich darauf. Mühsam, gnadenlos konzentriert und nahezu emotionslos besucht und befragt er seine ausgewählten Verdächtigen. Immer deutlicher scheint sich für ihn die Motivlage zu entblößen. Als Leserin oder Leser bleibt dennoch die Ungewissheit und lange noch offene Fragen.

Die sich mit jeder Befragung mehr und mehr abzeichnende Motivlage für die in besagten Drohschreiben angekündigte Racheaktion zieht sich als verdichtende Erkenntnisssituation immer enger zusammen. Jensen weiß am Ende Bescheid und glaubt den Fall gewaltfrei und unexplosiv gelöst. Das tatsächliche Ende scheint jedoch ganz anders zu sein.

Der Autor erzählt eine düstere Geschichte vom Verlust einer Errungenschaft demokratischer Staatsentwicklung, der Pressefreiheit. Unerträglich für einen aufgeklärten Menschen verdichtet sich die Verlagslandschaft bei gleichzeitiger Banalisierung von Themen und Inhalten der Massendruckerzeugnisse. Redakteurinnen und Redakteure verdrängen offensichtlich ihren journalistischen Ehrenkodex zunächst kaum merklich und schließlich unabänderlich zum Schaden der freien Meinungsäußerung.

Die Auswirkungen auf eine Gesellschaft deutet er weniger mit klaren Worten, denn mit eindeutig nachspürbaren Emotionen an. Das wirkt und obgleich es ein Roman, eine fiktive Geschichte ist, bleibt etwas im Denken haften, das aufrüttelt und zur steten Wachsamkeit auffordert. Auch wenn sich heutzutage die Presse- und Meinungslandschaft so ganz anders darstellt - oder vielleicht gerade deshalb - behält die Geschichte ihren kritischen Nutzen und Anspruch.

Es ist ein spannender, moralisch-politischer Roman mit Nachwirkung, der im Kleid einer spannenden, nahezu unblutigen Kriminalgeschichte daher kommt. © 8/2004 Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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