Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Morbus Fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien: Roman
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Morbus Fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien: Roman [Gebundene Ausgabe]

Frank Schulz
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch EUR 11,99  


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 766 Seiten
  • Verlag: Eichborn Verlag; Auflage: 4 (27. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821807261
  • ISBN-13: 978-3821807263
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 13,2 x 5,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 196.345 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Frank Schulz
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Frank Schulz auf Amazon

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach einer Verkettung unglücklicher editorischer Umstände und vielen Jahren der Arbeit liegt nun -- nach Kolks blonde Bräute -- endlich der zweite Teil der Hagener Trilogie vor: Morbus fonticuli oder die Sehnsucht des Laien. Man trifft all die munteren Kneipengesellen und Skatfreunde wieder: Heiner, Satschesatsche und Kolk, aber im Rampenlicht steht diesmal Bodo, Bodo Morten. Und Bodo Morten leidet nicht nur an Morbus Fonticuli, er ist darüber hinaus ein wahrhaft durchtriebener Kerl!

Das wird spätestens im Hauptteil des Romans allzu deutlich: Hier nämlich befinden sich die Tagebucheinträge von Bodo Morten, die er vom Herbst 1994 bis zum Frühjahr 1995 geführt hat, bevor er verschwindet und seine Freunde ihn wieder finden -- fast nackt in die Erde vergraben und längst zum psychiatrischen Fall geworden. Aber Morbus fonticuli oder die Sehnsucht des Laien ist mehr als ein Tagebuch: Es ist ein brillant komponierter Kneipenroman, ein Schelmenroman, ein Heimatroman -- und vor allem ist Morbus fonticuli eine sprachlich furiose Meisterleistung: Frank Schulz besitzt eine ungeahnte Sensibilität für die Alltagssprache bei gleichzeitigen poetischen Höhenflügen.

Die Tagebucheinträge indes sind unterteilt in drei "Bärbel-Phasen" und zeugen vom Fall des Bodo Morten. Ein Straucheln zu Anfang, ein Stolpern schließlich und ein unaufhaltsames Hinausgeschleudertwerden aus dem eigenen "Paralleluniversum": Das Doppelleben als Ehemann der immer geliebten Anita einerseits und die Amour fou zu Bärbel mit dem "gottgegebenen Boulevardarsch" andererseits, treibt ihn zusehends in Wahnsinn und Nervenzusammenbruch. Das alles freilich könnte tragisch anmuten, aber: Frank Schulz ist überdies ein Zeremonienmeister der Komik! Er verhilft uns in einer höchst erquicklichen Melange aus Scherz und Satire, Ironie und Parodie, Kalauer und Nonsens zu vielem Schmunzeln und manchem lauthalsen Gelächter -- und nicht zuletzt zu großem Staunen darüber, wie einfach er Alltagsbanalitäten in Witz zu verwandeln vermag.

Ach ja, Morbus Fonticuli, das ist eine Krankheit, die zwar auf Nerven (vermutlich auch auf Lunge und Leber gleichermaßen) schlägt, die aber dafür das Schreib- und Sprachzentrum der befallenen Person zu Höchstleistungen stimuliert. Wer möchte also nicht an ihr leiden? --Christian Stahl

Kurzbeschreibung

Für seine Freunde ist Bodo Morten, genannt Mufti, aus dem Gröbsten raus: Er ist 38 Jahre alt, verheiratet mit Anita, lebt in einer passablen Altbauwohnung in Hamburg und hat einen Posten als Redaktionsleiter - zugegeben nur bei einem lokalen Anzeigenblatt. Wenn nur diese quälende Migräne nicht wäre. Als Mufti eines Tages seinen Job verliert, gerät sein ohnehin schwankendes Naturell vollends außer Kontrolle: schlecht gelaunt entschließt er sich zu einem Leben auf der Couch, das er erst nach Monaten überraschend beendet: er verläßt das Haus und kehrt nicht wieder. Anita und ein paar Freunde machen sich auf die Suche, und sie entdecken Zeichen eines abenteuerlichen Doppellebens: eine geheime Zweitwohnung, eine laszive Frauenstimme auf dem Anrufbeantworter und ein verzweifelt ehrliches Tagebuch, in dem Morten ungehemmt sein ausschweifendes Liebesleben und eine geheimnisvolle Krankheit beschreibt, die offensichtlich auch berserkerhafte Fabulierwut als Symptom beinhaltet - die "Fontanellenkrankheit" Morbus fonticuli. Als Mufti zehn Tage später in einem Waldstück auf der Geest bei Stade aufgespürt wird, bietet sich dem Betrachter ein denkwürdiges Schauspiel: Mit einem Spaten scheint sich Bodo Morten gerade ins Erdinnere vorzuarbeiten - bekleidet im wesentlichen mit einem Sturzhelm.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


In diesem Buch (Mehr dazu)
Ausgewählte Seiten ansehen
Buchdeckel | Copyright | Inhaltsverzeichnis | Auszug | Rückseite
Hier reinlesen und suchen:

Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hut ab! 18. August 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Schade, daß es das Literarische Quatschtett nicht mehr gibt. Zu gerne hätte ich Ranickis Reaktion auf dieses Buch gesehen. Bestimmt hätte er in den Sessel gefläzt eine Schnute gezogen und irgendwas wie "was interessieren mich die Bettgeschichten von Provinzjournalisten" oder so gefaselt, oder daß ein Roman, in dem alle paar Seiten schmutzige Four-Letter Words (obendrein in deutscher Übersetzung) auftauchen und ansonsten in einem fort geraucht und gesoffen wird, eigentlich keine richtige Literatur sein kann - zumindest keine, die sich mit Goethe oder Thomas Mann vergleichen läßt.

In der Tat dürfte es Morbus Fonticuli schwer haben, in die Riege der Weltliteratur aufgenommen zu werden, ja wahrscheinlich findet sich nicht mal ein fähiger Übersetzer. Und bei dem ziemlich happigen Preis wird es der Roman wohl kaum in die hiesigen Bestsellerlisten schaffen.

Nun ja, derlei Ungerechtigkeiten kannte ja schon Herman Melville, und den erwähne ich, weil Moby Dick auf meiner eigenen Bestsellerliste über Jahrzehnte ganz oben stand und nun mit M.F. einen würdigen Nachfolger gefunden hat. Für mich waren das jedenfalls die geilsten 700 Seiten, die ich je gelesen habe. Und bei einigen Kapiteln, Sätzen oder Wortschöpfungen grummelte es im Bauch wie vor gut 25 Jahren beim Anhören von Pages Gitarrenriffs oder Bonzos Paukenschlägen. Hats off to Frank Schulz, möchte ich damit sagen.

PS: Einen kleinen Wermutstropfen hat das Ganze allerdings: Einen Megaseller mit dem Titel "13 kleine Schweinereien aus meiner Zeit als Anzeigenberater" wird es nun nicht mehr geben. Das entsprechende Manuskript wurde nämlich halbfertig in die Tonne getreten. Vielen Dank auch, nej?

War diese Rezension für Sie hilfreich?
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Einer eindeutigen Zuordnung in ein Genre entzieht sich dieser Ziegel von einem Buch, ist es denn ein Schelmenroman, eine Art Heimatroman oder schlicht ein pornographischer Roman in intellektueller Verpackung?
Fest steht: Frank Schulz ist ein in jeder Hinsicht mächtiges Buch gelungen: mächtig unterhaltsam (die Irrungen und Wirrungen des (v.a. Liebes-)Lebens eines Provinzjournalisten werden witzig und mit einer großen Begabung für die Beobachtung von Aussehen und Tonfall der Beteiligten geschildert), mächtig intellektuell (der Ich-Erzähler Bodo Morten leidet an der Fabuliersucht, das Buch enthält Anhänge mit Erklärungen zu hunderten verwendeten nicht geläufigen Fremdwörtern, tw. unverständlichem deutschem Idiom und lateinischen Redewendungen) und mächtig umfangreich (aber genau die minutiöse Schilderung macht den Reiz dieses Romans aus!).
Nach 740 Seiten findet man es trotz erheblicher Lesedauer mehr als schade, dass man von Bodo (genannt Mufti), dem Bülbül, Satschesatsche, Iggy und Fredi-dem-Arsch Abschied nehmen muss.
Und was ist die Sehnsucht des Laien? Laut Schulz: Einmal ein Wörtchen mitreden können, und sei es nur "Scheiße"!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
"Morbus fonticuli" bezeichnet die - erfundene - "Fontanellenkrankheit", die der Held Bodo "Mufti" Morten an sich diagnostiziert. Mufti ist verschwunden, sein Freundeskreis macht sich auf die Suche, eine illustre, bunte Runde, der Jugendfreundschaften aus dem "Kaff" angehören, aber auch Anita (Nita), die geprellte Langzeitfreundin, verlassen mit dem Schreckenskernsatz für jedes Beziehungsende: "Ich gehe mal eben Zigaretten holen." - lange nicht das einzige Klischee, das Schulz auf vortreffliche Weise kolportiert.
Aber Mufti ist nicht wirklich verschütt, wird nach 10 Tagen aufgefunden, nackt bis auf Hut und Gummistiefel eine Grube grabend, im Kolker Wald jenseits des "Kaffs"; vorher aber entdeckt Nita Zweitwohnung und -leben ihres scheinbar leicht lethargischen, versoffenen, schriftstellerisch ambitionierten Freundes, der jahrelang für das Kleinanzeigenblatt "Elbe Echo" gearbeitet hat. Mufti hat im "Kabuff", der Zweitbude, getrunken, geraucht und geschrieben, aber auch Bärbel, genannt "Bülbül" begattet, die junge Dame mit dem kontinentalen Hintern, Tresenmädchen aus der "Hexenkate", begeisterte Van-Demme-Filmeguckerin, befreundet mit radebrechenden Türken aus dem Karateklub.

Der dreiteilige Roman erzählt zunächst die Geschichte vom Verschwinden Mortens bis zum Moment des Wiederauftauchens, im Hauptteil werden die drei "Journale" wiedergegeben, und der Schlußteil ... nein. Lieber selber lesen. Das "Buchstabengebirge" (Neue Zürcher Zeitung), diese uferlose, eidetische Selbstbetrachtung des sehnsüchtigen Laien, der zwischen akribisch dokumentiertem Zigaretten- und Alkoholkonsum so wortreich, bildhaft, spannend, extrem komisch und in faszinierend authentischer, detailfixierter Weise die Geheimnisse um die eigene Person lüftet, den Werdegang schildert, das Drama der dreiteiligen Beziehung zu Sexmonster "Bülbül", das Geschehen in der EE-Redaktion mit ihren schrulligen Mitarbeitern, den Grund für den eigenen Reichtum, das Verhältnis zu den Freunden, die Alltagsbegegnungen und ihre Widrigkeiten. Fantastisch! All die Situationen, die sich unsereins merkt und mit einem Lächeln quittert, um sie irgendwann mal in eine Geschichte bauen zu wollen - Schulz hat sie allesamt zu einem Kompendium des leidvollen, sadomasochistisch-narzistischen Daseins verwoben, findet phantasiereich und überbordend Worte für Alltägliches, schildert in einer Sprache, die anfänglich etwas sperrig und konstruiert wirkt, aber nach und nach Heftigkeit annimmt, an Substanz und Glaubwürdigkeit gewinnt, so daß man bereits in der Mitte leicht melancholisch auf den geringer werdenden Anteil noch verbleibender Seiten schielt.

Schulz läßt keine Frage offen und keine Situation aus, extrahiert jeder Belanglosigkeit gnadenlos und wortgewaltig das Quentchen innewohnender Komik, und häufig noch ein unwillkürliches, bestätigendes Nicken beim Leser. Mufti, der icherzählende Held, Underdog und Schwaller, Begatter und Lügner, Säufer und Besoffenfahrer, Skat- und Phrasendrescher, Kumpel und Kumpelschwein, offenbart sich über diese mehr als lesenswerten 766 Seiten als eine Figur voller Ambition, Mißverständnis, Sympathie, mittelmäßiger und schillernder Einzigartigkeit. Der beste deutsche Gegenwartsroman, den ich in diesem Jahrtausend gelesen habe.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Hamburger Lokalkolorit...
Der richtige Ort für tolle Entdeckungen... Ein wunderbarer, lustiger, anregender, intellektueller und genau beobachteter, engagierter und erotischer Roman... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Richard Horn veröffentlicht
Geschwätzig!
Dieses Buch weidet sich in Selbstmitleid und gefällt sich in seiner Geschwätzigkeit. Einen Stern gibt es für die Episoden aus dem Redaktionsalltag.
Veröffentlicht am 19. Januar 2009 von Azett
Virtuose Sprachbeherrschung
Trotz seiner 730 Seiten lässt sich der Inhalt des Buches kurz zusammenfassen: Bodo Morten, Redakteur eines Anzeigenblattes, liebt seine Frau Anita, ist aber der Hamburger... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2006 von pacowi
Neuer Ton und überhaupt...
Nicht zu schnell urteilen bitte und es ist überhaupt nicht einfach, hier ein Urteil auf die Schnelle zu fällen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Juni 2005 von Klaus Grunenberg
LEST DOCH!
Dieser Frank Schulz ist ein stilsicherer Sprachakrobat, ein akribisch Beobachtender & - das ganz besonders - einer der intelligentesten Humoristen die ich kenne. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juli 2004 von Hänel,Jörg
Humor ist halt Geschmacksfrage
Na ja, ich muß zugeben, daß ich das Buch nicht ganz vollständig gelesen habe. Nach 600 Seiten habe ich aufgeben, war mir einfach zu realitätsfremd. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Dezember 2002 von "bigjana"
Warum?
Lt. Schulz ist M.F. ein Phantasiebegriff für Fontanellenkrankeit. Nachdem ich den Absatz S.159 ff - 17.35 Uhr. Uff, vollig fertig: Zigaretten, Wein und Nudeln bersorgt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Juni 2002 von Eckart Koch
Bestechen Sie Ihren BuchhÃndler!
Was für eine Tragödie, dass dieses Buch zur Zeit nicht lieferbar ist. Bestellen Sie es augenblicklich, löchern Sie Ihren Bekanntenkreis, bestechen Sie Ihren... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Januar 2002 von "mirkosiemssen"
Irgendwie typisch für Bodo Morten: Verlag pleite!
Bodo Morten, Redaktuer eines süderelbischen Anzeigenblättchens namens ELBE ECHO ist eines schönen Tages spurlos verschwunden. Lesen Sie weiter...
Am 19. November 2001 veröffentlicht
Irgendwie typisch für Bodo Morten: Verlag pleite!
Bodo Morten, Redaktuer eines süderelbischen Anzeigenblättchens namens ELBE ECHO ist eines schönen Tages spurlos verschwunden. Lesen Sie weiter...
Am 19. November 2001 veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten

Legen Sie Ihre eigene Lieblingsliste an

Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:










Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar