"Moornächte" von Helga Beyersdörfer ist ein spannender Krimi, dessen Hauptschauplatz das kleine Städtchen Worpswede in Niedersachsen ist.
Der Brite John Magnus besucht Worpswede, um seinen guten Freund Valentin zu besuchen - auf dem Friedhof. Valentin starb vor einem halben Jahr an einer Krankheit. Am Grab entdeckt er Rosen - für John eine fragwürdige liebe Geste, konnte Valentin doch keine Rosen ausstehen - sowie eine Künstlerkarte mit einem Bild der Worpsweder Malerin Paula Modersohn-Becker. Auf der Rückseite steht ein Datum. Auf einem beigefügten Zettel liest John eine Warnung.
John möchte dieser Botschaft nicht allzu viel Bedeutung beimessen, doch je mehr er über Worpswede, seine Bewohner und Künstler erfährt, desto mehr glaubt er: da stimmt etwas nicht, und Valentin steckt mittendrin.
Wer schickt ihm diese geheimnisvollen Botschaften? Und was hat die Künstlerin Paula Modersohn-Becker damit zu tun?
Mir hat das Buch gut gefallen. Es liest sich gut, ist spannend, mit interessantem, sehr konkretem Bezug zur Realität. Die Informationen zum Städtchen Worpswede sowie zu den ortsansässigen Künstlern sind wahr. Im Anhang nimmt die Autorin darauf Bezug und erläutert die Hintergründe.
Die handelnden Personen sind interessant und individuell dargestellt. Man ist schnell in die Handlung eingetaucht, und ehe man sich's versieht, ist man auf der letzten Seite angelangt.
Ich habe dieses Buch gerne gelesen und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Ein spannender Krimi, der ganz ohne Detektive, Kommissare und schießwütige Kleinkriminelle auskommt. Vier Sterne von mir.