... oder wo auch immer dieses fantastische Debüt aufgenommen wurde. Könnte man zumindest meinen. Stattdessen entstammt das Werk einem gerade mal 22(!)-jährigen Wunderknaben aus der siffigen, vornehmlich Rock'n'Roll-geprägten Motor City Detroit - eigentlich der letzte Ort auf Erden, an dem man solch wundersame Klänge vermuten würde. "Wundersam" trifft's eigentlich auf Anhieb, denn was besagter Randolph Chabot hier mit Hilfe zaghafter Instrumentierung, verklärtem Gesang, dezenten Noise-Sprengseln, viel Atmosphäre und Labtop-Programming hinzaubert, scheint nicht von dieser Welt zu sein. Wenn da mal nicht jemand in anderen Sphären unterwegs war - zumindest kurzzeitig, während der Aufnahmen: Mushroom hier, Pflänzchen da und ein wenig von dem verwunschenen Nektar gekostet, den sich auch die Herren von MGMT, FLAMING LIPS, M83 oder ANIMAL COLLECTIVE von Zeit zu Zeit einverleiben. Aber keine Angst: im Falle von DEASTRO ist die vermeintliche Entrücktheit vielmehr ätherisch kontemplativer Natur, abgerundet mit einer Prise Sternenstaub und etwas von dem Spirit, der auch den frühen Veröffentlichungen auf 4AD bzw. Bella Union innewohnte. Shoegazer-Electro wurde das Ganze bereits getauft. Wahlweise auch Dream-Pop. Wer seine CDs immer noch aufgrund des Covers kauft (soll's geben), kann hier bedenkenlos zugreifen - genau so klingt's!