Ein Moderator eines bekannten Musiksenders drückte es einmal so aus: "Das chilligste Album der Welt". Womit er Recht haben könnte. Allerdings beschreibt dieser Satz nur einen Bruchteil der vielen Facetten von "Moon Safari". Zunächst kaum beachtet, wurde man in Deutschland durch den Werbespot einer Bank darauf aufmerksam, der Teile des Songs "All I Need" enthielt. Auch ich gebe zu, einer von diesen Leuten gewesen zu sein. Als ich das Album dann in einem Laden fand und hineinhörte, verliebte ich mich sofort. Denn der sanfte Beat und die exzellente Bassline von "La femme d'argent" tragen einen so leicht und schnell aus dieser Welt, wie es keine gerauchte, gespritzte oder getrunkene Droge tun könnte. Nie zuvor hatte ich daran gedacht, daß mich französische Musik mal interessieren würde. Ich glaube ich hörte an diesem Tag das gesamte Album durch, bevor ich es schnell zur Kasse brachte, damit es mir niemand anders wegschnappen konnte. Um noch auf einige der anderen Stücke einzugehen: "Sexy Boy" bringt mich immer wieder zum Schmunzeln, weil es so ungeniert die Gegensätze von rauhen Synthesizern und säuselnden Frauenstimmen zusammenbringt. Einer der besten Songs der Platte folgt gleich darauf: "All I Need". Beth Hirsch's Stimme und die Musik von Air bilden eine perfekte Einheit, anders kann man es nicht ausdrücken. Qualität und Emotionalität setzen sich in den restlichen Stücken wie z.B. "Kelly Watch The Stars", "Remember" oder "You Make It Easy" fort. Es war für viele viele Jahre mein Lieblingsalbum und gehört immer noch in meine "Top 5". Es ist ein Album für die emotionaleren Momente, ja, aber wer kann schon behaupten, noch nie verliebt gewesen zu sein? Und genau deswegen, nämlich weil "Moon Safari" einen ganzen Sternenhimmel voller (guter!) Musik enthält, sind läppische fünf Sterne für die Bewertung einfach zu wenig!