der tod des gitarristen Robert Buras im juli 2007 ist ein schmerzlicher verlust nicht nur für die skandinavische sondern die musikwelt insgesamt. kaum ein anderer hat es so wie er verstanden, seinen treibenden rockig psychedelischen stil zu kombinieren mit ungemein ruhigem und gefühlvollen gitarrenspiel. und so hat er maßgeblichen anteil an der musikalischen ausrichtung und dem erfolg der norwegischen band Madrugada, deren sänger Sivert Hoyem gewesen ist.
dessen neues album setzt die tradition von Madrugada mit fast schon beängstigender intensität fort. und wieder ist es die gitarre, die besonders im zweiten teil von "moon landing" eine entscheidende rolle einnimmt und den geist von Robert Buras
lebendig werden läßt. insbesondere das letzte stück Johnny müßte eher den titel Jimmy tragen, weil die musikalische reminiszenz an Hendrix unverkennbar ist. verantwortlich für die wiederbelebung des unverwechselbaren Madrugada-gitarrenspiels ist Cato, gitarrist der wohl nur wenigen experten bekannten norwegischen formation "Cato Salsa Experience".
somit ist Hoyem die optimale besetzung für ein album gelungen, das nicht eine schwachstelle aufweist und über gut 60 min. beste rockmusik bietet. in gewohnter souveränität thront Hoyems markante, tief-rauchige stimme über den einzelnen stücken, die zumeist mit mittlerem bis schnellem tempo vorgetragen werden. wenn es auch nur den ansatz eines kritikpunktes geben sollte, dann ist es nur die fehlende ballade, die die absolute krönung dieses phantastischen albums gewesen wäre, und die forderung nach sechs bewertungsternen provoziert hätte.