Die siebte Auflage von Stanleys Klassiker „Fiji" darf im Gepäck des Indivual- und des Pauschaltouristen nicht fehlen. Detaillierte Karten in den Buchumschlagseiten verschaffen einen Überblick über die pazifische Inselrepublik und erleichtern die Orientierung auf den 360 Seiten des Reiseführers. Stanley ist nicht einfach irgendwer, sondern ein Experte der Region. Unerkannt testet er Nobelhotels, Billigabsteigen, mit Sternen ausgezeichnete Restaurants und Fischbuden. Er macht Buschwanderungen mit Einheimischen, taucht mit professionellen Guides, kauft Touristenkitsch und Kunst und beobachtet akribisch sein Umfeld. Allein das erste Kapitel des Ratgebers ist eine Offenbarung für den Erstbesucher: Packlisten (Taschenlampe und Immodium nicht vergessen!), Erklärungen unbekannter Nahrungsmittel, Auslandskrankenversicherung, beste Reisezeit, Wetter- alles ausführlich erklärt mit Internettipps für die private Recherche. Stanley ist auf Details, die dem Reisenden das Leben in Fiji erleichtern, geradezu versessen. So muten seine Wegbeschreibungen (...das Hotel liegt etwas versteckt, der Eingang ist hinter der größten Palme auf dem Marktplatz neben der Kirche..) fast schon lustig an. Neben allerlei „touristischen" Tipps für Erlebnisse wie Tauchkurse, Wanderungen etc. blickt Stanley auch über den Tellerrand und spart Negatives nicht aus. So finden sich, in grauen Kästen vom normalen Fließtext abgesetzt, kritische Berichte zu den Atomtests im Pazifik oder zu AIDS/HIV. Auch Literarisches („Isa lei"- das Abschiedslied aus Fiji) kommt nicht zu kurz. Quellenangaben, ein Sprachführer, ein Glossar mit typischen fijianischen Ausdrücken und Internettipps runden das Bild vom perfekten Reisebegleiter ab. Nicht zu vergessen die praktischen Hinweise auf das kulturell „richtige" Verhalten in der hierarchisch strukturierten Gesellschaft der „Kannibaleninsel". Uneingeschränkt empfehlenswert!