Ausgerüstet mit dem deutschen Reise-Knowhow Buch ging es für uns im November 2004 nach Costa Rica. Am FLughafen von Washington DC stiessen wir allerdings in einem Buchladen auf die neuste Auflage des "Moon Handbooks" Costa Rica. Der Ersteindruck war ok und wir fanden die Idee nicht schlecht mit 2 Reiseführern loszuziehen, so kauften wir dieses Buch.
Zum Buch selbst: auf fast 780 Seiten - alle schwarz-weiss - wird das Land mit seinen Leuten, Tieren, Eigenheiten usw. beschrieben. Also ganz ähnlich dem Buch aus der "Know-How" Serie.
Der Autor Christopher Baker ist Costa Rica-"Experte" und wurde für dieses Buch bereits mit dem Benjamin Franklin "Best Travel Guide"-Award ausgezeichnet.
Das Buch hat uns während unserem Individualurlaub oft ausgezeichnete Dienste geleistet: die Stadtkarten - auch von kleineren Orten - waren höchst akkurat. Auch werden öfters "Favourites" von Mr. Baker genannt, die also besonders empfehlenswert seien. Nicht immer waren wir dagegen mit dem Autor bei den Restaurants auf einer Wellenlänge: man merkt dass der Autor Amerikaner ist: er bevorzugt schon eher Restaurants, bei denen das Umfeld stimmen muss (Beispiel: ein Fischrestaurant in Quepos war voll mit Amerikanern, die Bedienung verhielt sich 1a-amerikanisch und der Souvenirshop mit T-Shirts vom Lokal war auch integriert!). Auch manche Ziele, die man fast nur per Mietwagen erreichen kann wurden in dieser Hinsicht nicht adäquat beschrieben. Der Autor geht quasi davon aus dass man einen Mietwagen besitzt! Besitzt man keinen kann das in Costa Rica schon man Umwege und langwieriges Busfahren bedeuten... Weiterhin gefiel uns das kurze Kapitel "Hauptattraktionen kritisch betrachtet" am "Know-How"-Buch besser: hier werden nämlich tolle Ziele kritisch beleuchtet, was Überfüllung durch Besucher und exorbitante Preise angeht. Sowas fehlt im Moon völlig, hier ist alles toll und perfekt.
Insgesamt ist der Reiseführer aber absolut zu empfehlen, wenn man auch verständlicherweise beim Lesen einen leichten amerikanischen Touch verspürt.