Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
In der Summe eher enttäuschend, 1. April 2008
Was bleibt einem von diesem Buch am prägendsten in Erinnerung? Nun, die Schilderungen der Ausscheidungsprodukte der Hauptfigur. Deren Quantität und Qualität wird nämlich zu einer Art roten Faden des Buches.
Zugegeben: Die Idee ist verheißungsvoll und man bleibt auch lange Zeit guter Hoffnung. Iris Bahr schreibt vielleicht nicht genial aber frisch und unbekümmert. Leider fällt bald auf, dass dem ganzen Buch doch entscheidend an Substanz fehlt. Auf gut Deutsch: Die Protagonistin reist zwar kreuz und quer durch Asien, außer den erwähnten Stuhlgangveränderungen passiert aber so gut wie nix. Auch nicht in Sachen Sex. So ist es kein Wunder, dass einem alle Figuren inklusive der Hauptperson ziemlich fremd bleiben.
Ein Pluspunkt ist die humoristisch angehauchte Schreibweise, Lacher am laufenden Band darf man aber nicht erwarten.
Alles in allem wirkt das Buch etwas hingeschludert und kommt über gute Ansätze nicht hinaus, mehr als zwei Sterne sind damit nicht drin.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Vorsicht, rollige Isrealin auf Männerpirsch, 20. Februar 2008
Streckenweise amüsant, doch kann man sich mit der mannstollen, zänkisch-zickigen und nicht besonders intelligenten Hauptfigur nur wenig anfreunden. Vor allem nicht mit ihrem seichten, bisweilen arg rassistisch-kategorisierenden Humor: Israelische Männer sind das Nonplusultra, Engländer/Amerikaner/Marokkaner mehr oder minder akzeptierbare "Betthupferl", und alle anderen, seien es Deutsche, Holländer oder Thai, nur eindimensionale Zielscheiben überheblichen, kalauernden Spotts. Der ganze Asien-Trip scheint nur als Hintergrund für das bemüht-komische Präsentieren aufgesetzter weiblicher Eitelkeit zu dienen.
Absolut nicht nachahmenswert ist die hier illustrierte Unbekümmertheit im Falle einer Infektion mit Darmparasiten.
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44 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Selten so gelacht!, 19. September 2007
Iris Bahr besticht vor allem durch jenen selbstironischen Humor, den New Yorker Jüdinnen wohl am besten beherrschen (sie ist in New York geboren, hat dort ihre Kindheit verbracht, ist nach der Trennung ihrer Eltern mit der Mutter nach Israel gezogen, nach ihrer Asienodyssee aber wieder nach USA zurückgekehrt). Hier wird über Israelis, Deutsche, Amerikaner, Thais, Inder, Engländer und vor allem Backpacker hergezogen, Klischees auf den Kopf gestellt und in keinem Fall ein Blatt vor dem Mund genommen. Es ist die unkomplizierte, humorvolle und mitunter von einer tüchtigen Brise Umgangswörtern gewürzte Sprache, die Bahrs Erinnerungen so eindrücklich machen und - Andrea O'Brien sei Dank - durch die Übersetzung nicht gelitten haben. Vielleicht kein Wunder für eine Frau, die ihren Lebensunterhalt trotz Studiums der Neuropsychologie und Theologie (magna cum laude!) heute als Bühnenkomikerin verdient.
Als Reisebeschreibung oder gar Reiseanleitung ist dieses Buch nicht zu empfehlen. Seit Iris Bahr zwanzig Jahre alt war, sind ein paar Jahre vergangen. Als ich 1996 Vietnam bereiste hatte sich zum Beispiel der von Bahr angeheuerte Fahrer mit Transporter bereits in zahlreiche private Busunternehmer verwandelt, die die Strecke Hanoi-Saigon täglich anfuhren. Bahrs Aufzeichnungen beinhalten keine Naturbeschreibungen, kaum geschichtlichen Hintergrund und geben sich nicht mit Sehenswürdigkeiten ab. Ihr eigener, jugendlicher Werdegang steht im Mittelpunkt der Reise.
Jedem Rucksacktouristen (auch denen, die immer gerne gewollt hätten, und nie in den Flieger gestiegen sind) sei dieses Buch jedoch von ganzen Herzen empfohlen. Es ist unglaublich unterhaltsam und erfrischend ehrlich. Eltern, die ihre Kinder gerade auf jenen anekdotengepflasterten Pfaden zwischen Phat Pong Road und Himalaya wissen, sollten allerdings gewarnt sein, ... es gibt Dinge, die ändern sich nie!
Bleibt nur zu sagen: Moomlatz Moomlatz!
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