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Montgomery: Roman
 
 
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Montgomery: Roman [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Sibylle Lewitscharoff
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 2 (11. Februar 2003)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3421056803
  • ISBN-13: 978-3421056801
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 115.788 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Sibylle Lewitscharoff
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Auf die Idee muss man erst einmal kommen: Ein schwäbischer Halbitaliener, der in Rom seine Heimatstadt Stuttgart nachbaut. Möglich macht das Montgomery Cassini-Stahl sein Beruf: Als Filmproduzent dreht er in den legendären Cinecittà-Studios einen Spielfilm über das Leben des Joseph Süß Oppenheimer -- mächtiger Berater des württembergischen Herzogs im 18. Jahrhundert, verewigt als Jud Süß im Roman Lion Feuchtwangers und geschmäht durch einen der übelsten Propagandafilme der Nationalsozialisten.

Auch wenn beide Städte für ihre Hügel berühmt sind, prallen mit Rom und Stuttgart doch Welten aufeinander: hier die katholisch-südländische Lebensfreude, dort die protestantisch-schwäbische Korrektheit. Beides verschmolzen in einem Helden, den man nur allzu gerne für acht Tage und 300 Seiten durch sein Produzentendasein begleitet. Und das ist alles andere als unkompliziert: Mit dem aufwändigen Historienfilm scheint er sich nicht nur finanziell übernommen zu haben. Auch der geniale, aber schwierige Hauptdarsteller zerrt an seinen Nerven, da er sich ständig mit dem Regisseur in den Haaren liegt oder auch schon mal tagelang in den römischen Bars verloren geht. Um den Seelenfrieden des an sich unruhigen Geistes Cassini-Stahl ist es hoffnungslos geschehen, als er auch noch der Attraktivität einer jungen Holländerin erliegt.

Zu erliegen droht auch der Leser -- und zwar den Reizen von Sibylle Lewitscharoffs Prosa, die wunderbar Balance hält zwischen Lesbarkeit und literarischem Anspruch. Auch ist die Überraschung groß über die Wandlungsfähigkeit der aus Stuttgart stammenden Autorin: Waren Pong, für den sie den Ingeborg-Bachmann-Preis erhielt, und das märchenhafte Der höfliche Harald zwar bezaubernde, aber doch ins literarisch-künstliche entrückte Geschichten, besticht Montgomery gerade durch die Welthaltigkeit und Liebe zum Detail, mit der hier Rom und das Leben der Hauptfigur porträtiert werden.

Als einziger Einwand blinkt während der Lektüre die Frage auf, ob es dieser Rahmenhandlung -- erzählt wird die ganze Geschichte von einem ehemaligen Mitschüler des Filmproduzenten -- bedurft hat. Aber mit dem Schlusskapitel, in dem sich sogar das Rätsel um den frühen Tod von Montgomerys Bruder aufzulösen scheint, ist auch dieser marginale Zweifel dahin. Was bleibt, ist die Freude über einen vielschichtigen, eleganten und zudem unterhaltsamen Roman, dem man viele Leser wünscht. --Christian Stahl

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 20.03.2003
Ein klein wenig enttäuscht zeigt sich Verena Auffermann von Sibylle Lewitscharoffs erstem Roman, der nicht weniger als eine Mutter-Sohn-Kalamität, einen möglichen Brudermord, eine Filmproduktion, deutsche Schuld und italienisches Ambiente zu bieten habe. Positiv rechnet Auffermann der Autorin an, dass sie nur ein paar Sätze, eine ironische Bemerkung braucht, um die ganzen Abgründe der Stuttgarter Schwabenwelt darzustellen. Auch lasse Lewitscharoff wie schon in ihren Erzählungen keinen Zweifel daran, dass gerade aus dem Kleinen das große Desaster wächst. Gar nicht gefallen hat der Rezensentin dagegen, dass die Autorin über weite Strecken all ihr "Wissen um die Ökonomie der Mittel" beiseite schiebt. So hätte sich Auffermann statt eines topografisch penibel georteten Rom-Romans einen Stuttgart-Roman gewünscht, wie er zwischen den Zeilen doch schon zu lesen sei: "schamlos, böse, direkt, diffamierend und, heiligs Blechle, Material, das ihr auf der Zunge liegt".

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 17.03.2003
Einen großen Roman wie diesen hat Thomas Steinfeld, wie er gesteht, von Sibylle Lewitscharoff nicht erwartet, die 1998 mit "Pong" die literarische Bühne betreten hat. "Montgomery" ist für Steinfeld ein großer Wurf, eine literarische Generalabrechnung - auf bewährt exzentrische Weise, sagt er. Der Roman stecke voller Übertreibungen, bedenkenlos vorgetragen. Der Held trage einen Namen, der die pure Übertreibung sei (so benannt nach dem amerikanischen Schauspieler Montgomery Clift), zugleich leide er an jeder Menge Exaltiertheiten, wie sie einem Filmproduzenten deutsch-italienischer Abstammung zustünden. Montgomery hat sich in den Kopf gesetzt, Feuchtwangers "Jud Süß" zu verfilmen - das würde nicht mal Roberto Benigni wagen, merkt Steinfeld belustigt an. Ein exaltiertes Projekt, das aus Montgomery einen aufrichtigen und bedingungslosen Historiker und Wahrheitssucher macht. Eine Suche, die im Leben nicht gut geht. Eine Verklärung Italiens liegt Lewitscharoff völlig fern, schreibt Steinfeld. Überhaupt sei dieses trotz des leichten Tons eines der schwärzesten Bücher der Zeit, was für unseren Rezensenten an der "fast somnambulen" aber treffsicheren Sprache liegt, mit der sich die Autorin durch die Geschichte bewegt.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Schwierige Kost 9. Mai 2012
Von N. Seidel
Format:Taschenbuch
Rezension:
Sibylle Lewitscharoff - Montgomery

Grundsätzlich klingt die Geschichte interessant: es ist die Lebensgeschichte eines
Filmproduzenten, seine Kindheit, der Tod des Bruders, die Neuverfilmung von "jud Süß",
bei der er selbst in die Hauptrolle schlüpfen muss als der eigentliche Darsteller verloren
geht...
Leider ist das Buch für mich eher schwierig zu lesen. An den Stil muss man sich erst
gewöhnen, das dauert auch ein paar Seiten mehr. Dazwischen wird es manchmal etwas
zäh obwohl die Figuren gut gestaltet sind. Es gibt keine klassische Nummerierung von
Kapiteln, das ist nur durch Absätze gekennzeichnet, was es mir manchmal schwer machte
die Struktur des Buches richtig zu verfolgen.
Insgesamt keine einfache Kost doch durchaus zu empfehlen, wem das thematisch passt.

Ich würde dem ganzen 3,5 Sterne geben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autorin Sibylle Lewitscharoff hat mit Ihrem Roman „Montgomery" ein Thema angeschnitten, welches selbst heute immer noch zu weit ausladenden Diskussionen über die filmschaffende Szene, im 3. Reich führt.
Doch dieses Thema ist letztendlich nur eine Randerscheinung, ein Gerippe, um das sich das eigentlich Buchthema legt, daß Schicksal des Filmproduzenten Montgomery Cassini - Stahl. Die bedrückende Kindheit im Schatten seines kranken und doch übermächtigen Bruders und der Tod desselben, welcher ihm letztendlich angelastet wird. Die Flucht nach Italien zum Onkel, sein Aufstieg zu einem mächtigen Filmproduzenten und wie ihn seine Vergangenheit in Form eines ehemaligen Schulkollegen wieder einholt.
Manchesmal sind einige Passagen zwar bedrückend doch das Leben selbst hält schließlich auch nicht immer nur Sonnenschein für einen selbst vor. Man gleitet leicht durch das Leben der Hauptperson und am Ende ist es fast so, als hätten man einen guten Freund oder ein Familienmitglied verloren.

Eine ausführliche Besprechung des Buches finden Sie unter Literaturtipp, einer Domain gleichen Namens.

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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Montgomery 3. März 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein gelungen geschriebener Anfang zieht in die mysteriöse Lebensgeschichte eines in Rom arbeitenden deutschen Filmproduzenten hinein. Die Frage des Ich-Erzählers „Was steckt hinter der Person Cassini-Stahl?", den er aus weit zurückliegenden Schultagen nur als krassen Außenseiter der gemeinsamen Klasse kennt, nimmt den Leser mit. Allerdings entwickelt sich die Aufhellung um die anfangs geschaffene geheimnisvolle Aura des Titelhelden nur mäßig. Wie kann der Chronist Cassini-Stahls Lebensumstände bis in intime Gedanken wiedergeben, woher das Wissen? Mit dem Fortgang der Lektüre kommt leider auch Langeweile auf, weil die Geschichte nicht vorankommt.
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