Monteverdi wird gerne bezeichnet as der letzte Madrigalist und der erste Opernkomponist. In dieser Biographie, die ganz im Stile der schoenen rororo Biographien wieder wunderbar gelungen, mit vielen Bildern und guten Informationen ausgestattet ist, wird man lernen zu verstehen, inwiefern die Aussage auf Monteverdi zutrifft. Im ersten Teil lernen wir alles ueber den Menschen Monteverdi: wo er aufwuchs, wem er begegnete, an welchem Hofe er wirkte. Dass er vom Hofe Mantuas ausgenutzt und schlecht behandelt wurde. Vom Glueck, nach Venedig zu kommen und dort wirken zu koennen. Seine Liebe. Der fruehe Tod seiner ersten Frau. Seine Soehne. Die Inquisition. Von alldem lesen wir und bestaunen die Fotos und Abbildungen.
Im zweiten Teil der Biographie geht es dann um Monteverdis musikalisches Wirken. Inwiefern war fuer ihn das klassische Madrigal wichtig, wie hat er es weiterentwickelt? Wann begann er, Opern zu schreiben, welche Themen nahm er sich vor, wie vertonte er den dramatischen Text? Welche musikalischen Einfluesse wirken in sein Schaffen hinein? Von der Schoepfung der "seconda practica" bis zu seinen spaeten Opern erfahren wir, wie sehr er sich in der weltlichen Musik entwickelte und wie sehr das Madrigal ihm als vollendete Kunstform von Bedeutung blieb.
Eine lesenswerte Biographie ueber einen bedeutenden Komponisten. Wunderbare Literaturhinweise und eine gute Zeittafel ergaenzen den ohnehin bereits gelungenen biographischen Text.