Eine Michael Hampe Inszenierung in Schwetzingen 1993 mit farbstark involvierender, abwechslungsreicher Bildersprache, die überzeugt. Von der sängerischen Seite, steht hier ein vielköpfiges Gesamtensemble zur Verfügung, aus dem jedes Rollenporträt akzentuiert und stimmfarblich unterschiedlich timbriert, auf die Bühne gestellt wird. Bei der Vielzahl der hervorragend agierenden Sänger sei aus meiner Perspektive die spektakuläre Arnalta von Curtis Ryam besonders hervorgehoben. Ebenso die Poppea von Patrizia Schumann und die Ottavia von Kathleen Kuhlmann. Wobei ich immer wieder betonen möchte, das die Affinität zu Stimmfarben eine sehr subjektive Sache ist und nicht generell etwas mit objektiver Annäherung an Leistung zu tun haben muß. Rene Jacobs dirigiert das Concerto Köln sehr inspiriert. Eine insgesamt empfehlenswerte Aufführung unter Hinweis auf die dargelegten Subjektivismen.