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Produktinformation
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Jim Caviezel führt eine hervorragende Besetzung an und bringt ein delikates Gleichgewicht von Obsession und Adel zum Ausdruck in seiner Rolle des Dantes -- des zu Unrecht beschuldigten Franzosen, der 13 Jahre Kerker und Qual erduldet, um dann mithilfe eines verborgenen Schatzes einen ausgeklügelten Rachefeldzug gegen diejenigen zu finanzieren, die ihm Unrecht getan haben. Guy Pearce (Memento) kommt in der Rolle als Dantes' untreuer Gegenspieler nicht minder gut rüber, und Richard Harris übertrifft seine Harry-Potter-Zauberkunst mit einem humorvollen Auftritt als Dantes' Mitgefangener und Mentor.
Monte Cristo, gefilmt an umwerfenden Drehorten in Irland und Malta, steht Rob Roy in Sachen intelligenter, verwegener Unterhaltung in nichts nach. --Jeff Shannon
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Der junge aufstrebende Seefahrer Edmond Dantes wird nach der Rückkehr einer längeren Seereise in Marseille zu unrecht des Hochverrats beschuldigt. Von der Verlobten über seine Familie und Freunde wird Ihm alles genommen und er wird in der Festung Chateau d`If unschuldig eingekerkert. Dort lernt er nach Jahren den Priester und Mitgefangenen Abbe Faria (gespielt vom leider kürzlich verstorbenen Richard Harris) kennen, welcher sein Freund und Mentor wird. Faria bringt Ihm alles wissenswerte bei und gemeinsam graben sie einen Tunnel in die Freiheit. In langen einsamen Nächten kommt Dantes mit der Hilfe von Faria auch langsam dahinter das er von seinem besten Freund Graf Fernand Mondego (Guy Pearce) verraten wurde und schwört Rache. Kurz vor Fertigstellung des Tunnels stirbt Faria, aber genau dadurch gelingt Dantes die Flucht. Im Leichensack seines Freundes versteckt gelangt er in die Freiheit. Kurz vor seinem Tod erfuhr Dantes von Faria den Ort eines riesigen Schatzes. Auf der Insel Monte Cristo findet Dantes den Schatz und kehrt unerkannt als „Der Graf von Monte Cristo" nach Frankfeich zurück. Dort erfährt er das sein Vater Selbstmord beging und sein ehemals bester Freund, der Ihn gleichzeitig verraten hat, mit seiner damaligen Verlobten Mercedes verheiratet ist. Mit Hilfe seines Vermögens beginnt er einen unerbittlichen Rachefeldzug gegen die Verräter.
Regisseur Kevin Reynolds zieht gekonnt alles Register und präsentiert dem Zuseher einen bildgewaltigen Abenteuerfilm mit allem was dazugehört. Ein kleines Meisterwerk, dem im Kino leider die Anerkennung versagt blieb, da er dort mir sehr wenig Erfolg lief.
State:
Beim vorliegenden Streifen handelt es sich um die ca. 1234te Verfilmung des wirklich lesenswertes Buches. Eigentlich wollten wir uns diesen Film daher nicht ausleihen, geschweige denn Kaufen. Doch es fehlte in der Videothek die 3te DVD im Bundle und so kam die Scheibe denn doch in unseren Player.
Und - welch positive Überraschung - wir waren alle drei (vier) der Meinung, dass es nicht nur um eine der besten Neuerscheinungen der letzten Monate handelt, sondern außerdem jede andere bisherige Verfilmung des Stoffes locker toppt.
Sicher hält sich der Film nicht in allen Punkten ans Original, wird diesem aber durchaus gerecht. Die Charaktere werden nicht nur sorgfältig herausgearbeitet, sondern auch von klasse Schauspielern (s.u.) glaubhaft verkörpert. Dramaturgie, Logik, Kostüme, Kameraführung, Action, Kampfsequenzen - alles stimmt an diesem hervorragend in Szene gesetzten Werk.
Als Kritikpunkte kann ich eigentlich nur anbringen, dass eine der wichtigsten Personen des Buches - Mercedes, die Verlobte des Unglücksraben - im Film zeitlich eher zu kurz kommt und die eigentliche "Rache" zu schnell von der Hand geht. Bis dahin waren alle Lebenssituation des Grafen mit Liebe und im Detail in Szene gesetzt worden, nun geht es eher zu schnell, bleibt aber trotzdem logisch und wundert erst bei näherem Überdenken des Film. Vermutlich musste der Reg. hier Konzessionen an die "normale" Kinolaufzeit machen, denn auch so läuft der Streifen über knapp 2 Stunden. Mir persönlich wären 180 Minuten lieber gewesen.
Schauspieler und Regisseur:
Obwohl nur in einer (wenn auch wichtigen) Nebenrolle zu sehen zeigt der kürzlich verschiedene Ausnahmeschauspieler Richard Harris hier noch einmal sein ganzes Können. Wie schon in "Gladiator" stellt er seinen Charakter (Abbe Faria) im einer Intensität dar, zeigt soviel Präsenz, dass man ihn dafür nur bewundern kann. Die Titelrolle wurde von Jim Caviezel, der schon in "Frequenzy" gefallen konnte, übernommen. Sicher gehört er nicht zu den besten Darstellern dieser Welt, trotzdem füllt er seinen Part gekonnt und solide mit Leben, spielt Verzweiflung wie Hass und Liebe, in Perfektion. Von den zahlreichen Nebendarstellern, seien hier nur die hervorragend als bester Freund/größter Feind des Grafen agierenden Luis Guzman ("Carlito's Way","Spiel auf Zeit") und Guy Pearce (The Time Machine", L.A. Confidential) erwähnt, doch alle Rollen wurden eigentlich gut besetzt, kein Totalausfall dabei.
Nach "Robin Hood - König der Diebe" liefert uns Kevin Reynolds erneut eine Regiearbeit ab, die gekonnt ein altes Thema neu belebt. Schade das er, bzw. der Produzent nicht genügend Mut (bzw. Geld?) aufbrachten und die Chance nutzten, ein neues Epos in die Filmwelt zu setzen.
Die DVD:
Datumsgemäß kann ich z. Z. nur ein State zur Verleih-DVD abgeben, doch die ist wirklich gut geraten. Schon am Bild gibt es absolut nichts zu bemängeln, doch der Ton ist absolute Sahne. Schon nach ein paar Minuten durften wir unsere Nachbarin begrüßen und den Film neu starten. ;-)
Der 5.1 Sound kommt dermaßen gewaltig und satt rüber, ist dermaßen gut abgemischt - ganz klar Referenzklasse. An Extras gab es mit "Herz im Kopf", "Erkan und Stefan gegen die Mächte der Finsternis" und "Party Animals" leider nur 3 Trailer.
Doch da wir im März die Kaufversion erwerben werden stehen uns in dieser Hinsicht wohl noch ein paar weitere Gimmicks ins Haus - an Ton und Bild des Films werden ja wohl keine Änderungen vorgenommen werden - warum auch - besser gehts nimmer.
Fazit:
Der Streifen ist rundum gelungen und kann jedem Filmfreund mit gutem Gewissen empfohlen werden. Wer das nicht glaubt sollte zumindest mal zur Verleihversion greifen. Von den "Sammlern" wird sich danach allerdings ein hoher Prozentsatz über die unnötigen Verleihkosten ärgern - nämlich dann wenn er kurz darauf den Film kauft.
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