Mit "Heiß wie der Sommer" bittet Linda Lael Miller zum letzten Stelldichein in Stillwater Springs bei den Creed Brüdern.
Nachdem schon Logan und Dylan dort ihr Herzblatt gefunden haben und dabei wie heiße Schokolade unter der glühenden Sonne Montanas geschmolzen sind, ist es nun Tyler, der sich auf Versöhnungskurs mit seinen Brüdern begibt und dabei unvermittelt von Amors Pfeil getroffen wird.
Tyler, jahrelang auf Kriegsfuß mit seinen beiden Halbbrüdern, kehrt nun nach sporadischen Besuchen endgültig zurück nach Stillwater Springs.
Wie seine Brüder, viele Jahre als Rodeo-Cowboy unterwegs, zeichnete er sich doch zudem noch als erfolgreiche Werbe-Ikone aus, fühlt auch er eine Art verborgene Sehnsucht nach Zuhause, obendrein spürt er, dass noch unerledigte Geschäfte mit seinen Brüdern auf ihn warten.
Dabei begegnet er Lily Kenyon wieder, seine alte Highschool-Liebe, die mit ihrer Tochter Tess nach mehrjähriger Abwesenheit nach Stillwater Springs zurückgekehrt ist, um ihren herzkranken Vater Hal, dem ortsansässigen Tierarzt, wieder aufzupäppeln.
Kaum stehen sich die beiden gegenüber, flammt die alte Leidenschaft zwischen ihnen wieder auf und der sexy Cowboy und die smarte Geschäftsfrau aus Chicago finden sich in einer hitzigen und ungestümen Affäre wieder.
Doch warten auf das Duo einige unliebsame Ablenkungen, mit denen sie so nicht gerechnet haben und für einige Unruhe sorgt.
Einerseits sieht sich Tyler mit der möglichen Vaterschaft eines dreizehnjährigen Jungen konfrontiert, zum anderen muss sich Lily nicht nur ihrem gestörten Verhältnis zu ihrem Vater stellen, sondern auch ihre Schwiegermutter macht ihr das Leben schwer...
Nach Band eins und zwei war diese Lektüre natürlich Pflichtprogramm für mich, denn schon in "Soweit die Sehnsucht trägt" hat uns Linda Lael Miller mit einer Art Cliffhanger zurückgelassen, der mit dem Herzinfarkt Hals seinen Anfang nahm und damit war selbstredend für alle Serienjunkies unter uns die Neugier geschürt und man hat ja schon förmlich nach Lilys Zusammentreffen mit Tyler gelechzt und auf eine explosive und aufregende Fortsetzung gehofft.
Meiner Meinung nach ist Linda Lael Miller mit diesem Schmöker ein durchaus gelungenes Finale ihrer Montana Creeds Trilogie geglückt, bei dem nochmal allen Protagonisten aus den Vorgängerbänden ausreichend Raum gegeben wird und nochmal allesamt "zu Wort kommen" und man sich beim Lesen die schon lieb gewonnenen Personen nochmal so richtig schön genießend vor Augen führen kann.
Mit Tyler und Lily haben wir hier ein Heldenpaar, das sich ähnlich wie Dylan und Kristy, schon seit ihrer Jugendzeit kennt und eine gemeinsamen Vergangenheit aufweist, die für beide noch nicht abgeschlossen scheint.
Die Autorin fackelt hier auch nicht lange und lässt beide recht schnell wieder zueinander finden und überrascht dann mit einigen prickelnden Liebesszenen, bei denen unsere Pärchen aus den Vorgängerbänden doch so ein bisschen neidisch werden dürften, denn unsere Turteltäubchen hier haben doch eindeutig mehr Freiheiten.
Wie auch in den Geschichten zuvor, haben wir hier zauberhafte Nebendarsteller in Form zweier Kinder, die auch in diesem Fall wieder für das Salz in der Suppe sorgen und dem Ganzen den so unwiderstehlichen Pepp geben.
Die sechsjährige Tess, die ihren Informationsüberschuss gerne mal mit dem Rest der Welt teilt und ihre Mutter damit des öfteren in Verlegenheit bringt und auch Davie, Tylers Sohnemann in spe, tut sich nicht nur mit einem ungewöhnlichen Äußeren hervor, sondern bietet Tyler auch verbal ganz schön Paroli.
Abermals präsentiert uns Linda Lael Miller eine relativ einfach gestrickte, aber nichtsdestotrotz süße und romantische Love Story, die sie mit einigen kleinen, aber hintergründigen Nebenplots verknüpft, nicht zuletzt die langsame Annäherung Tylers mit seinen Brüdern, die hier nun endgültig wieder zueinander finden.
Alles in allem ein mehr als würdiger Abschluss dieser Trilogie mit gefühlvollen und bezaubernden happy endings nicht nur für unsere Liebespaare, sondern auch für die Gebrüder Creed, die mit ihrem rauen, aber sexy und unwiderstehlichen Charme nicht nur die Herzen ihrer Frauen erobert haben, nein, vielmehr noch zahlreichen Leserinnen viele unvergessliche Lesestunden beschert haben und man als Frau da durchaus mal in Versuchung gerät vom Typ kerniger Cowboy mit Sixpack zu träumen.