Unter dem Buchdeckel von Jan Lipowskis "Montagslaune" versteckt sich ein buntes Sammelsurium von Kurzgeschichten, die (anscheinend) das Leben schrieb. Dabei sind es keine spektakulären Ereignisse, die das Buch so interessant machen, sondern einfach der Erzählstil und Detailreichtum der einzelnen Sequenzen. Viele der Situationen sind einem als Leser gar nicht so fremd, nur hat man sie vielleicht bisher nicht als so witzig, skurril oder zum nachdenken anregend wahrgenommen, wie der Autor dies wiedergibt. So regen die meisten Geschichten nicht nur zum Lachen an, sondern inspirieren auch zu einem neuen Blick auf das eigene Umfeld - die Montagslaune für einen guten Wochenstart eben.
Dabei liegt in der Kürze der Texte nicht nur die Würze, sondern auch der Vorteil. Wenig-Leser können sich langsam und vorsichtig in die Welt des gedruckten Wortes vortasten - und Viel-Leser (so wie ich) haben immer eine gute Lektüre für Zwischendurch in der Tasche, die auch vom Gewicht in kg und im literarischen Sinne her nicht belastet. Die Länge der Texte variiert dabei in etwa zwischen einer 1km und einer 6km Busfahrt, so dass für jede noch so kleinere Reise oder Wartezeit, die es zu überbrücken gilt, etwas dabei ist.
Ein einfach erheiterndes Buch eben.